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Warum Reifen gut rollen und trotzdem haften

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Die Mischung macht's  

Warum Reifen gut rollen und trotzdem haften

19.11.2012, 15:51 Uhr | LS, t-online.de, mid

Warum Reifen gut rollen und trotzdem haften. Silica und Silane machen's möglich, dass Reifen leichter rollen und auf Nässe haften. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Silica und Silane machen's möglich, dass Reifen leichter rollen und auf Nässe haften. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So ein Autoreifen hat es nicht leicht. Er soll ohne großen Widerstand rollen und dennoch auf jedem Untergrund haften. Und das alles ohne schnell zu verschleißen. Möglich macht dies eine ganz besondere Mischung. Silica und Silane heißen die Zauberworte, die dem Reifen all diese Eigenschaften verleihen.

Doch das war nicht immer so. Erst seit Ende der 1980er-Jahre sorgt die auch Kieselsäure genannte Mixtur für die perfekte Gummimischung. Silica (Siliciumdioxid) dient dabei als Verstärkerfüllstoff. Sogenannte Organosilane helfen, das Silica mit dem Kautschuk und dem ebenfalls im Reifen enthaltenen Schwefel zu verbinden. Schwefel ist für den Prozess der Vulkanisierung nötig. Erst dadurch wird die elastische Mischung stabil und straßentauglich.

Abrieb senken, Konsistenz bewahren

Vor der Erfindung dieser Technik wurde ausschließlich Ruß als Füllstoff verwendet. Beide - Ruß und Silica - senken den Abrieb des Reifen und bewahren dessen Konsistenz. Das Leistungsniveau der heutigen Silica-Reifen erreichten die früher üblichen Rußmischungen jedoch nie.

Die Herstellung von Reifengummimischungen ist seitdem ständig verbessert worden. Dabei wurden sowohl das Silica, als auch die benötigten Silane erheblich weiterentwickelt. Heute gelingt es, Gummimischungen herzustellen, die wenig Verschleiß zeigen, aber auf nassen Fahrbahnen gut haften und gleichzeitig einen niedrigen Rollwiderstand aufweisen.

Moderne Silica-Reifen sparen bis fünf Prozent Treibstoff

Die genauen Reifen-Rezepte der einzelnen Hersteller sind natürlich top secret. Bis zu 200 Zutaten stecken in einem Pneu. 21 davon im Laufstreifen, der den Kontakt zur Straße hält. Je nach Reifenart und Einsatzgebiet variieren diese erheblich. So bekommen Winterreifen einen Schuss Rapsöl als Weichmacher, während Sommerreifen aromatische Öle zugesetzt werden, die auf heißem Asphalt eine bessere Spurtreue gewährleisten.

Moderne mit Silica produzierte Autoreifen sparen gegenüber den traditionell nur mit Ruß hergestellten Gummimischungen circa fünf Prozent Treibstoff bei gleichzeitig verbesserten Sicherheitsleistungen, wie kürzeren Bremswegen und besserem Halt auf nassen Straßen. Silica hilft somit nicht nur die Fahrsicherheit zu verbessern, es hilft auch Ressourcen zu schonen und die Umwelt weniger zu belasten.

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