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Vermummte Berlinerin bei DSDS: Verwirrung bei der Jury

MEINUNG"Was ist Entertainment? Geil auszusehen?"  

Vermummte Berlinerin führt DSDS ad absurdum

Von Verena Maria Dittrich

24.02.2019, 11:50 Uhr
 (Quelle: RTL)
DSDS: Vermummter Auftritt von Sabrina Glaser

Sabrina Glaser trat beim DSDS-Casting seltsam vermummt auf, lieferte aber einen starken Auftritt ab. Die Jury blieb dennoch skeptisch. (Quelle: RTL)

DSDS: Kandidatin Sabrina lieferte einen optisch schrägen Auftritt hin, konnte aber mit ihrer Stimme überzeugen. (Quelle: RTL)


Steckt Böhmermann hinter der Vermummten? Wie oft werden Frauen noch gefragt, ob sie twerken können? Und sind auch Sie ein Schnuckelhase? Alles zum letzten DSDS-Casting.

Das ist dann vielleicht doch ein bisschen zu verwirrend, was die Kandidatin Sabrina Glaser der DSDS-Jury beim letzten Casting zumutet. An einen Muggel erinnernd, der, wie ein Twitter-User kommentiert, aussieht, als würde er sich "dem Todesstern anschließen wollen", zieht die 27 Jahre alte Berlinerin eine ziemlich "komische Show ab". Maximale Verwirrung. Was soll das? Wieso verkleidet die sich so? Bohlen glaubt, "die Meisten denken, du hast nicht alle Latten am Zaun". Damit dürfte er zwar durchaus recht haben, aber es wäre zu leicht, die Vermummte, als Ballaballa-Patientin abzuwatschen, denn Glaser stellt, fast unbemerkt, genau die richtigen Fragen: "Was ist Entertainment? Geil auszusehen?"

Jawohl, bei DSDS wird das Gesamtpaket gesucht, massenkompatibel sollte man sein, ein paar kleine Ecken und Kanten sind durchaus erwünscht, aber bitte nicht zu eckig und kantig, denn wer "geil aussieht", hat bessere Chancen. Dabei singt Glaser, die komische Nudel mit dem Kreuz auf der Stirn, den Song: "Amsterdam" von Cora tatsächlich weder schief noch schlecht, sondern fast genauso gut wie die Original-Interpretin.

Aber weil die ganze Nummer anmutet, als stecke Jan Böhmermann persönlich dahinter, bleibt die Jury skeptisch. Dabei führt dieser Auftritt auf herrlich bekloppte Weise das gesamte Castingshow-Konzept ad absurdum.

"Schnuckelhase, haste 'nen Freund?"

Die immer gleichen Sprüche: "Schnuckelhase, wo kommste ursprünglich her? Schnuckelhase, kannst du tanzen? Schnuckelhase, haste 'nen Freund?" Ja, sie sind lustig gemeint und kaum einer weiß hierzulande so viel über Musik und Melodien wie Dieter Bohlen – der Mann ist eine Legende. Man würde wohl nicht zu weit gehen zu behaupten, der Musiker aus Tötensen ist Nationalgut. Er hat unendlich viel in der Musik erreicht und noch immer gibt es so viele, die seine Erfolge kleinreden.

Bohlen ist auf dem Boden geblieben, seine oft kumpelhafte Art macht ihn liebenswürdig. Und trotzdem gehört auch er zu jenen "alten, weißen Männern", die nicht merken, wenn ihre Sprüche einen Tick drüber sind. Eine junge Frau, die vorsingen möchte, zu fragen, ob sie twerken kann: Die Frage war schon unangebracht, als der französische DJ Martin Solveig sie der norwegischen Fußball-Nationalspielerin Ada Hegerberg stellte.

Man überrumpelt Frauen nicht mit sexuell provokativen Powackel-Fragen! Genauso wie niemand auf die Idee kommen würde, Dieter zu fragen, ob er twerken kann. Oder was der "Schnuckelhase" sonst noch so "geil" findet. Okay, schon gut, alles nur flapsig und mit einem lächelnden Auge gemeint, aber dennoch: Es hat ein unangenehmes Geschmäckle. Reaktionen wie: "Frauen, die sich an einem solchen Spruch stören, seien bestimmt untervögelt!" zeigen, dass noch jede Menge Aufklärungsbedarf besteht.

"So krass, da stimmte einfach alles"

Ansonsten war das letzte DSDS-Casting noch einmal ein Aufgebot an schrägen Vögeln und Menschlein, die vielleicht lieber nochmal die Schulbank drücken als singen sollten. Junge Männer, die wirken, als hätten sie "was eingeworfen" rücken auch schon mal mit einer von Testosteron nur so strotzenden Entourage zur Unterstützung an. So mancher klingt, wenn er den Mund aufmacht: "wie beim Pupsen. Wenn man zu doll drückt, kommt Kacke raus."
 

   
Zu den Highlights des letzten Castings gehören der Altenpfleger Jean-Pierre Jeffré, der seine "Mutter mehr liebt als die Freundin", die introvertierte Düsseldorferin Natia Kashia, deren "tolle Stimme" einen hohen Wiedererkennungswert hat und der Musiker Taylor Luc Jacobs. Der 23 Jahre alte Kieler mit eigenem Tonstudio, der sich alles von der Pike auf selbst beigebracht hat, singt am Piano "Und wär's mein Leben" von Bernd Kaczmarek. "So richtig gut fand ich's nicht, ich fand es so gut, dass du von mir die Goldene CD kriegst", lobt Bohlen, die Spürnase für Talente und ergänzt: "So krass, da stimmte einfach alles."

Kommenden Samstag, den 2. März, startet der erste Recall.

Verwendete Quellen:
  • DSDS-Sendung vom 16. Februar 2019

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