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"Tatort" heute: Bremer Cops mischen Windkraft-Branche auf

Krimi über Windkraft-Branche  

Bremer "Tatort" ist nur ein laues Lüftchen

14.06.2015, 15:04 Uhr | t-online.de

"Tatort" heute: Bremer Cops mischen Windkraft-Branche auf. Sabine Postel und Oliver Mommsen als Bremer Ermittler im Öko-"Tatort". (Quelle: ARD)

Sabine Postel und Oliver Mommsen als Bremer Ermittler im Öko-"Tatort". (Quelle: ARD)

Der neue "Tatort" aus Bremen (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) dreht sich um Machtkämpfe und Goldgräberstimmung in der lukrativen Windkraftindustrie. Dabei geraten die Kommissare Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) in die Schusslinie von Unternehmern und Umweltschützern. Wegen der etwas zu langatmigen Ermittlungen gestaltet sich der ansonsten recht interessante Fall "Wer Wind erntet, sät Sturm" aber leider etwas zäh.

Als ein Umweltaktivist tot aufgefunden wird und in derselben Nacht dessen Freund Hendrik Paulsen (Helmut Zierl) verschwindet, ermitteln die Kommissare auf Windanlagen, in Montagehallen und den Büros von Naturschutzorganisationen. Hat der Windpark-Betreiber Lars Overbeck (Thomas Heinze) etwas damit zu tun? Und welche Rolle spielt die schöne Naturschützerin Katrin (Annika Blendl)? Überzeugend an dem Fall ist vor allem, dass die Grenzen zwischen schuldig und unschuldig dabei fließend sind.

Politisch inspirierter Krimi

Allerdings wirkt der Film zumindest am Anfang wie Nachhilfeunterricht: Paulsens Videobotschaften über die Gefahren von Windparks für Zugvögel und Wale werden benutzt, um den Zuschauern die Probleme der vermeintlich umweltverträglichen Energiegewinnung vor Augen zu führen.

"Es muss diesmal viel Wissen vermittelt werden", räumt Drehbuchautor Wilfried Huismann in einem Interview ein. Der für seine kritischen TV-Dokumentationen ausgezeichnete Journalist legt - zusammen mit zwei weiteren Autoren - den Finger in die Wunde. Er wolle zeigen, dass Offshore-Unternehmer Geld an Naturschutzorganisationen zahlen, um hoch attraktive Öko-Siegel zu erhalten. "Das ist moderner grüner Ablasshandel." Allein in der Nordsee seien 100 weitere Windparks geplant, für Zugvögel blieben irgendwann nur noch enge Flugschneisen.

"Wir haben uns mit einer Branche angelegt, die keine Lust auf uns hatte", ergänzt Regisseur Florian Baxmeyer bei der Premiere des Krimis in einem Bremer Kino. Viele Szenen hätte er woanders drehen müssen als geplant. Obwohl das TV-Team letztendlich auf einer Windkraftanlage an Land blieb, haben die Zuschauer durch Drohnenflüge über dem Meer und Animationen den Eindruck, offshore zu sein.

Kommissare beißen sich die Zähne aus

Doch so ansprechend das Thema dieses Krimis ist, so schwerfällig gestalten sich die Ermittlungen der Kommissare. Denn unter der mangelnden Kooperationsbereitschaft der Verdächtigen und den sich daraus ergebenden Längen haben nicht nur die Bremer Cops, sondern auch die Zuschauer zu leiden.

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