Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Neuvorstellungen >

50 Jahre Opel-Designstudio: Die besten Entwürfe der "Rüsselsheimer Schule"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

50 Jahre Opel-Designstudio  

Die besten Entwürfe der "Rüsselsheimer Schule"

24.06.2014, 11:46 Uhr | SP-X

50 Jahre Opel-Designstudio: Die besten Entwürfe der "Rüsselsheimer Schule" . Opel GT: Nur Fliegen ist schöner (Quelle: Hersteller)

Opel GT: Nur Fliegen ist schöner (Quelle: Hersteller)

Auf der IAA im vergangenen Jahr erregte der Opel Monza mit seinen extrabreiten Flügeltüren besonderes Aufsehen. Er zeigte, dass die Marke durchaus noch begeistern und mit technischen Finessen überraschen kann. Opel hat den Monza nun wieder ins Licht der Öffentlichkeit gestellt - die Rüsselsheimer feiern 50 Jahre Opel-Designstudio.

50 Jahre Opel-Design, hatten die denn vorher keins? Die naheliegende Spitze zeigt, wie sehr man sich heute an die Skulptur gewordene Idee via Konzeptauto gewöhnt hat. Tatsächlich feiert das Opel-Design-Zentrum nicht nur ein halbes Jahrhundert seines Bestehens, es ist damit das älteste Designcenter eines europäischen Herstellers. Bis 1964 leistete sich nur der Opel-Mutterkonzern GM in Warren bei Detroit ein eigenes großes Designzentrum. Dort arbeiteten schon 1956 mehr als 1200 Menschen an der Gestaltung von Fahrzeugen. Gegründet wurde die Abteilung als "Art & Colour Section" bereits 1927 in Detroit. Zehn Jahre später entstand in der inzwischen in GM Styling Section umbenannten Dependance mit der Y-Job-Studie, einem großen Cabriolet von Buick, das erste Konzeptfahrzeug der Automobilhistorie.

Opel-Designstudio: Vorreiter in Deutschland

In Europa hatte man damals für Designideen so genannte Karossiers, die Auftragsarbeiten ausführten. Die erfolgreichsten davon saßen in Italien und verpassten sowohl Luxuskarossen wie europäischen Kleinwagen schöne Kleider. Natürlich hatten auch BMW oder Mercedes ihre Design-Abteilungen, aber ein eigenes Center im Stile des GM-Baus gab es in Stuttgart und München nicht.

Experimental GT: Erste Studie aus Europa

Und Konzepte, die man auf Messen als Ideen für die Zukunft zeigen konnte, ebenfalls nicht. Opel nimmt für sich in Anspruch, mit dem Experimental GT die erste Studie eines europäischen Herstellers auf einer Messe präsentiert zu haben. Der Vorläufer des späteren Opel GT stammt aus der Feder des Frankfurter Designers Erhard Schnell.

Legenden des Rennsports 
Schwarze Witwe von Opel war einst Porschejäger

Rüsselsheimer Classic-Team baut in jahrelanger Arbeit eine Replika. Video

Der heute 85-Jährige war 1964 von Clare MacKichan, dem ersten Designchef in Rüsselsheim mit der Gestaltung des GT beauftragt worden und lieferte ein Jahr später ein Konzept ab, das für Aufsehen sorgte. Mercedes brauchte noch vier Jahre, bis man mit dem C111 erstmals ein eigenes Konzeptfahrzeug präsentierte, BMW zog weitere drei Jahre später mit dem BMW Turbo als Vorläufer des M1 nach. Die heutige Mode der Konzepte entwickelte sich also tatsächlich erst in den späteren achtziger und frühen neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Porsche profitierte von der "Rüsselsheimer Schule"

Bis dahin hatte man sich im Rüsselsheimer Designzentrum längst einen Namen als Hochschule modernen Designs gemacht. Studien wie der Opel CD mit einer nach vorne öffnenden Glaskuppel sorgten Anfang der siebziger Jahre für Aufsehen.  Ferry Porsche warb 1969 Anatole Lapine aus Rüsselsheim mit dem Auftrag ab, einen Nachfolger für den Porsche 911 zu entwerfen. Auch der heutige Porsche-Designchef Michael Mauer kam übrigens von GM, beziehungsweise der damaligen Tochter Saab nach Zuffenhausen. Zu den Absolventen der "Rüsselsheimer Schule" gehört auch Chris Bangle, dessen extravagante Formen das BMW-Design umkrempelten.

US-amerikanische Autos als Vorbild

Betrachtet man die Autos aus der Entstehungszeit des Designcenters, ist allerdings keine klare eigene Formensprache zu erkennen, orientierte man sich doch sehr am Geschmack der US-Mutter. Große Limousinen wie Admiral oder Diplomat wirken zwar auch heute noch stimmig, doch erinnern sie mehr an US-Straßenkreuzer als dass sie als originäre Opel-Ideen erkennbar wären. Gleiches gilt für Rekord und Commodore. Selbst der hochgelobte Opel GT mit seinem Coke-Bottle-Design gilt vielen als kleine Corvette, auch wenn Designer Schnell beim Entwurf eher nach Italien blickte.

Ein in sich stimmiges Erscheinungsbild geben Opel-Modelle erst in jüngster Zeit ab. Mark Adams, dem heutigen Leiter des Opel-Designs, ist es gelungen, seit der Einführung des Insignia alle Modelle auf Linie zu bringen, ohne dass sie wie kleinere oder größere Varianten eines gleichen Mittelklassemodells wirken. Das Insignia-Concept von 2003 brachte zudem eine deutliche technische Note ins Design der Rüsselsheimer. Zwischen diesen beiden Polen versucht Adams das Design der Marke heute zu positionieren. Wie das in Zukunft aussehen könnte, zeigt die Monza-Studie von der IAA 2013. Wobei man nicht damit rechnen darf, dass ein Fahrzeug mit Flügeltüren dieser Größe je in Produktion gehen wird.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal