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"Tatort" Hamburg wurde nach Anschlägen in Paris entschärft

Geiselnahme in der "Tagesschau"  

"Bild": NDR entschärfte offenbar den Schweiger-"Tatort"

04.01.2016, 14:47 Uhr

Eine Geiselnahme im "Tagesschau"-Studio, Sprecherin Judith Rakers in der Hand von Terroristen - so begann am Sonntagabend der "Tatort: Fegefeuer" mit Til Schweiger. Doch eigentlich hätten die "Tatort"-Macher sogar einen noch realitätsnaheren Plan für ihren Krimi gehabt, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Nach den Anschlägen in Paris im November 2015 waren die beiden "Tatort"-Folgen mit Til Schweiger als Nick Tschiller auf den Jahreswechsel verschoben worden. 

Nun ist auch klar, warum: Nicht nur, dass der "Tatort" mit der Geiselnahme in der "Tagesschau" dem Fall eine sehr reale Anmutung gab. Der NDR habe ursprünglich sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Geiselnahme direkt am Schluss der echten "Tagesschau" starten lassen wollen, schreibt "Bild".

Nahtloser Übergang von "Tagesschau" zu "Tatort"

Der Plan sei gewesen, Judith Rakers wie gewohnt die "Tagesschau" sprechen zu lassen. Am Ende der Nachrichtensendung hätten dann, nach einem kurzen Bildausfall, bewaffnete Geiselnehmer das Studio stürmen sollen. Einziger Hinweis, dass nun der "Tatort" läuft, wäre ein eingeblendetes Logo gewesen. Der übliche Vorspann des Krimis wäre weggefallen. 

"Wir möchten die Zuschauer nicht verunsichern"

Doch beim NDR habe man letztlich von dieser Version Abstand genommen. "Nach den Anschlägen und der Geiselnahme von Paris war die Idee nicht mehr vertretbar. Wir möchten die Zuschauer nicht verunsichern. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, den 'Tatort' wie gewohnt mit Vorspann zu zeigen", zitiert "Bild" eine NDR-Sprecherin. 

Zudem las am Sonntagabend Jan Hofer und nicht Judith Rakers die "Tagesschau". Die Szenen für den "Tatort" wurden darüber hinaus nicht im realen "Tagesschau"-Studio aufgenommen, wie Rakers im Interview mit der "Bild"-Zeitung erklärte. "Gedreht wurde im Talk-Show Studio auf dem NDR Gelände vor einer blauen Wand. Der Tagesschau-Look kam nachträglich per Computeranimation dazu."

"Ich fand das ziemlich mutig"

Die Idee der "Tatort"-Macher, mit der Geiselnahme in den Fall einzusteigen, habe sie überrascht, so Rakers. "Ich fand das ziemlich mutig." Sie habe es zudem richtig gefunden, den "Tatort" nach den Anschlägen in Paris zu verschieben. "Der 'Tatort' versucht ja immer wieder aktuelle Entwicklungen aufzunehmen und authentisch zu sein, aber hier waren wohl alle überrascht, welch schreckliche Authentizität die Geiselnahme im 'Tatort' durch die Anschläge in Paris plötzlich bekam," sagte die Nachrichtensprecherin.

"Das Drehbuch für diesen 'Tatort' entstand ja schon vor alledem. Meine Szenen zum Beispiel wurden schon im September 2014 gedreht - vier Monate vor dem Anschlag auf Charlie Hebdo und mehr als ein Jahr vor den erneuten Anschlägen in Paris.“

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