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Arktisches Meereis stark abgeschmolzen

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Arktisches Meereis stark abgeschmolzen

16.10.2013, 13:46 Uhr | dpa

. Arktis, Meereis, Klimawandel (Quelle: dpa)

Eisberge im Fjord von Ilulissat auf Grönland (Quelle: dpa)

In jedem Sommerhalbjahr schmilzt das arktische Meereis stark zusammen. Diesmal ist die Eisfläche deutlich größer geblieben als beim Rekordtief von 2012. Das ist nach Überzeugung von Forschern aber kein Grund zu Entwarnung: Der Trend sei ungebrochen.

Das arktische Meereis ist in diesem Sommer stark zurückgegangen, dabei aber deutlich über dem Extremwert von 2012 geblieben. Mitte September sei der Tiefststand mit einer Fläche von rund 5,1 Millionen Quadratkilometern erreicht worden, teilten das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und die Universität Hamburg mit. Im vergangenen September war mit nur noch 3,4 Millionen Quadratkilometern ein Rekordtief der Vereisung rund um den Nordpol erreicht worden.

Im Winter dreimal so viel Eis

Im Winter nimmt das Eis auf dem Meer rund um den Nordpol eine Fläche von 14 bis 16 Millionen Quadratkilometern ein, das entspricht etwa der doppelten Fläche Australiens, sagte der Meereisphysiker Lars Kaleschke vom KlimaCampus der Uni Hamburg.

Der aktuelle Wert bedeute aber keine Trendwende. Nach Jahren mit sehr geringer Eisbedeckung setze stets eine Phase der Erholung ein, sagte Kaleschke. "Es gibt Rückkoppelungseffekte." Der langfristige Trend zur Abnahme der Meereisbedeckung in der Arktis sei ungebrochen.

Offenes Wasser am Pol - so nah wie nie

In diesem Sommer wich die Grenze des kompakten Packeises nach Beobachtung der Wissenschaftler nördlich von Russland teilweise bis hinter den 88. Breitengrad zurück. Das sei seit dem Beginn der Satellitenmessungen bisher nie zu beobachten gewesen. Nur rund 220 Kilometer vom Nordpol entfernt habe sich offenes Wasser gezeigt. Die arktische Eisdecke habe sich grundlegend gewandelt. "Dort wo einst dickes mehrjähriges Packeis vorherrschte, findet sich nun vorwiegend saisonales Eis", teilte Kaleschke mit.

Für das unterschiedlich starke sommerliche Abschmelzen ist nach Angaben der Wissenschaftler ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren verantwortlich. Unter anderem seien es die Eisbedingungen im Frühjahr, der Verlauf der Schmelzsaison sowie die atmosphärischen Bedingungen im Sommer. Großen Einfluss habe auch die vorherrschende Windrichtung.

Forscher gehen von großen Schwankungen aus

Kaleschke und sein Kollege vom AWI, Marcel Nicolaus, rechnen auch in den nächsten Jahren mit großen Schwankungen der sommerlichen Meereisbedeckung.

Quelle: dpa

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