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Steffen Henssler: "Ich habe schlecht gekocht, dann gab’s auf den Sack"

Interview mit Steffen Henssler  

"Ich habe schlecht gekocht, und dann gab’s eben auf den Sack"

09.04.2014, 11:14 Uhr | Julia Klewer

Steffen Henssler: "Ich habe schlecht gekocht, dann gab’s auf den Sack". Fernseh-Koch Steffen Henssler (Quelle: Philipp Rathmer)

Fernseh-Koch Steffen Henssler (Quelle: Philipp Rathmer)

Gerade ist die zweite Staffel "Grill den Henssler" (sonntags, 20.15 Uhr) erfolgreich bei Vox gestartet. Im Interview mit T-Online.de spricht Fernsehkoch und Workaholic Steffen Henssler über seine erste Niederlage in der Kochshow, sein neues Live-Programm "Hamburg, New York, Tokio – meine kulinarische Weltreise" und ein weiteres, sehr extremes TV-Format mit ihm, das noch in diesem Jahr bei RTL auf Sendung gehen wird. Außerdem gibt der 41-Jährige unseren Lesern drei ultimative Grill-Tipps für die gerade gestartete Freiluft-Saison.

T-Online.de: Ihre neue Staffel "Grill den Henssler" ist gerade sehr erfolgreich gestartet. Achtet man als Fernsehmensch, der aber hauptberuflich Koch ist, überhaupt auf sowas Banales wie die Einschaltquote?

Steffen Henssler: Da mir die Sendung am Herzen liegt, ist die Einschaltquote nicht etwas Banales, sie ist etwas Entscheidendes. Man achtet da sehr wohl drauf.

T-Online.de: Dann haben Sie sich sicher besonders gefreut, da die erste Folge so viele Zuschauer hatte wie nie zuvor?

Steffen Henssler: Klar, absolut. Man macht so eine Sendung ja, weil man will, dass sie erfolgreich läuft – speziell ich. Ich bin ja sehr ehrgeizig. Und wenn das dann so startet – es war ja die Beste, die wir je ausgestrahlt haben – dann ist das ein super Zeichen dafür, dass die Leute das annehmen. Die Fernsehwelt dreht sich schnell und das ist insofern ein sehr gutes Zeichen, weil wir ja ein bisschen was am Konzept geändert haben, die Spiele sind verändert und wir haben eine neue Moderatorin. Wir sind alle sehr froh, das ist ein guter Tag.

T-Online.de: Was für Sie allerdings nicht so schön war: Sie haben das erste Mal gegen die Prominenten verloren.

Steffen Henssler: Ich brauche immer so ein bisschen, um in den "Grill den Henssler"-Modus zu kommen. Und in der ersten Sendung kamen zwei Dinge zusammen: Ich habe schlecht gekocht, und die Promis sehr gut – und dann gab’s eben auf den Sack! Aber das passiert, die Promis haben berechtigt gewonnen. Deshalb kann ich mich nicht beschweren.

T-Online.de: Ist das nicht ein bisschen peinlich für Sie?

Steffen Henssler: Nein, also mir ist sowieso nichts peinlich. Die hatten sich sehr gut vorbereitet, hatten noch den ganzen Mittag mit Ralf Zacherl Probe gekocht. Die kennen die Rezepte und ich muss mich ja ad hoc darauf einstellen. Deshalb habe ich wirklich kein Problem damit. Wenn die Promis gut kochen und ich das Rezept auch vorher wüsste, wäre das natürlich was anderes. Aber so ist mir das überhaupt nicht peinlich. Manchmal hat man auch einfach nicht so gute Tage – und das war eben so einer.

T-Online.de: Gab es in der neuen Staffel denn etwas, was besonders lustig war, gab es Pannen?

Steffen Henssler: Ja, da werden noch einige Sachen kommen. Das ist die beste Staffel – naja, es ist ja auch erst die zweite. Aber sie ist wesentlich unterhaltsamer als die Erste. Es werden viele Dinge passieren, die es so noch nicht gab: Vom Blindkochen bis dahin, dass auch mir viele Sachen in die Grütze gegangen sind. Also bei der Staffel jagt wirklich ein Highlight das nächste. Es wird sehr spannend!

T-Online.de: Gab es denn eine besondere Panne?

Steffen Henssler: Ja, ich kann noch nicht zu viel verraten, aber ich kann sagen, dass es bei einem Dessert eigentlich Käsekuchen geben sollte und stattdessen gab es dann eher eine Käsesuppe. Aber das soll sich jeder selbst anschauen.

T-Online.de: Wie war die Zusammenarbeit mit der neuen Moderatorin Ruth Moschner? Stimmt die Chemie zwischen ihnen?

Steffen Henssler: Absolut, absolut. Wir verstehen uns sehr gut, haben viel Spaß gehabt und das wird in den kommenden Sendungen noch lustiger. Sie hat einen tollen Job gemacht, das war ja auch für sie neues Terrain.

T-Online.de: Sie sind aber nicht nur bei "Grill den Henssler" zu sehen, sondern seit diesem Jahr auch bei RTL als der neue "Restauranttester": Welche Show macht Ihnen mehr Spaß?

Steffen Henssler: Das ist schwer zu sagen. "Der Restauranttester" ist schon etwas sehr Spezielles. Bei "Grill den Henssler" stelle ich mich hin und koche und es ist lustig. Die Herausforderung bei "Der Restauranttester" ist doch eine größere. Weil man mit Menschen direkt zu tun hat, die emotional angeschlagen sind. Ich will nicht sagen, "Der Restauranttester" macht mir mehr Spaß, aber die Sendung fordert mich natürlich wesentlich mehr.

