Sie sind hier: Home > Unterhaltung > TV >

Über 25.000 Zuschauer fordern den Rücktritt von Markus Lanz

"Raus aus der Rundfunkgebühr"  

Zehntausende Zuschauer fordern das Aus für Markus Lanz

21.01.2014, 18:41 Uhr | nho

Über 25.000 Zuschauer fordern den Rücktritt von Markus Lanz. Die Anzahl der Lanz-Gegner wächst im Sekundentakt. (Quelle: dpa)

Die Anzahl der Lanz-Gegner wächst im Sekundentakt. (Quelle: dpa)

Zehntausende Unterstützer sind sich einig - Markus Lanz hat im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nichts zu suchen. Dies belegt eine Online-Petition mit dem Titel "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!" an das ZDF, die nach der Sendung "Markus Lanz" vom 16. Januar ins Leben gerufen wurde. Fast sekündlich unterschreiben dort TV-Zuschauer, weil sie finden, dass "der Bildungsauftrag sowie die Wahrung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit durch die von Lanz demonstrierte tendenzielle Diskussionskultur grob vernachlässigt" wird.

"Die Sendung 'Markus Lanz' vom 16. Januar zeigte zum wiederholten Male, dass Herr Lanz weder fähig noch willens ist, seinen Gästen gleichberechtigt Wohlwollen, Rederecht und Anstand entgegenzubringen. Ein Moderator, der offenbar große Probleme damit hat, dem politischen Spektrum links von der Mitte mit einem Mindestmaß an Höflichkeit zu begegnen, passt nicht in ein öffentlich-rechtliches Format", heißt es auf der Seite "openpetition.de", die Stimmen gegen den ZDF-Moderator sammelt. Dabei handelt es sich um ein Portal, auf dem Bürger eine eigene Petition starten können, um einem Anliegen wirksam Gehör zu verschaffen.

Der im expliziten Falle "miserable Stil" im Umgang mit Sahra Wagenknecht spiegele in drastischem Maße wider, dass politische Neutralität für Lanz ein Fremdwort ist, heißt es weiter. Lanz befragte die stellvertretende Vorsitzenden der "Linken" zur Europäischen Union, zum Euro und zur EU-Kritik ihrer Partei.

Sahra Wagenknecht unter doppeltem Beschuss

Und tatsächlich hat sich der Gastgeber in dieser Ausgabe seiner Talkshow weniger als mittelnder Moderator verhalten und vielmehr den parteiergreifenden Befürworter der aktuell regierenden Koalition gegeben. Immer wieder fiel er Wagenknecht ins Wort, stellte ihre Argumente infrage und machte deutlich, dass er ihre Meinung nicht gutheißen kann. Dem Journalisten Hans-Ulrich Jörges (Mitglied der "Stern"-Chefredaktion), der die gegensätzliche Meinung von Frau Wagenknecht vertrat und sich "über den ganzen Stuss", den sie verbreite, echauffierte, gestand Lanz deutlich mehr Redezeit zu, obwohl Jörges nicht gerade sachlich und zimperlich mit seiner Meinungsgegnerin ins Gericht ging.

"Das Niveau muss besser werden"

Dass sich Lanz mit diesem Verhalten selbst einen Strick gedreht hat, zeigen auch die Kommentare, die auf der Seite der Online-Petition abgegeben wurden. "Absolut widerlich, unprofessionell und beleidigend. Anstelle von Frau Wagenknecht hätte ich ihm mein Wasser ins Gesicht geschüttet und wäre gegangen", findet ein Zuschauer und fordert: "Verbesserung von Qualität und Stil der Sendungen, die durch unsere Gebühren finanziert werden. Das Niveau muss besser werden." Ein weiterer Zuschauer formulierte: "Das Gelten lassen anderer Ansichten ist der Grundstein einer Demokratie. Was ich in Herrn Lanz' Sendungen zum wiederholten Male erlebt haben war keine Debatte sondern massive Unterdrückung der freien Meinungsäußerung, einem in Deutschland geltenden Grundrecht".

"Im ZDF tagte das Lanzgericht"

Andere loben das eloquente Verhalten von Frau Wagenknecht, die sich durch Lanz' Verhalten nicht aus der Ruhe bringen ließ. An diesem Abend "tagte im ZDF das Lanzgericht unter Vorsitz des selbsternannten Richters Markus Lanz und des von einem anderen Stern gekommenen Staatsanwalts Hans-Ulrich Jörges nach den Regeln der Inquisition. Es fehlte nur noch die Androhung von Folter, gegen die Angeklagte Sahra Wagenknecht. Trotz aller Bemühungen des Richters Markus Lanz und des Inquisitors Hans-Ulrich Jörges ließ sich Sahra Wagenknecht nicht aus der Ruhe bringen, eine tolle Frau, Bravo!"

Derweil hat das ZDF reagiert und sich entschuldigt. Das aber nicht für Lanz' Verhalten in der Sendung, sondern für eine Falschbehauptung in einer Mail seiner Zuschauerredaktion. Denn darin hatte es geheißen, dass sich Wagenknecht in einem Nachgespräch mit Lanz zufrieden über den Verlauf der Sendung geäußert habe. Wagenknecht hat dieser Behauptung via Twitter bereits widersprochen. "Liebes ZDF, nach dem breiten Protest gegen Markus Lanz' Gesprächsstil zu behaupten, ich sei zufrieden gewesen, ist doch etwas arg frech", beschwerte sie sich.

Erhalten Sie immer die wichtigsten Promi-News: Jetzt Fan von VIP-Spotlight werden und mitdiskutieren!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal