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"Polizeiruf 110: Wendemanöver (1)": Crossover macht Lust auf Teil zwei

"Polizeiruf 110: Wendemanöver" Teil eins  

Verzwickter Wirtschaftskrimi bringt Kommissare in Wallung

28.09.2015, 13:26 Uhr | Lars Schmidt, t-online.de

"Polizeiruf 110: Wendemanöver (1)": Crossover macht Lust auf Teil zwei. Drexler (Sylvester Groth) bei der Magdeburger Leiche im ersten Teil des "Polizeirufs 110: Wendemanöver". (Quelle: NDR)

Drexler (Sylvester Groth) bei der Magdeburger Leiche im ersten Teil des "Polizeirufs 110: Wendemanöver". (Quelle: NDR)

Wenn jemand seinen Namen falsch ausspricht, das "W" am Ende lautlos bleibt, gerät "Polizeiruf 110"-Kommissar Bukow (Charly Hübner) in Rage. "Ich heiße Bukow! Wie Fuck off", schreit der beurlaubte Polizist der Polizeipsychologin entgegen und wird daraufhin ganz vom Dienst suspendiert. Kollege Pöschel (Andreas Guenther) "Mein Fall, ich Chef" leitet nun das Rostocker Team der Mordkommission und bekommt gleich einen ganz verzwickten Fall auf den Tisch.

Zwei Tote in einer Nacht - eine Frau in Magdeburg, ein Mann in Rostock - führen die Kriminalkommissare aus beiden Städten auf dieselbe Spur. Doch bis Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und Jochen Drexler (Sylvester Groth) aus der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt sowie Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Anton Pöschel (Andreas Guenther) aus der Ostseestadt zusammen ermitteln, braucht der "Polizeiruf" eine Weile.

Komplexe Geschichte

Erst einmal arbeitete sich der Film mit dem Titel "Wendemanöver" an den beiden Tatorten ab, sprang ständig zwischen den beiden Städten. Die komplexe Geschichte verlangte dem Zuschauer ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ab, wollte er den Faden zwischen den Taten und den vielen Charakteren nicht verlieren. Das Erklären von zwei Morden und zwei Tatorten verhinderte einen geradlinigen Erzählfluss. Dennoch war es spannend zu erfahren, wie das denn nun miteinander zusammenhängt.

Autor und Regisseur Eoin Moore entwickelte einen Plot, der nicht nur alle Zutaten für einen spannenden Wirtschaftsthriller mitbrachte, sondern auch die Gefühlswelt seiner Protagonisten auslotete. Ein klarer Vorteil eines Zweiteilers: Trotz einer größeren Zahl an Charakteren blieb jedem Einzelnen mehr Raum zur Entfaltung und neue Konstellationen sorgten für spannende Entwicklungen. Präzise und pointierte Dialoge machten den Fall kurzweilig.

Und die Hormone spielen verrückt

Die bisher oft kritisierten "Polizeirufe" aus Magdeburg profitierten dabei sichtlich von der Kooperation. Besonders die Rolle von Sylvester Groth, der nach diesen beiden Folgen das Team Magdeburg verlassen wird, nahm einen wichtigen Platz in der Handlung ein. Sein Coming out und der One-Night-Stand mit einem ehemaligen Kollegen, der in diesem Fall zu den Verdächtigen gehört, war sicher die größte Überraschung des Films.

Doch auch bei den anderen Rollen spielen die Hormone verrückt. Neu-Chef Pöschel baggert ungeniert seine Magdeburger Kollegin Brasch an. Die wiederum entdeckt ihre Muttergefühle für die Tochter des Magdeburger Mordopfers. LKA-Frau König verguckt sich in einen der Rostocker Zeugen. Und den suspendierten Bukow treibt das Testosteron zur illegalen Ermittlungsarbeit und zum Ende von Teils eins ganz tief in die Sch... Apropos Sch... - geflucht wird in beiden Teilen des "Polizeirufs" ohne Ende.

Vielleich hier und da etwas zu vertrackt, lieferte die Krimikooperation aus Rostock und Magdeburg doch spannende Sonntagabendunterhaltung und machte auf jeden Fall Lust auf Teil zwei. Dafür sorgte auch der doppelte Cliffhanger um Drexlers mysteriöse Affäre und Bukows folgenschweren Undercovereinsatz. Die Fortsetzung folgt am 4. Oktober.

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