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Christoph Schlingensief hat den Krebs noch nicht besiegt

Christoph Schlingensief  

Er hat den Krebs noch nicht besiegt

10.09.2008, 15:13 Uhr | SaWo

Christoph Schlingensief kämpft gegen den Krebs. (Foto: imago)Christoph Schlingensief kämpft gegen den Krebs. (Foto: imago) Schon längere Zeit war über ihn und seine Krebserkrankung spekuliert worden, doch selbst äußern wollte Christoph Schlingensief sich nicht. Bis jetzt: Anfang des Jahres habe er von der Diagnose Lungenkrebs erfahren, so der Regisseur in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel". Zuvor habe er sich an die Hoffnung geklammert, er habe sich im brasilianischen Urwald mit einem Virus infiziert. "Diese vergangenen sieben, acht Monate sind das Konkreteste, Härteste, was ich in dieser ganzen simulierten Weltansicht von Kunst, Theater und Oper je erlebt habe", so der 47-Jährige. Seit einigen Wochen soll es dem Regisseur laut eigener Aussage zwar besser gehen, aber er könnte nicht sagen, dass er den Krebs besiegt habe.




Leiden nach der Bestrahlung

Schlingensief sei glücklich, dass er jetzt wieder arbeiten und denken könne. Denn bis vor Kurzem musste er sehr unter der Krankheit leiden: "Nach der letzten Bestrahlung ging es mir unglaublich schlecht." Schlingensief sagt weiter: "Man wird so ängstlich. Man muss Krebskranken und anderen kranken Menschen Mut machen, das Zimmer zu verlassen, sich nicht in diese klinische Welt einzusperren. Man braucht Selbstbewusstsein, man will wieder gern gesehen werden, auch wenn man ein Bein oder die Haare oder den Glauben verloren hat."

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Journalisten verfolgten Schlingensief ins Krankenhaus. (Foto: dpa)Journalisten verfolgten Schlingensief ins Krankenhaus. (Foto: dpa)

Kritik an Journalisten

Auch wenn Christoph Schlingensief als Regisseur öfter im Fokus der Medien steht, kritisiert er das öffentliche Interesse an seinem Gesundheitszustand: "Im Krankenhaus trieben sich Fotografen herum, und bei den Ärzten riefen 20 Minuten nach der Operation Journalisten an. Ich bin doch kein Bundeskanzler!", sagte Schlingensief. Bei dem Eingriff war ihm der rechte Lungenflügel entfernt worden. Trotz seiner Krankheit arbeitet der Regisseur wieder: Am 21. September feiert sein Oratorium "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" bei der Ruhr-Triennale in Duisburg Premiere. Auch sein nächstes Projekt solle wieder in Richtung Oper gehen. Dafür müsse Schlingensief allerdings wieder viel reisen und das Fliegen falle ihm wegen seiner Atmung immer noch schwer.


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