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"Polizeiruf 110: Kreise": Kommissar Meuffels und das Herzgebreche

Liebe und Sehnsucht  

"Polizeiruf 110: Kreise": Neue Kollegin verdreht Kommissar von Meuffels den Kopf

22.06.2015, 13:12 Uhr | Nina Bogert-Duin

"Polizeiruf 110: Kreise": Kommissar Meuffels und das Herzgebreche . "Polizeiruf 110: Kreise": Kommissar von Meuffels (Matthias Brandt) und seine neue Kollegin Constanze Hermann (Barbara Auer) ermitteln im Münchener Rotlichtmilieu. (Quelle: BR/ Cristian Schulz)

"Polizeiruf 110: Kreise": Kommissar von Meuffels (Matthias Brandt) und seine neue Kollegin Constanze Hermann (Barbara Auer) ermitteln im Münchener Rotlichtmilieu. (Quelle: BR/ Cristian Schulz)

Er ist ein einsamer Hund, dieser Kommissar. Analytisch und perfekt durchorganisiert marschiert Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) von der Münchener Kripo solo durch Dienst- und Privatleben. Dabei ist er einem Flirt zwar nie abgeneigt, die harte Arbeit erledigt er jedoch lieber allein. Im aktuellen Fall des "Polizeiruf 110: Kreise" wird dem Kommissar plötzlich eine Dame an die Seite gestellt. Eine Kommissarin, die wie er aus dem Norden stammt und in München neu anfangen will. Constanze Hermann (Barbara Auer) ist in Meuffels Alter und trägt einen ganzen Rucksack an schlechten Lebenserfahrungen mit sich herum. Trotzdem wirkt sie routiniert und sehr geerdet. Und siehe da: Hanns von Meuffels werden die Knie weich.

Nun ist es ja nicht so, dass Herr von Meuffels noch nie mit einer Partnerin gearbeitet hat. In den ersten Episoden des Münchener "Polizeirufs 110" ging er gemeinsam mit der jungen Anna Burnhauser (Anna Maria Sturm) auf Verbrecherjagd. Die Schauspielerin Sturm stieg aufgrund der angeblichen Eindimensionalität ihrer Figur jedoch nach fünf Folgen aus, seither ist Meuffels der einsame Ermittler. Und nun kommt Constanze Hermann. Gutaussehend, einfühlsam, taff und doch verletzlich.

Neue Kollegin mit kleinen Schwächen

In ihrem ersten Fall müssen sich die Beamten mit dem Mord an einer unbeliebten Möbelfabrikantin befassen. Und Constanze Hermann unterstützt von Meuffels nach Kräften. Gleich zu Beginn erklärt sie ganz offen, dass sie trockene Alkoholikerin ist und einen Entzug in einer Klinik hinter sich hat. Sie hat nach dem Verlust ihres Führerscheins den sogenannten "Idiotentest" nicht bestanden und lässt sich von Meuffels zu Tatorten und Zeugenbefragungen kutschieren. Über ihr Privatleben schweigt sie sich aus. Sie lebt in einem Hotel an der Autobahn und raucht Kette.

Meuffels wird zum Gentleman

Hermann verbirgt nicht, dass sie Meuffels Art, Verhöre zu führen, bewundert. Seine ruhige Art, den Dienst zu verrichten, gefällt ihr. Und so bekommen die sachlichen Geschäftsgespräche der beiden mit der Zeit einen leichten Flirt-Anstrich. Und auch wenn der Kommissar zunächst sehr zurückhaltend bleibt, so ist sein Interesse an der brünetten Lady offenkundig geweckt. Er verhält sich wie ein beflissener Gentleman, holt ihr stets Kaffee und Mantel, will sie zum Essen ausführen und nimmt den drauf folgenden Korb nonchalant zur Kenntnis. Eine weitere Einladung gelingt ihm dann. Will sie in den Räumen des Präsidiums rauchen, klemmt er kühn einen aufblasbaren Wegwerfhandschuh über den Rauchmelder.

Brandt und Auer geben das Polizistenpaar mit unnachahmlicher Leichtigkeit

Matthias Brandt und Barbara Auer spielen das Polizistenpaar mit Leichtigkeit und feiner Ironie. Völlig mühelos reichen sie sich die Stichworte an und lassen ihre Figuren immer vertrauter werden im täglichen Miteinander. Es ist ein Vergnügen, diese Schauspieler bei ihrem abwartenden Tanz miteinander zu beobachten.

Regisseur Petzold gibt der Annährung seiner Figuren viel Raum

Regisseur Christian Petzold, der bereits mit Filmen wie "Die innere Sicherheit" oder "Yella" für Furore sorgte, gibt dem Paar in diesem leise inszenierten Polizeiruf viel Raum. Er setzt den Prozess der Verbrechensaufklärung parallel zum Prozess der Annährung der Ermittler. Auf beiden Seiten werden im wahrsten Sinne des Wortes die Kreise immer enger, bis zum Schluss hier wie da überraschende Lösungen auftreten. Welche das sind, erfahren Sie am Sonntagabend. Unbedingt einschalten.

"Polizeiruf 110: Kreise", 28. Juni 2015, 20.15 Uhr, ARD

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