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Allradantrieb: Wann er sinnvoll ist und wann nicht

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Vor- und Nachteile  

Wann Allradantrieb sinnvoll ist und wann nicht

28.03.2017, 13:52 Uhr | Falk Zielke, dpa-tmn

Allradantrieb: Wann er sinnvoll ist und wann nicht. Wer häufig solche Straßen befährt, ist mit Allradantrieb sicher gut beraten. (Quelle: Hersteller)

Wer häufig solche Straßen befährt, ist mit Allradantrieb sicher gut beraten. (Quelle: Hersteller)

4Matic, xDrive, 4Motion, AWD: Für Allradantrieb gibt es viele Bezeichnungen. Lohnt sich der Vierradantrieb – oder ist der teils saftige Aufpreis sein Geld nicht wert. Wir klären auf. Die besten Mittelklassekombies mit Allradantrieb sehen Sie in unserer Fotoshow.

Allradantrieb: Es geht um Traktion

Das größte Problem bei Schnee und Eis ist die Traktion. "Der Reibwert mü (µ) liegt bei trockener Fahrbahn in etwa bei 0,8 ", erklärt Hans-Ulrich Sander vom TÜV Rheinland. "Bei Eis liegt er nur bei etwa 0,2." Bei trockener Fahrbahn ist er also viermal stärker.

Das heißt: Der Reifen kann nur noch wenig Kraft übertragen. Besonders schnell merken das Fahrer von Autos mit Hinterradantrieb. Im Vergleich zu Fronttrieblern lastet hier vergleichsweise wenig Gewicht auf der Achse. Die Folge: Die Räder drehen auf der glatten Fahrbahn noch schneller durch. "Früher haben Besitzer deshalb im Winter oft Sandsäcke in den Kofferraum gelegt", erzählt Hubert Paulus vom ADAC.

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Die Vorteile von Allradantrieb

Das ist bei modernen Autos mit Hinterradantrieb aufgrund einer besseren Gewichtsverteilung und diversen elektronischen Helfern in der Regel nicht mehr nötig. Doch wer in der kalten Jahreszeit auf Nummer sicher gehen will, sollte besser auf Allradantrieb setzen.

Vor allem im Winter ist ein 4x4-Auto klar im Vorteil. Das ist vor allem auf rutschigem oder gefrorenem Untergrund der Fall, aber etwa auch beim Anfahren am Hang, beim sportlichen Durchfahren von Kurven und abseits der Straße im Gelände, erklärt der Tüv Nord. Anders als beim herkömmlichen Zweiradantrieb drehen die Räder allradgetriebener Fahrzeuge nicht so schnell durch, weil jedes einzelne Rad nur einen Teil der Kraft auf die Straße überträgt. Das ermöglicht eine größere Spurtreue auf Straßen mit unterschiedlich griffigem Grund und sorge für mehr Sicherheit. Die Allradtechnik kommt deshalb nicht nur in Geländewagen und SUVs zum Einsatz, sondern immer öfter auch in Mittelklasseautos.

Die Nachteile von Allradlern

Aber der Allradantrieb hat nicht nur Vorteile: Damit die Kraft auf alle vier Räder gebracht werden kann, ist weitere Technik nötig. "Sie brauchen zusätzliche Antriebswellen, ein zusätzliches Getriebe und eine zusätzliche Kupplung", erläutert Paulus.

Das erhöht in der Regel das Fahrzeuggewicht, unter anderem deshalb steigt oft der Verbrauch. "Einen halben bis einen Liter mehr auf 100 Kilometer können Allradfahrzeuge durchaus verbrauchen", sagt der ADAC-Experte.

Außerdem müssen Neuwagenkäufer für den Allradantrieb oft tiefer in die Tasche greifen. Drei- bis viertausend Euro extra kostet etwa das Allradvergnügen.

Auch Allrad ist nicht perfekt

Daher sollten Käufer genau überlegen, ob sie einen Allradantrieb wirklich brauchen. "Allrad ist immer von Vorteil, wenn Sie schwere Lasten ziehen wollen, zum Beispiel einen Wohnwagen, ein Boots- oder einen Pferdeanhänger", erläutert Paulus.

Die Tücken von Allradantrieb

Allerdings gilt: Der Technik sollten auch Allradfahrer nicht blind vertrauen, empfiehlt die Dekra. Allradantrieb bietet Fahrern auf glatten Straßen zwar mehr Stabilität. Ein Ersatz für vorsichtige Fahrweise sind sie nicht. Beim Bremsen bietet der Allradantrieb keinerlei Vorteile - der Bremsweg wird nicht kürzer. Denn auch im Allradauto gilt: Die Gesetze der Physik lassen sich nicht außer Kraft setzen.

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