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"Kinderkrippen schlimmer als Legebatterien"

Eva Herman "Das Überlebensprinzip"  

"Kinderkrippen schlimmer als Legebatterien"

05.05.2008, 17:14 Uhr | dpa

Eva Herman stellt ihr neues Buch vor. (Foto: dpa)Eva Herman stellt ihr neues Buch vor. (Foto: dpa) Die ehemalige «Tagesschau»-Sprecherin Eva Herman (49) hat ihre Vorstellungen von Familie und Kindern in einem weiteren Buch aktualisiert. Darin kritisiert sie die gegenwärtige Familienpolitik und die Qualität von Kinderkrippen. Bei der Vorstellung des Buchs mit dem Titel "Das Überlebensprinzip - Warum wir die Schöpfung nicht täuschen können" sagte sie am Montag in Stuttgart: "Unsere Gesellschaft wird zunehmend zwangsverändert. Die kollektive Betreuung scheint zum Staatsziel zu werden." Frauen würden außerdem "politisch gewollt in die Erwerbstätigkeit gedrängt. Dabei würden laut Umfragen drei Viertel der Mütter in den ersten drei Jahren lieber bei ihren Kindern bleiben, wenn sie es sich leisten könnten. "Frauen, die zu Hause bleiben, brauchen Geld."

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"Kein Unterschied mehr zwischen Mann und Frau"
In ihrem Buch kritisiert Herman die Qualität von Kinderkrippen: "Für ein Huhn in der Legebatterie gibt es inzwischen - zum Glück - eine Mindestvorschrift des Platzangebotes." Dafür hätten sich viele Menschen eingesetzt. "Für unsere Kinder existieren keine derartigen Vorgaben, unser Betreuungsschlüssel sieht manchmal 20 und mehr Kinder pro Betreuerin auf engstem Raum vor." Sie attackierte auch das "Gender Mainstreaming", mit dem die Bundesregierung ihre Gleichstellungspolitik bezeichnet. "Das Geschlecht, Mann und Frau, ist auf dem Wege, abgeschafft zu werden." Wenn kein Unterschied mehr zwischen Mann und Frau gemacht werde, führe dies zur "Entnaturalisierung" und zu einer Abwertung des Familienbildes.

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Kontroverse Thesen
Hermans Thesen zur Rolle von Frauen und Müttern hatten im September 2007 zur Trennung des Norddeutschen Rundfunks von seiner früheren Mitarbeiterin geführt. Der NDR hatte die Zusammenarbeit fristlos beendet, nachdem sich die Moderatorin bei einer Buchpräsentation über familiäre Werte während und nach der Zeit des Nationalsozialismus geäußert hatte. Seitdem hat sie sich mehrfach öffentlich gegen den Eindruck zur Wehr gesetzt, sie habe die Familienpolitik der Nazis gelobt.

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