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Dixie Chicks: Protest gegen Rassismus – Frauentrio ändert Bandnamen

Protest gegen Rassismus  

Frauentrio Dixie Chicks ändert Bandnamen

26.06.2020, 11:39 Uhr | JaH, dpa, t-online.de

Dixie Chicks: Protest gegen Rassismus – Frauentrio ändert Bandnamen. Emily Robison, Natalie Maines, Martie Maguire: Ab jetzt heißen sie The Chicks. (Quelle: imago images / Everett Collection)

Emily Robison, Natalie Maines, Martie Maguire: Ab jetzt heißen sie The Chicks. (Quelle: imago images / Everett Collection)

Zur Unterstützung der Proteste gegen Rassismus und Benachteiligung von Schwarzen in den USA hat die populäre Countrygruppe Dixie Chicks überraschend ihren Namen geändert.

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Das Trio strich kurzerhand das "Dixie" aus dem Namen Dixie Chicks und nennt sich ab sofort nur noch The Chicks. Das war am Donnerstag auf der Webseite der Frauengruppe zu lesen. 

Das steckt hinter dem alten Namen 

Der Begriff "Dixie" ist in den USA ein Synonym für den alten Süden. Er steht vor allem für die Südstaaten, die Teil der Konföderierten waren und für den Fortbestand der Sklaverei eintraten. Im Ursprung bezog sich die Bezeichnung auf eine geographische Angabe. Benannt wurden damit die Staaten südlich der Mason-Dixon-Linie. Sie wurde 1760 vermessen und ist bis heute Staatsgrenze zwischen Pennsylvania und Maryland.

Auch ihr Twitter-Profil hat die Band bereits umbenannt. Dort ist auch ein Video mit einem neuen Lied abrufbar: "March, March" (Marschiere, marschiere) heißt der Song, der mit Bildern von Demonstrationen für Klimaschutz, gegen Krieg und auch gegen Rassismus begleitet wird. 

Am Ende des Videos werden zahlreiche Namen von Opfern rassistischer Gewalt eingespielt – an prominenter Stelle der Afroamerikaner George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben kam.

Die Band wurde 1989 von vier Straßenmusikerinnen gegründet, unter ihnen die zwei Schwestern Martie Maguire und Emily Robison sowie Laura Lynch und Robin Lynn Macy. Heute besteht die Band noch aus den beiden Schwestern und Natalie Maines. 

Kritik von Fans wegen Ablehnung des Irak-Kriegs

Schon unter dem alten Namen war die Gruppe bekannt dafür, dass sie gesellschaftskritische Themen gerne aufgriff. Wegen der Ablehnung des Irak-Kriegs und der Politik des damaligen Präsidenten George W. Bush geriet das Trio selbst in den Mittelpunkt öffentlicher Kritik von bisherigen Fans seiner Countrypop-Musik.

Nach diesem Aufschrei 2003 und einem zunehmenden Boykott legte die Band eine lange Pause ein. Am 17. Juli soll ihr neues Album "Gaslighter" erscheinen, in dem auch der neue Song "March, march" enthalten ist. Es ist ihr fünftes Studioalbum und das erstes seit 14 Jahren. 

Verwendete Quellen:

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