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Harald Schmidt kritisiert die ARD: "Die wussten nicht, wohin mit mir"

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Schmidt kritisiert die ARD: "Die wussten nicht, wohin mit mir"

15.09.2010, 13:36 Uhr | dapd / jho, dapd

Am Montag kam die Nachricht von Harald Schmidts Wechsel von der ARD zu Sat.1, jetzt äußert sich der Late-Night-Talker in der Wochenzeitung "Die Zeit" ausführlich zu den Gründen für seine überraschende Entscheidung. Schmidts Kritik fällt deutlich aus: Er habe sich von der ARD vernachlässigt gefühlt. "Die wussten nicht, wohin mit mir". Es sei zunehmend einsamer um ihn geworden, beklagt der 53-Jährige. "Ab und zu erreichte mich irgendein Konzept. Die Weihnachtsgrüße sind von Jahr zu Jahr formeller geworden". Als ehemaliger Marxist und Zivildienstleistender könne er mit dem Satz "Völker, hört die Signale" viel anfangen. "Ich habe die Signale verstanden", so Schmidt.

Jetzt hinterlasse er "26 Sendeplätze und 'ne Menge Kohle". Sein Etat reiche "für 500 Ina-Müller-Sendungen". Apropos Geld: Gewohnt sarkastisch kommentierte Schmidt auch seinen Wechsel zu Sat.1: "Gut finde ich, dass ich in Zeiten der großen Finanzkrisen in einem börsennotierten Unternehmen wieder anfange", sagte er. "Nicht mehr die undurchsichtige Welt der ARD, sondern die klare Frage: Bist du Dein Geld wert?"

Theater als ernüchternde Erfahrung

Es habe in der vergangenen Zeit nur wenige direkte Kontaktaufnahmen aus der ARD zu ihm gegeben, berichtete er. Wie Schmidt weiter sagte, habe er erkannt, dass er nicht das Talent für eine große Schauspielerkarriere am Theater habe. "Früher dachte ich, in Wahrheit kann ich das auch. Heute weiß ich, nein, da fehlt die Begabung. Ich habe im Theater meine Grenzen kennengelernt." Die zahlreichen Theater-Erfahrungen der vergangenen Zeit hätten ihn jedoch zu einer wichtigen Erkenntnis geführt: Im Grunde wollten die Leute immer nur "den Schmidt aus dem Fernsehen sehen". Das sei für ihn zunächst eine ernüchternde Erfahrung gewesen. Nun könne er es jedoch abgeklärter sehen. "Dies hat mich wieder beschleunigt zurück in meine Originalrolle befördert. Und das ist eben der Late-Night-Moderator."

Schmidt kehrt im Herbst 2011 bei Sat.1 auf den Bildschirm zurück

Am Montag war bekannt geworden, dass Schmidt ab Herbst 2011 bei Sat.1 zweimal wöchentlich die "Harald-Schmidt-Show" moderiert und nach dann knapp sieben Jahren der ARD den Rücken kehrt. Er moderierte die Show bereits zwischen 1995 und 2003 für Sat.1. Nach einer Schaffenspause war er im Dezember 2004 im Ersten auf den Bildschirm zurückgekehrt. Schmidt ist seit September 2009 wöchentlich solo als Late-Night-Talker im Ersten im Einsatz. Zuvor hatte Schmidt mit Oliver Pocher die Show "Schmidt und Pocher" präsentiert, Pocher war dann aber zu Sat.1 gewechselt. Schmidts aktueller Vertrag mit der ARD läuft noch bis Mitte 2011.

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