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Winterreifen bloß nicht im Sommer fahren

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Viel zu langer Bremsweg  

Winterreifen bloß nicht im Sommer fahren

14.06.2016, 19:46 Uhr | ots, mid, dpa-tmn

Winterreifen bloß nicht im Sommer fahren. Winterreifen im Sommer fahren hat nur Nachteile (Quelle: imago)

Winterreifen im Sommer fahren hat nur Nachteile (Quelle: imago)

Viele Autofahrer stellen sich alljährlich die Frage: Kann ich meine Winterreifen im Sommer weiternutzen, oder stellen sie bei hohen Temperaturen im Sommer ein Sicherheitsrisiko dar? Verboten ist es in Deutschland nicht - eine gute Idee aber auch nicht. Denn Winterreifen haben im Sommer einen sehr langen Bremsweg. Und wer sich mit seinen Winterreifen gen Italien in den Urlaub aufmacht, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Winterreifen im Sommer: Deutlich erhöhter Bremsweg

Winterreifen sind für 40 Grad und mehr, wie sie in Hitzeperioden auf dem Asphalt locker erreicht werden, einfach nicht gemacht. Sie werden zu weich - das schlägt sich zum Beispiel direkt auf den Bremsweg nieder. Aus 100 km/h beträgt die Differenz zu guten Sommerreifen ein bis vier Wagenlängen.

Yokohama-Technikexperte Ingo Kärcher: "Das sind bis zu 16 Meter Differenz, die entscheiden können, ob ein Auto vor einem Hindernis noch zum Stehen kommt oder bis zu 35 km/h Restgeschwindigkeit besitzt."

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Lange Bremswege bei Winterreifen im Sommer

Winterreifen sind auf tiefe Temperaturen und verschneite Straßen ausgelegt. Im Sommer ist der Bremsweg auf trockener und nasser Fahrbahn deutlich länger als mit Sommerreifen: Nicht nur der ADAC hat diesen Unterschied bereits vor Jahren einmal getestet, als er Sommer- und Winterreifen auf eine frühlingshafte Teststrecke ab zehn Grad schickte.

Gilt auch unter sieben Grad

Entgegen der landläufigen Meinung gilt das auch unter sieben Grad Celsius. Denn die Reifenmischungen der Sommerreifen verhärten bei diesen Temperaturen noch nicht so, dass sie schlechter bremsen. Auch aufgrund ihrer höheren Aufstandsfläche bremsen Sommerreifen besser als M+S-Reifen.

Spritverbrauch steigt

Und weitere Gründe sprechen gegen ein verlängerte Saison für die Winterreifen: Ihr Abrieb ist höher - und damit auch der Spritverbrauch. Auch das Abrollverhalten ist anders als bei Sommerreifen. Die meisten Winterreifen weisen zudem oft eine geringere zulässige Höchstgeschwindigkeit auf

Warum Winterreifen im Sommer nichts taugen

Sommerreifen dagegen sind für die warme Jahreszeit konzipiert, das Profil ist darauf abgestimmt, Regen auf nasser Straße optimal abzutransportieren. Im Vergleich zu Winterreifen ist die Gummimischung sehr hart. Denn im Sommer sind Reifen extrem hohen Temperaturen ausgesetzt.

Hitze setzt den Reifen zu

Einerseits wird der Asphalt im Sommer oft stark von der Sonne erhitzt, andererseits erhitzt der Reifen selbst durch die ständige Reibung - vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. Die harte Mischung sorgt dafür, dass der Sommerreifen den Temperaturen Stand hält, nicht zu schnell abreibt und vor allem beim Bremsen griffig bleibt.

Winterreifen: Vorsicht beim Fahren im Ausland

Bestimmte Winter- und Ganzjahresreifen dürfen in Italien vom 15. Mai bis 14. Oktober nicht mehr genutzt werden. Laut ADAC handelt es sich um Reifen mit den Geschwindigkeitsklassen L (maximal 120 km/h), M (130 km/h), N (140 km/h), P (150 km/h) und Q (160 km/h). Außerdem darf die Geschwindigkeitsgrenze des aufgezogenen Reifens ab der Klasse R (170 km/h) nicht unter der liegen, die im Fahrzeugschein eingetragenen ist.

Die jeweilige Geschwindigkeitsklasse ist durch den letzten Buchstaben auf der Bereifung gekennzeichnet. Wer dennoch mit einem nicht zugelassenen Reifen auf italienischen Straßen unterwegs ist, muss mit Strafen zwischen 400 Euro und 1700 Euro rechnen. Zudem kann auch eine Beschlagnahme des Fahrzeugs angeordnet werden.

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