Sie sind hier: Home > Unterhaltung > TV >

Dunja Hayali: "Mir tun Politiker manchmal leid"

Dunja Hayali  

"Mir tun Politiker manchmal leid"

22.07.2016, 10:11 Uhr | dpa , t-online.de

Dunja Hayali: "Mir tun Politiker manchmal leid". Dunja Hayali präsentiert ab dem 28. Juli wieder den "Donnerstalk". (Quelle: ZDF/Svea Pietschmann)

Dunja Hayali präsentiert ab dem 28. Juli wieder den "Donnerstalk". (Quelle: ZDF/Svea Pietschmann)

"Herz. Haltung. Hayali": So bewirbt das ZDF die Sendung "Donnerstalk" von Dunja Hayali. In der Tat sorgt die Journalistin mit ihren offenen Worten - etwa gegen Internet-Hetze und Rassismus - immer wieder für Aufsehen. Nun erklärte sie in einem Interview, dass sie Mitleid mit Politikern hat.

Hayali sagte der dpa, sie könne sich trotz ihres Interesses an politischen Themen nicht vorstellen, in die Politik zu gehen. "Nein, um Gottes Willen." Dazu stelle sie viel zu gerne Fragen. "Ehrlich gesagt tun mir Politiker manchmal auch leid: Auf viele Fragen gibt es nun mal keine einfachen Antworten, aber jeder erwartet sie. Und all das, was gut läuft, läuft so unter ferner liefen mit", so die 42-Jährige, die ab dem 28. Juli (22.15 Uhr) mit dem "Donnerstalk" wieder die Sommervertretung von Maybrit Illner übernimmt.

"Wir können nicht die ganze Welt retten"

Hayali steht zu ihrem Einsatz für Flüchtlinge und gegen Fremdenhass - auch wenn sie im Internet dafür angefeindet wird. "Ein Grundsatz bleibt doch: kein Platz für Rassismus. Die, die bei uns Schutz vor Bomben und Krieg suchen, müssen diesen auch bekommen." Man müsse den Flüchtlingen die Hand reichen.

"Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass 'die Neulinge' diese Hand annehmen müssen - und zwar mit allem, was dazugehört, ohne ihre eigene Kultur deshalb aufzugeben. Und was gehört dazu? Zu allererst unser Grundgesetz", so die Moderatorin. Hayali betonte aber auch: "Deutschland allein wird diese Probleme nicht lösen können. Wir können nicht die ganze Welt retten."

Hass im Netz geht nicht spurlos an ihr vorüber

Ihren Umgang mit den vielen Hasskommentaren im Netz beschrieb die Journalistin folgendermaßen: "Kopf - Tischkante. Kopf - Tischkante. Und man muss viel atmen." Sie lese fast alle Kommentare, die bei ihr über Social Media eingehen. Nicht immer gingen diese spurlos an ihr vorüber: "Es gibt sicherlich Tage und Bedrohungen, Beleidigungen oder Beschimpfungen, die mir nähergehen, vor allem, wenn sie meine Familie betreffen." Doch der "zu 90 Prozent respektvolle, lehrreiche und interessante Umgang und Austausch" baue sie auch wieder auf. 

Wie man mit den Internet-Hetzern umgeht, ist für Hayali ein schwieriges Thema. "Ich frage mich immer: Wie kann man mit denen kommunizieren, sind sie noch erreichbar? Was treibt sie um und was wollen sie denn eigentlich?" Das herauszufinden und abzubilden, sei ihr Job als Journalistin. "Lösungen zu finden, das ist der Job von Gesellschaft und Politik. Das vergessen manche Schreiber gerne und haben Erwartungen an mich, die ich nicht erfüllen kann."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal