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"Tatort - Auskreuzung": Gentechnik-Krimi zum Gähnen

"Tatort - Auskreuzung": Gentechnik-Krimi zum Gähnen

26.09.2011, 15:28 Uhr | CK, t-online.de

"Tatort - Auskreuzung": Gentechnik-Krimi zum Gähnen. "Tatort - Auskreuzung": Luise Berndt als kühl-verführerische Wissenschaftlerin Lara Bahls (Quelle: WDR/Willi Weber)

"Tatort - Auskreuzung": Luise Berndt als kühl-verführerische Wissenschaftlerin Lara Bahls (Quelle: WDR/Willi Weber)

Erst vor drei Wochen hatten die Kölner Ermittler Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) ihren letzten Fall in der ARD. Nun mussten sie im "Tatort - Auskreuzung" schon wieder ermitteln, und zwar im Umfeld eines Instituts für Gentechnik. Doch wer sich auf schön entspannte Sonntagabendunterhaltung gefreut hatte, wurde enttäuscht: Statt spannender Krimikost gab es hochwissenschaftliche Erläuterungen über Gentechnik, denen zu folgen nur schwer möglich war. Doch es gab auch einen Lichtblick in diesem ansonsten recht langweiligen "Tatort": Schauspielerin Luise Berndt, die eine kühle Femme Fatale spielte und nicht nur mit viel nackter Haut den Krimi aufpeppte.

Und darum ging es in dem "Tatort - Auskreuzung": Der Ausfall des Kühlsystems im "Kehrmann-Bredel-Institut für Pflanzenforschung" kostet eine Labormitarbeiterin das Leben - und wirft die Forschung einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe um Monate zurück. Die war damit beschäftigt, genmanipulierte Tabakpflanzen für ein neues HIV-Medikament zu züchten und wurde nun offensichtlich sabotiert. Ballauf und Schenk machen sich an die Ermittlungen, die sie nicht nur zwischen die Fronten von Gentechnik-Gegnern und Befürwortern führen. Auch den unbarmherzigen Leistungsdruck und Konkurrenzkampf in der Welt der Wissenschaft decken die beiden Kommissare auf.

"Gene sind was Wunderbares"

Im Lauf ihrer Ermittlungen lernen Ballauf und Schenk jede Menge über Gentechnik, erhalten unzählige ermüdende wissenschaftliche Vorträge und dürfen so grandiose Dialoge führen wie: "Gene sind was Wunderbares, Freddy! Du hast sie, ich hab sie, die Kartoffel hat sie." - "Ich spreche von Genen, die da nicht reingehören, Max. Nicht in mich, nicht in dich und auch nicht in die Kartoffel." Doch die Gentechnikthematik ist so übermächtig und das Wissenschaftsambiente so steril, dass der Krimi nie so richtig in Fahrt kommt - auch ein zweiter Toter hilft da nicht.

So viel nackte Haut wie lange nicht in einem "Tatort"

Doch wenigstens ist Luise Berndt in der Rolle der Wissenschaftlerin Lara Bahls ein echter Hingucker. Ihr Auftritt bleibt auch nach dem Ende des Krimis in Erinnerung - und das nicht nur, weil sie sich in einer Szene oben ohne im Bett räkelt und so viel nackte Haut zeigt, wie schon lange nicht mehr in einem "Tatort" zu sehen war. Nein, die entfernt an Scarlett Johansson erinnernde Schauspielerin beeindruckt mit ihrer Darstellung einer Wissenschaftlerin, die zugleich unterkühlt und karriereorientiert als auch verführerisch und leidenschaftlich ist. Man weiß nicht, was man von dieser Figur halten soll, und die Art, wie Berndt spricht - langsam, betonungslos, so als stünde sie unter Drogen - kostet den Zuhörer viel Geduld. Dennoch entfaltet die Darstellerin einen merkwürdig hypnotischen Bann, dem man sich nicht entziehen kann.

Ballauf macht einen Vaterschaftstest

Neben dem entrückten Spiel von Luise Berndt wirken die Ermittler überaus grobschlächtig. Zudem wird Ballauf in diesem "Tatort" auch noch ein privates Problem angedichtet, auf das man ruhig hätte verzichten können. Nachdem sich der einsame Wolf im letzten Kölner Krimi verlieben durfte, daraus aber offensichtlich nichts wurde, ist nun stattdessen das Thema Familie dran. Denn plötzlich taucht vor Ballaufs Tür ein Junge (Kai Malina) auf, der behauptet, sein Sohn zu sein. Diese Problematik scheint beim "Tatort" gerade Mode zu sein: Erst vor zwei Wochen machte Ballaufs Ludwigshafener Kollege Mario Kopper (Andreas Hoppe) ebenfalls einen Vaterschaftstest. Der fiel damals negativ aus, doch bei Ballauf erfährt man erst gar nicht das Ergebnis. Das dürfte aber auch nicht weiter relevant sein. Denn am Ende des Krimis fährt der Junge wieder heim zu seiner Mutter - und wird mit Sicherheit genauso in der "Tatort"-Versenkung verschwinden wie Ballaufs Schwarm aus dem letzten Film.

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