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Christoph Schlingensief erleidet Rückschlag: "Krebstagebuch" ohne ihn vorgestellt

Buchvorstellung fand ohne Schlingensief statt  

Fieberschub und Hochzeitspläne

21.04.2009, 14:30 Uhr | dpa

Christoph Schlingensief: Deutlich gezeichnet durch seine Krankheit. (Foto: AP)Christoph Schlingensief: Deutlich gezeichnet durch seine Krankheit. (Foto: AP) Christoph Schlingensiefs "Tagebuch einer Krebserkrankung" ist am Dienstag in Berlin überraschend ohne den Autor vorgestellt worden. Nach der Rückkehr von der TV-Aufzeichnung zur ARD-Talkshow "Beckmann" am Vorabend in Hamburg habe der 48-jährige Regisseur einen Rückfall erlitten, teilte sein Verleger Helge Malchow (Kiepenheuer & Witsch) im Prater der Volksbühne in Prenzlauer Berg mit. Schlingensief sei nach der Sendung zunächst "in entspannter Stimmung" nach Berlin zurückgefahren, habe in der Nacht dann aber einen Fieberschub bekommen. In der Nebenspielstätte der Volksbühne, der langjährigen Wirkungsstätte des Regisseurs, war die einzige öffentliche Buchpräsentation ("So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein!") geplant. Der Theaterregisseur, bei dem im Januar 2008 Lungenkrebs diagnostiziert wurde, hatte nach der Diagnose seine Gedanken, Gespräche mit Freunden, mit seinem toten Vater und mit Gott auf einem Diktiergerät festgehalten, wie es in der Buchankündigung des Verlages heißt.


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Christoph Schlingensief mit seiner Verlobten Aino Laberenz. (Foto: AP)Christoph Schlingensief mit seiner Verlobten Aino Laberenz. (Foto: AP)

Heirat als nächstes Ziel

Noch am Vorabend hatte Schlingensief bei "Beckmann" angekündigt, er wolle seine Lebensgefährtin Aino Laberenz heiraten. "Sie hat mir sehr extrem geholfen in dieser ganzen Zeit. Ohne sie wäre ich da nicht so durchgekommen", sagte er. Dabei habe er sie kurz nach der Lungenkrebsdiagnose im Januar 2008 eigentlich verlassen wollen, weil nichts mehr mit ihm los gewesen sei, wie der 48-Jährige erzählte. Sie aber habe ihm erklärt, sie denke nicht daran, ihn allein zu lassen. Schlingensief sagte in der Sendung, die gemeinsame Zeit, die sie nach der Hochzeit hätten, sei ein ganzes Leben für ihn - auch wenn es nur drei Stunden wären und er danach "abtreten" müsste. Allerdings blickt er positiv in die Zukunft: "Ich möchte noch 35 Mal Weihnachten feiern. Das ist mein Ziel."


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Vor der Krankheit Depressionen

Er sei durch die Operation, bei der ihm ein Lungenflügel entfernt werden musste, und die medizinischen Behandlungen schlanker geworden: "Aber ich finde, das steht mir gut, und eigentlich habe ich auch wieder zugenommen, zweieinhalb Kilo." Schlingensief hadert nicht nur damit, dass er krebskrank geworden ist. "Es existiert eine ganz eigene Zeit. Es ist ein Vorteil der Krankheit, dass ich manchmal einfach sagen kann: Ich gehe jetzt nach Hause, ich bin müde", sagte er. "Das ist wunderbar." Vor dem Ausbruch der Krebserkrankung habe er eine depressive Zeit gehabt, und ihn hätten Zweifel am Sinn seiner Arbeit umgetrieben, erklärte der Regisseur.

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