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Malerei: Carl Spitzweg zum Gedenken

Zum Gedenken: 200. Geburtstag von Carl Spitzweg  

"Die Welt muss romantisiert werden"

05.02.2008, 12:06 Uhr | SaWo, t-online.de

Carl Spitzweg liebte die Romantik. (Foto: Wikipedia)Carl Spitzweg liebte die Romantik. (Foto: Wikipedia) Malerische Gässchen, zierliche Erker und kleine Brunnen - kaum ein Maler des 19. Jahrhunderts hat es wie Carl Spitzweg verstanden, eine derartige Idylle in seinen Bildern zu kreieren. Auch heute noch sind Spitzwegs Werke in aller Munde und lassen uns eintauchen in eine Welt der romantischen Kunst. Ob "Der arme Poet", "Der Schmetterlingsjäger" oder "Der Bücherwurm": Spitzwegs Bilder legen vor allem Wert auf die Liebe zum Detail und zeigen romantische Begebenheiten aber auch besonders gerne kauzige Sonderlinge. Heute wäre der bedeutendste Maler der Biedermeierzeit 200 Jahre alt geworden. Grund genug, an eine Auswahl seiner einzigartigen Zeichnungen zu erinnern - tauchen Sie ein in die romantische Welt von Carl Spitzweg!

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Typisch Spitzweg
Ein Klassiker: "Der arme Poet" von Spitzweg. (Foto: Wikipedia)Ein Klassiker: "Der arme Poet" von Spitzweg. (Foto: Wikipedia) Insgesamt schuf Spitzweg über 1500 Zeichnungen und Bilder - zu seinen Lebzeiten verkaufte er etwa 400 Gemälde. Das Bild "Der arme Poet", das eben genau diesen auf einer Matratze in seiner Dachkammer unter einem Regenschirm abbildet, ist zum berühmtesten Aushängeschild des Münchner Malers geworden. Der arme Poet mit Nachtmütze auf dem Kopf und Feder im Mund versprüht einen unvergleichbaren Charme - typisch Spitzweg eben. Musste er 1839 bei der ersten Ausstellung des Bildes noch vernichtende Kritiken einstecken, rissen sich schon ein Jahrhundert später die Kunstgalerien darum. Jahrzehntelang wurde das Gemälde im Berliner Schloss Charlottenburg ausgestellt, bis es 1989 am helllichten Tag gestohlen wurde und nie wieder auftauchte. Eine zweite und dritte Fassung des Bildes befinden sich in der Pinakothek in München und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

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Schöne heile Welt
"Der Kaktusfreund" (Foto: Wikipedia)"Der Kaktusfreund" (Foto: Wikipedia) Auch wenn Spitzweg in einer Zeit der sozialen und politischen Spannungen lebte, spricht er solche Problematiken keinesfalls in seinen Werken an. Er bewegte sich lieber in einem kleinbürgerlichen Lebenskreis und sehnt sich in seinen Bildern geradezu nach einem friedlichen Dasein. Sowohl "Der Kaktusfreund", "Ein Hypochonder" als auch "Der abgefangene Liebesbrief" spiegeln Harmonie und Beschaulichkeit wider - sie alle zeigen Menschen, die ihren Liebhabereien frönen. Als besonders ausgeprägt kann Spitzwegs Farbensinn bezeichnet werden. Durch seine Apothekerausbildung gewann er chemische und technische Erfahrungen bei der Herstellung seiner Farben - sein hell leuchtendes Blau findet sich bei keinem anderen Maler wieder.

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"Die Welt muss romantisiert werden"
Spitzwegs Malerei wurde vor allem durch seine Reisen beeinflusst. Neben seinen ausgedehnten Wanderungen im heimatlichen Oberbayern führten ihn seine Exkursionen auch nach Österreich, Italien, Frankreich, England, Belgien und in die Schweiz. Seine Besuche bei der Industrieausstellung in London und der Weltausstellung in Frankreich erweiterten seinen künstlerischen Horizont und inspirierten ihn. Und doch blieb Spitzweg einer Prämisse treu: der Romantik. In seinem Tagebuch findet sich der Satz, der seine Werke wohl am treffendsten beschreibt: "Die Welt muss romantisiert werden, so findet man den ursprünglichen Sinn wieder." Diese Intention ist dem Münchner Künstler definitiv gelungen.


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