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DSDS: Obersoftie "Plüschi" ist rausgeflogen

Live is life  

DSDS-Obersoftie "Plüschi" ist rausgeflogen

01.03.2010, 12:42 Uhr | bas

Er war der süße Softie der siebten Staffel von DSDS, der Schwarm aller minderjährigen Mädchen und verklemmter Sängerknabe auf der DSDS-Bühne. Marcel Pluschke rettete sich von Show zu Show ohne wirklich bei Jury und Zuschauern zu punkten. Doch den netten Knaben von nebenan konnte bisher niemand zur DSDS-Schlachtbank führen – dafür war das „Grübchen-Gesicht“ einfach viel zu nett. In der zweiten Motto-Show zum Thema „Die größten Pop-Mythen aller Zeiten“ war es nun soweit: Der smarte Marcel Pluschke, von allen liebevoll „Plüschi“ genannt, versagte auf der Bühne auf ganzer Linie.

Text vergessen, Scheinwerfer umgerannt und sich bei seinem Song „Live is life“ besonders auf die Zwischenzeilen „nanananana“ konzentriert. Dazu kam noch sein steifes Gehampel: „Du hast ausgesehen wie eine Salzstange in der Lümmeltüte“, urteilte Dieter Bohlen. Und diesmal hatte leider er recht. Als dann das verheerende Urteil von seiner Abwahl fiel, wirkte „Plüschi“ ziemlich gefasst. „Es wird alles gut – das Leben geht weiter“ hatte der süße Jüngling noch seiner Mitstreiterin Ines Redjeb in der Zitterrunde zugeflüstert. Hoffen wir, dass nun für Marcel Pluschke tatsächlich alles gut wird. Denn dieser Auftritt war nun mal das tatsächliche Leben – „Live is life“.

Ines kommt mit blauem Auge davon

Auf dem absteigenden DSDS-Ast der offensichtlichen Versager befand sich auch die hübsche Ines Redjeb. Die hatte an diesem Abend fast keinen Ton ihres Songs „What a Feeling“ von Irene Cara aus dem Filmklassiker „Flashdance“ getroffen. „Stimmsicher wie eine beschwipste Bischöfin" lautete das gerechte Bohlen-Urteil. Jury-Mitglied Volker Neumüller schloss sich an: „Tonal war das keine Sternstunde.“ Wie wahr – denn auch Nina Eichinger fand den begleitenden Tänzer aufregender als den Auftritt von Ines. Um den Auftritt von Manuel Hoffmann zu verbessern reiste eigens seine 73-jährige Omi an. Die rüstige Rentnerin schnappte sich in der Vorbereitungswoche ihren unlockeren Enkel und zeigte ihm ganz entspannt, wie sich ein Star bewegt und die tobenden Massen für sich gewinnt. Omi Gudrun kam bei allen gut an – Manuels Gesang fand bei der knallharten DSDS-Jury nicht so viel Anklang: Volker Neumüller fehlte bei dem Titel der Skorpions „Wind of Change“ noch immer der schon in der vergangenen Sendung geforderte „Aha“-Effekt. Und er setzte in seiner derben Kritik noch eins oben drauf: „Du hast eine Rockballade wie einen Schlager gesungen.“ Ein Tiefschlag für den so bemühten hübschen Knaben, dessen Auftritt so unspektakulär war, dass man sich schon bei der Entscheidungsrunde nicht mehr dran erinnerte. Ein zukünftiger neuer „Superstar“ sollte wirklich mehr bieten.

Zum Zittern verdammt

Sie gaben ihr Bestes und lieferten fast alle eine stramme Leistung ab. Doch schafften sie es nicht ohne Zitterrunde in die dritte Motto-Show: Neben „Plüschi“ reihten sich Ines Redjeb, Kim Debkowski und mal wieder Nelson Sangaré ein. Zuerst wurde die als Zirkusdirektorin zurecht gemachte Kim Debkowski erlöst. Sie trällerte "Fame" von Irene Cara. Da ihre gesangliche Leistung ziemlich schlecht war, hat sie offenbar ihr ausgefallenes Outfit gerettet. Was bei Nelsons Interpretation von Louis Armstrongs „What a Wonderful World“ auszusetzen war, war nicht wirklich nachvollziehbar. Er sang den Song mit astreiner Stimme und mixte ein paar Jazz-Klänge darunter. Volker Neumüller stellte diesen Auftritt gleich als Nelsons schlechtesten dieser Staffel hin. Klar ist jedenfalls, dass es für die heiße Ines langsam eng wird. Dieses Mal rettete ihr das komplette Versagen von „Plüschi“ noch den hübschen Hals. Doch schon der nächste Auftritt könnte ihr letzter sein – das scheint fast unumstößlich.

Tolle Leistungen am laufenden Band

Für durchweg gute Leistungen standen die Kandidaten Mehrzad Marashi, Helmut Orosz, Thomas Karaoglan und natürlich der Stimmungsmacher Menowin Fröhlich. Doch einige von ihnen haben an diesem Abend als Sahnebonbon noch eine ganz spezielle Story geliefert: Der DSDS-Opa Helmut ging in der vergangenen Woche vor laufender Kamera auf Frauensuche und hat seine Auserwählte gleich mit zur zweiten Motto-Show geschleppt. Eine unbeholfene Abiturientin soll nun also das Liebesleben des smarten Sängers aufpeppen und ihn womöglich zu Höchstleistungen anspornen. Mehrzad Marashi berichtete von einem traumatischen Erlebnis – er wurde vor vielen Jahren überfallen und fast getötet. Dramatik pur für den Sänger, der „One“ von U2 interpretierte. Menowin Fröhlich lieferte mit Michael Jacksons „Heal the World“ wieder eine grandiose Leistung ab. Seine Stimme machte ohne Patzer alle Höhen und Tiefen dieses Songs mit, und er holte sich seine verdienten Lorbeeren bei der Jury ab. Außerdem gestand der gebeutelte Ex-Häftling, nicht nur einen kleinen Sohn zu haben. Er ist auch Vater von zwei süßen Mädchen – ein Geheimnis, das er an diesem Abend mit der Welt teilen wollte. Damit haben die offensichtlichen Favoriten dieser Staffel nicht nur ein tolles Stimmchen, sondern auch dramatische Lebens-Geschichten zu bieten. Und die gehören zu einem deutschen Superstar ja schon fast wie das Salz in die Suppe.

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