ARD-Sportexperte Jürgen Emig  

Verurteilt und verlassen

06.10.2008, 10:29 Uhr | sgü

Jurgen Emig wurde wegen Korruption verurteilt. (Foto: ddp) Er ist in einen der schlimmsten Schmiergeldskandale in der Geschichte des deutschen Fernsehens verwickelt - und auch privat läuft es bei Dr. Jürgen Emig zurzeit alles andere als rund: Am Donnerstag wurde der Radsportexperte und ehemalige Sportchef des Hessischen Rundfunks (63) zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Außerdem lebt er laut "Bild am Sonntag" getrennt von seiner Frau. Atlanta Killinger ist bereits vor einem Jahr aus der gemeinsamen Villa im Taunus ausgezogen. „Dies hat aber nichts mit den Vorwürfen gegen meinen Mann zu tun, sondern ist eine persönliche Entscheidung, die ich hier nicht weiter erklären möchte“, erklärte Atlanta Killinger im Gespräch mit "Bild am Sonntag".


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"Finanzierung durch Sponsoring ist doch gang und gäbe"

Zum Urteil gegen ihren Mann sagt sie: "Finanzierung durch Sponsoring ist doch bei einigen Sendeanstalten gang und gäbe. Auch beim Hessischen Rundfunk wussten die Chefredakteure und Intendanten von Anfang an, wie das System funktioniert. Aber danach wurde so getan, als sei das alles völlig neu für sie.“ Emig selbst zeigte sich schon während des Prozesses geständig, sagte nach dem Urteil zu "Bild am Sonntag": "Ich habe immer gesagt, dass ich die Verantwortung für mein Tun übernehme.“ Ergänzend fügte er jedoch hinzu: "Es ist nicht endgültig geklärt worden, ob die Akquise der Finanzmittel für den HR überhaupt rechtmäßig war. Diese Frage aber hat gravierende Auswirkungen auf die Strafbarkeit meines Falles!“

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Noch ist er ein freier Mann

Wie sich im Gerichtsverfahren herausstellte, kassierte Emig drei Jahre lang (zwischen 2001 und 2004) in seiner Funktion als Sportchef Produktionszuschüsse über die Firma SMP, die von Emigs Frau Atlanta Killinger (45) und ihrem Geschäftspartner Harald Frahm (64, Bewährungsstrafe: ein Jahr und zehn Monate) geführt wurde. 300.000 Euro von diesem Bestechungsgeld überwies Emig auf sein Privatkonto. Am 23. März 2004 musste er beim HR als Sportchef zurücktreten, die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und verhängte schließlich die Haftstrafe. Noch ist Jürgen Emig allerdings ein freier Mann. Wann er seine Haftstrafe antreten muss, ist noch unklar. Sein Anwalt Stefan Bonn legte unmittelbar nach dem Urteil Revision ein.

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