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Eisschmelze setzt zu früh ein: In Grönland ist es 2 Grad wärmer geworden

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Bedenklich frühe Eisschmelze

In Grönland ist es 2,3 Grad wärmer geworden

14.09.2016, 07:50 Uhr | AFP

Eisschmelze setzt zu früh ein: In Grönland ist es 2 Grad wärmer geworden. Grönland, als das grüne Land, wird durch die Eisschmelze seinem Namen an immer mehr Stellen gerecht. (Quelle: dpa)

Grönland, als das grüne Land, wird durch die Eisschmelze seinem Namen an immer mehr Stellen gerecht. (Quelle: dpa)

Die Durchschnittstemperaturen in Grönland haben in diesem Sommer nach einem außerordentlich frühen Einsetzen der Eisschmelze neue Rekordwerte erreicht.

Wie das Meteorologische Institut in Dänemark (DMI) jetzt mitgeteilt hat, lag die Durchschnittstemperatur in Tasiilaq an der Südostküste bei 8,2 Grad Celsius. Dieser Wert ist der höchste seit dem Beginn der Messungen 1895 und liegt 2,3 Grad Celsius über dem Schnitt der Jahre 1981 bis 2010.

"Diese Werte liefern uns neue und belastbare Beweise dafür, dass der Temperaturanstieg in der Arktis weitergeht", sagte der DMI-Klimaforscher John Cappelen. Sein Institut hatte schon im Frühjahr auf außerordentlich hohe Temperaturen in Grönland hingewiesen und dabei angemerkt, die Änderungen seien so erheblich, dass "wir überprüfen mussten, ob unsere Modelle noch stimmen".

Der Grönländische Eisschild* verlor zwischen 2003 und 2010 doppelt soviel Masse wie im ganzen 20. Jahrhundert. Wegen seiner riesigen Ausmaße gehört der Grönländische Eisschild zu den Hauptfaktoren, die für den Anstieg der Meeresspiegel um 25 Millimeter zwischen 1990 und 2010 verantwortlich sind, wie eine im Dezember im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichte Studie zeigte.

Der Name Grönland ("Grünland") war übrigens ein Trick des Wikingers Erik dem Roten (etwa 950 bis 1003), der so Siedler auf die Insel locken wollte. Allerdings war das Klima zu Zeiten der Wikinger etwas milder.


* Der Grönländische Eisschild ist die Eiskappe, die mit einer Ausdehnung von inzwischen nur noch gut 1,7 Millionen Quadratkilometern mehr als 80 Prozent der Fläche Grönlands bedeckt. Er ist die weltweit zweitgrößte permanent vereiste Fläche nach dem Antarktischen Eisschild.

Quelle: AFP

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