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Amtliche Sturmflut-Warnung

Tief "Axel" fegt über Norddeutschland hinweg

04.01.2017, 12:42 Uhr | uwe , dpa

Aktuelle Wettermeldungen im Wetter-Studio (Foto: Meteomedia) (Quelle: autor)
Wetter-Studio

Ob Sonne oder Regen - täglich wissen, wie das Wetter wird.

Ob Sonne oder Regen - täglich wissen, wie das Wetter wird. (Quelle: wetter.info)


Wer heute frei hat, sollte besser keinen Spaziergang planen: Nordmeertief "Axel" fegt aktuell mit Sturmstärke über den Nordosten Deutschlands. "Die Böen können teilweise Orkanstärke erreichen, das ist Windstärke 11", warnt Jörg Riemann von MeteoGroup.

Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde können Äste abbrechen, Radfahrer vom Bike geholt und sogar Autos durch Böen versetzt werden. "Wer nicht unbedingt raus muss, sollte zu Hause bleiben", sagt der Meteorologe im Gespräch mit wetter.info.

Zumal für verschiedene Gebiete in Deutschland auch Warnungen vor Straßenglätte und Starkschneefall gelten. Es empfiehlt sich ein Blick auf die immer aktuelle Warnkarte der Unwetterzentrale.

Mehrere Bahnstrecken gesperrt 

In Hamburg musste die Feuerwehr bis zum Morgen 20 Mal ausrücken - wegen vollgelaufener Keller, überspülter Straßen und umgestürzter Bäume. Auch der Fischmarkt stand unter Wasser. Auf den Zugstrecken Kiel-Hamburg und Schwerin-Hamburg verursachten umgestürzte Bäume im morgendlichen Berufsverkehr Verspätungen. 

In Niedersachsen musste die Bahnstrecke von Bremen nach Hannover zwischen Eystrup und Nienburg gesperrt werden, in Mecklenburg-Vorpommern die Strecke zwischen Hamburg und Schwerin bei Holthusen. In Nordbayern kollidierte ein Regionalzug bei Schwarzenbach an der Saale mit einem umgestürzten Baum. Personen kamen nicht zu Schaden.

Sturm an den Küsten 

An den Küsten nimmt der Wind ständig weiter zu, mit schweren Sturmböen der Windstärke 10 muss seit der zweiten Nachthälfte gerechnet werden. Auf den Inseln kann es in Böen sogar mit Orkanstärke blasen. 

Am frühen Morgen wurde auf Sylt bereits eine Böe von 133 km/h gemessen. Auch auf Hiddensee (128 km/h), dem Brocken (126 km/h) und dem Fichtelberg (115 km/h) bläst der Wind bereits kräftig.

Dazu kann der Wasserstand an den Küsten deutlich steigen. "Der Sturm drückt das Wasser rein", warnt der Wetterexperte. Bei Nordwest-Wind dürfte es besonders die Nordsee, bei Nordost-Wind dagegen vermehrt die Ostsee treffen. 

An der deutschen Nordseeküste warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt (BSH) vor einer Sturmflut in den frühen Morgenstunden. Das Morgen-Hochwasser werde etwa 1,50 Meter höher das mittlere Hochwasser ausfallen. Im Weser- und Elbgebiet sogar bis zu zwei Meter.

Doch nicht nur an den Küsten wird es ordentlich wehen - auch für exponierte Höhenlagen wie dem Harz warnt Riemann vor den Auswirkungen des Sturmtiefs. Und selbst im norddeutschen Tiefland, in Teilen Nordrhein-Westfalens und Brandenburgs kann der Wind noch sehr stark sein, auch dort will der Meteorologe Sturmböen nicht ausschließen. Erst gegen Mittwochnachmittag lässt der Wind dann langsam nach.  

Es wird deutlich kühler 

Die Temperaturen liegen im Norden bei sehr milden plus 3 bis 7 Grad. Gegen Mittag kühlt es dann deutlich ab, nordpolare Luft lässt das Quecksilber absacken. Bei starker Bewölkung fällt zeitweise Regen oder Schneeregen.

Erst am Abend beruhigt sich das Wetter: Das Sturmtief zieht ab, die Niederschläge lassen nach. Trockene Luft kommt nach Deutschland - und es wird nach dem stürmischen Mittwoch "richtig schön winterlich".

Sonne lässt sich gelegentlich blicken 

Am Donnerstag wird es freundlich mit sonnigen Abschnitten. Lediglich im Osten und Südosten halten sich noch einige Wolkenfelder, aus denen es vereinzelte Schneeschauer geben kann. In der Westhälfte dagegen bleibt es trocken. Die Temperaturen liegen zwischen minus 5 und plus 4 Grad.

Am Freitag setzt ruhiges Hochdruckwetter ein: Es wird überwiegend heiter und weitgehend trocken. Die Höchstwerte schwanken um den Gefrierpunkt. In der Südosthälfte ist es mit maximal minus 8 bis minus 3 Grad etwas kälter.

Am Samstag wird es mit minus 4 bis plus 7 Grad etwas milder. "Doch die Kaltluft ist nicht weit weg", sagt Riemann. "Mitte Januar könnte es noch einmal richtig winterlich werden." 

Quelle: uwe, dpa

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