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Christoph Schlingensief kämpft wieder gegen den Krebs

Theaterregisseur will trotz Rückschlag nicht jammern  

Schlingensief: "Die Krankheit ist zurück"

18.09.2009, 15:31 Uhr | dpa/ JL

Christoph Schlingensief (Foto: ddp) Am Wochenende feierte der Theaterregisseur Christoph Schlingensief in München die Aufführung seiner Opern-Collage "Mea Culpa" und wurde dafür mit frenetischem Beifall gefeiert. Auch in diesem Stück thematisiert er seine schwere Krebserkrankung, die ihn nach eigenen Angaben wieder fest im Griff hat: "Die Krankheit ist zurück, und dennoch bin ich gut drauf und habe Kraft für meine nächsten Projekte", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Sein verbliebener Lungenflügel ist erneut von Metastasen befallen. Das Ergebnis der jüngsten Untersuchung sei freilich traurig für ihn und seine Frau Aino Laberenz: "Aber ich will jetzt öffentlich nicht mehr viel darüber jammern, sondern andere ermutigen und mich selbst vielmehr auf mein Afrikaprojekt konzentrieren." Afrika liegt dem 48-Jährigen schon lange am Herzen, er möchte dort ein Festspielhaus errichten.

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Das Körperliche ist besser geworden

In einem Interview mit der "Berliner Morgenpost" sagte Christoph Schlingensief, dass er von dem Rückschlag überrascht wurde. Er fühle sich körperlich besser, habe mehr Lungenvolumen und würde fünf Kilo mehr wiegen, als zu seiner schlimmsten Zeit im September 2008. Seine Frau Aino und er haben sogar über eine Adoption nachgedacht, weil er selbst keine Kinder bekommen könnte: "Und jetzt ist dieses Bild wieder zerbrochen. Das war so hart." Der Regisseur zeigt sich aber trotzdem gut gelaunt, fühlt sich aber unter "Zeitdruck", um noch möglichst viele Projekte zu realisieren. Zurzeit gibt er mit "Mea Culpa", einer "ReadyMadeOper", ein Gastspiel an der Bayrischen Staatsoper.

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Schlingensief tritt selbst auf die Bühne

"Mea Culpa", aus Versatzstücken von Film, Text und Musik unter anderem von Johann Sebastian Bach und Richard Wagner, Johann Wolfgang von Goethe oder Elfriede Jelinek, ist der letzte und noch optimistischste Teil seiner autobiografischen Trilogie um Sterben und Tod und hatte im März am Wiener Burgtheater Premiere. Wird bei den vielen Monologen und Dialogen samt Filmeinspielungen der Kloß im Hals der Zuschauer ohnedies schon immer dicker - als Schlingensief gegen Ende des "Bühnenkrebstrauerspiels" selbst auf die Bühne tritt und lautstark mit der schlimmen Krankheit spricht, wächst die Beklemmung im Publikum spürbar. Viele Zuschauer mögen es als Erlösung empfunden haben, dass der Regisseur, der Anfang 2008 an Krebs erkrankt war, sich am Ende guten Mutes den tosenden Beifall im ausverkauften Haus abholte.

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