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Klimawandel verschiebt Nordpol nach Osten

11.01.2014, 14:39 Uhr | t-online.de

Klimawandel verschiebt Nordpol nach Osten. US-Forscher haben herausgefunden, dass der Nordpol seit 2005 nach Osten driftet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

US-Forscher haben herausgefunden, dass der Nordpol seit 2005 nach Osten driftet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine verblüffende Beobachtung haben Forscher der texanischen Universität in Austin gemacht: Seit 2005 wandert der Nordpol ostwärts Richtung Grönland. Zuvor hat er sich auf dem 70. westlichen Längengrad jährlich etwa zehn Zentimeter südwärts bewegt, auf den Norden Labradors in Kanada zu. Die Ursache für die Richtungsänderung ist der Klimawandel.

Bis heute verschob sich der geografische Pol um 1,2 Meter nach Osten, stellten Jianli Chen und sein Team fest. Die Polbewegung wird seit dem Jahr 1899 systematisch beobachtet.

Dass der Nordpol wandert, ist keine neue Erkenntnis: Zum einen gibt es eine saisonbedingte Bewegung, abhängig von der globalen Verteilung von Schnee und Regen. Zum anderen ist die Kontinentaldrift mitverantwortlich.

Um herauszufinden, weshalb der Nordpol seine Richtung geändert hat, haben die Forscher um Chen den Satelliten Grace zu Hilfe genommen. Dieser misst Veränderungen in der Schwerkraft der Erde. Davon kann die Verteilung von Eis und Wasser abgeleitet werden.

Mit den Grace-Daten haben die Wissenschaftler berechnet, dass das Abschmelzen der Eisberge und der ansteigende Meeresspiegel die Gewichtsverteilung auf unserem Planeten zusätzlich verändert. 90 Prozent der Richtungsänderung gen Osten könnten auf diese Weise erklärt werden.

Das Grönland-Eis verliert laut Chen jährlich 250 Gigatonnen und ist damit der Hauptgrund für den Richtungswechsel. Ein weiterer großer Faktor ist mit 194 Gigatonnen das Abschmelzen der Gletscher. Eine Gigatonne sind eine Milliarde Tonnen.

Der Grace-Satellit hat demnächst ausgedient, einen neuen Mess-Satelliten schickt die NASA voraussichtlich erst 2020 ins All. Um die zu erwartende Datenlücke zu schließen, halten die Forscher die Messung der Polbewegung für nützlich. Schließlich haben sie bewiesen, dass der Rückgang des Eises mit der Polbewegung zusammenhängt.

Quelle: t-online.de

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