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DGB Nord will mehr Arbeitswelt im deutschen TV-Programm

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Kritik an Krimi-Inflation  

DGB Nord will mehr Arbeitswelt im TV sehen

22.03.2016, 07:14 Uhr | dpa

DGB Nord will mehr Arbeitswelt im deutschen TV-Programm. Arbeitswelt im Fernsehen: DGB-Bezirksvorsitzender sieht "Ritas Welt" als positives Beispiel. (Quelle: dpa)

Arbeitswelt im Fernsehen: DGB-Bezirksvorsitzender sieht "Ritas Welt" als positives Beispiel. (Quelle: dpa)

Krimis, Thriller, Action-Filme: Das TV-Programm ist dem Deutschen Gewerkschaftsbund Nord offensichtlich ein Dorn im Auge. Denn dessen Bezirksvorsitzender Uwe Polkaehn machte jetzt einen Gegenvorschlag: Die Sender sollten doch mehr Arbeitswelt im Fernsehen zeigen.

"Selbst das Osterprogramm kommt nicht ohne Gewalt-Quote aus. Die Inflation an Thrillern, Krimi-Serien und Formaten, die in der Pathologie spielen, muss auch irgendwann mal zu Reaktionen führen, bei den Zuschauern und bei den Programm-Machern", sagte der Gewerkschafter.

"Menschen erleben viel im Betrieb"

"Die Menschen verbringen täglich viele Stunden im Betrieb, und da erleben sie auch viel - von Teamgeist über Unternehmerwillkür, von Lohnkämpfen bis zum Flirt", sagte Polkaehn. "Warum bekommen also nicht mehr Serien eine Chance, die in einer Fabrik, in einem Büro, in der Werbeagentur oder Vorstandsetage, im Supermarkt oder in der Feierabendkneipe spielen?"

UMFRAGE
Statt Krimis mehr Arbeitswelt im TV zeigen - was halten Sie von dem Vorschlag?

ARD dankte für Anregungen

Er warte noch auf den Nachfolger von "Acht Stunden sind kein Tag" von Rainer Werner Fassbinder Anfang der 70er Jahre um die beruflichen und privaten Probleme von Werkzeugmachern. "Und auch Gaby Köster als Supermarktkassiererin Rita Kruse (RTL) hat Anfang der 2000-Jahre gezeigt, dass man erfolgreiche satirische Formate durchaus in der Arbeitswelt ansiedeln kann", so der DGB-Bezirksvorsitzende weiter.

Auf ein Schreiben an die ARD-Intendantin Prof. Karola Wille habe ihm diese für die Anregungen und Hinweise gedankt. Er sei gespannt auf die Fortsetzung dieses Dialogs mit den Programmgestaltern.

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