T-Online.de: Hatten Sie nicht Bedenken, die Show von Christian Rach, der ihr seinen eigenen Stempel aufgedrückt hatte, zu übernehmen?

Steffen Henssler: Nein, überhaupt nicht. Natürlich ist das eine große Herausforderung, das ist klar. Aber ich glaube, ich habe in den bisherigen zwei Folgen gezeigt, dass ich ein anderer Typ bin als er. Er hat die Sendung natürlich geprägt, er hat das auch super gemacht, aber ich habe gar nicht erst versucht, ihn zu kopieren. Denn ich bin, wie ich bin. Ich habe zwei Restaurants, ich habe 70 Mitarbeiter und ich nehme mir mal raus zu sagen, dass ich ein Restaurant gut führen kann. Deshalb hatte ich da auch keine Bedenken. Natürlich besteht immer die Gefahr, wenn du eine Sendung übernimmst, besonders von jemandem, der so präsent war wie Christian Rach, dass das daneben geht, aber das spornt mich dann eher noch an. Ich finde Herausforderungen ganz spannend. 

T-Online.de: Sie gehen jetzt bald auch mit einem neuen Programm auf Tour durch 26 deutsche Städte: Worum geht es in dem Programm? Wie muss man sich das vorstellen?

Steffen Henssler: Richtig, das Programm heißt "Hamburg, New York, Tokio – meine kulinarische Weltreise" und geht am 9. April in Rheine los. Das ist ein Live-Programm, bei dem ich auf der Bühne stehe und die besten Sachen nachkoche, die ich in den letzten zwei Jahren auf meinen Reisen durch Peking, Tokio und Los Angeles gegessen habe. Dazu erzähle ich lustige Anekdoten von meinen Reisen. Ich zeige verschiedene kleine Einspielfilme, wir arbeiten mit Musik, und ich werde ein Gedicht vortragen: Das alles zusammen verspricht einen sehr launigen Abend, der etwa zweieinhalb Stunden geht.

T-Online.de: Zwei TV-Shows, eine Live-Tour und noch zwei Restaurants in Hamburg? Schlafen Sie überhaupt noch?

Steffen Henssler: Ja, und zwar sehr gut sogar (lacht).

T-Online.de: Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten? In ihrer Freizeit?

Steffen Henssler: Ich habe ja eine Familie, die sind auch mit mir unterwegs. Aber ich arbeite sehr gerne, mir macht das ja alles Spaß. Mir macht "Grill den Henssler" Spaß, wenn ich auf Tour gehe im Tourbus, das bockt ja alles. Ich bin ein Typ, der gerne macht und nicht gerne rumsitzt. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport. Aber meine Familie steht an erster Stelle, mit ihr mache ich sehr viel. Deswegen: Ich habe genau das Leben, was ich gerne hab' und gerne hätte.

T-Online.de: Im Interview mit der "Frankfurter Rundschau" haben Sie gesagt: "Ich mache gerne verrückte Sachen". Was war das Verrückteste, was Sie je gemacht haben?

Steffen Henssler: Was heißt verrückt? Ich habe keine Angst vor Dingen. Bungee-Jumping, Fallschirmspringen – aber das haben mittlerweile ja schon einige gemacht. Das Verrückteste war wahrscheinlich, "Der Restauranttester" zu übernehmen (lacht). Und es wird demnächst auf RTL noch eine neue Sendung geben, die zwar nicht verrückt, aber sehr extrem war, weil ich mit Gefängnisinsassen gekocht habe. Viel mehr kann ich dazu noch nicht sagen, aber das wird dieses Jahr auch noch kommen.

T-Online.de: Hand aufs Herz: Haben Sie auch schon mal etwas gekocht, was überhaupt nicht geschmeckt hat?

Steffen Henssler: Ja klar, in 26 Jahren als Koch bleibt das nicht aus, logisch. In der ersten "Grill den Henssler"-Ausgabe zum Beispiel, konnte man ja sehen, hat es nicht so gut geschmeckt.

T-Online.de: Essen Sie privat auch mal Fertiggerichte oder Fastfood? Das kann man sich ja bei einem Koch nie so richtig vorstellen.

Steffen Henssler: Klar hole ich mir hier und da schon mal einen Burger, aber Fertiggerichte? Da kann ich mich nicht dran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Fertiggericht gegessen habe.

T-Online.de: Das Wetter ist aktuell richtig gut, und damit hat auch die Grillsaison begonnen: Haben Sie drei allgemeine Grill-Tipps für unsere User parat?

Steffen Henssler: Zum Ersten würde ich sagen: Teriyaki-Soße, das ist eine süßliche Soja-Soße, und wenn man damit das Fleisch mariniert oder kurz vorher damit einstreicht, dann ist das eine Sensation. Zum Zweiten: Fisch mit verschiedenen Gemüsen immer in Folie packen und nicht direkt auf den Grill legen. Beispielsweise ein Lachsfilet mit Zitrone, dünnen Kartoffelscheiben und Zucchini. Und als Drittes: Diese Pfeffermischungen, die man vorher auf das Fleisch gibt und über Nacht einwirken lässt und dann auf den Grill legt, damit das Ganze schön anröstet. 

T-Online.de: Herr Henssler, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die Zukunft.

Das Interview führte Julia Klewer.

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