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Kältewelle: Frost legt Hunderte Autos mit Dieselmotor lahm

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Frost legt Hunderte Autos mit Dieselmotor lahm

06.02.2012, 19:51 Uhr | auto-medienportal.net, dapd

Kältewelle: Frost legt Hunderte Autos mit Dieselmotor lahm. Der extreme Frost beschert dem ADAC viel Arbeit. (Quelle: dpa)

Der extreme Frost beschert dem ADAC viel Arbeit. (Quelle: dpa)

Der strenge Frost hat hierzulande Hunderte Autos mit Dieselmotor lahmgelegt. Der ADAC berichtete von zahlreichen Hilferufen, weil Dieselautos nicht mehr anspringen oder nach kurzer Fahrt den Geist aufgeben. Selbst ein Gelber Engel des ADAC blieb liegen.

ADAC: Diesel-Probleme im Osten

Vor allem in Vorpommern und anderen östlichen Regionen Deutschlands sowie in Wintersportgebieten kam es zu Problemen, teilte der Club mit. Dort lagen die Temperaturen zum Teil sogar weit unter der kritischen Schwelle von minus 22 Grad. Bis zu dieser Temperatur bleibt der Diesel flüssig, der an den Tankstellen von November bis Februar angeboten wird.

Temperaturen unter minus 28 Grad

Manche Markensorten halten sogar bis minus 25 Grad aus, wie der ADAC in einem Test ermittelt hat. Doch spätestens ab dieser Schwelle bilden sich im Winterdiesel Paraffinkristalle, die den Kraftstofffilter verstopfen können. In der Nacht zum Montag wurden aber Temperaturen bis minus 28 Grad und kälter gemessen.

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ADAC-Retter in Rostock betroffen

In Rostock war ein Einsatzfahrzeug des ADAC selbst vom versulzten Sprit betroffen, wie Techniker den chemischen Vorgang nennen. "Der Kollege konnte sich aber selbst helfen", sagte der zuständige ADAC-Einsatzleiter Holger Adams. In Sachsen froren an einer Shell-Tankstelle mehrere Diesel-Zapfsäulen ein, wie ein Konzernsprecher mitteilte.

Keine Experimente mit offener Flamme

Angesichts der Misere greifen manche Autofahrer zu unkonventionellen Methoden: In Rottenacker südlich von Ulm versuchten zwei Männer, den Diesel-Tank einer Sattelzugmaschine mit einem Gasbrenner zu erwärmen. Sie setzten sich selbst in Brand und wurden schwer verletzt. Von solchen Experimenten mit offener Flamme am Motor rät ADAC-Fachmann Adams dringend ab: "Das ist lebensgefährlich."

Auch der ADAC kann nicht mehr viel machen

Wenn es aber ein Auto erwischt, kann auch der ADAC bei einem versulzten Motor nicht mehr viel machen. "Der muss abgeschleppt werden, so viele neue Kraftstofffilter haben wir nicht an Bord", sagte Adams. In einer Werkstatt oder Garage muss der Wagen auftauen und braucht möglicherweise einen neuen Filter.

Nicht Benzin beimischen

Früher hatten Dieselfahrer ein paar Liter Benzin dazugemischt, denn Benzin ist frostsicher. Techniker warnen dringend davor, so etwas bei den modernen Dieselmotoren zu tun. Diese hochgezüchteten Triebwerke würden das wesentlich explosivere Benzin nicht überleben.

Additive können helfen

Zur Vorbeugung kann der Autofahrer zum Beispiel in einer warmen Garage parken. Auch eine Standheizung könnte helfen. Im Zubehörhandel gibt es zudem spezielle Frostzusätze. Derartige Additive müssen aber unbedingt vor dem Versulzen eingefüllt werden.

Polardiesel bis zu minus 40 Grad frostsicher

Am besten geeignet wäre Polardiesel, welcher bis 40 Grad Frost fließt. Dieser Kraftstoff ist in Deutschland im Alltag nicht zu bekommen. An manchen Tankstellen gibt es aber schon jetzt ähnlich robuste Sorten: So bietet der österreichische Tankstellenbetreiber OMV in seinen Filialen in Süddeutschland einen Premium-Diesel an, der Frostsicherheit bis minus 35 Grad verspricht. Allerdings ist dieser Kraftstoff zehn Cent teurer als herkömmlicher Winterdiesel.

ADAC fordert leistungsfähigere Kraftstoffe

Der ADAC fordert nun, dass Fahrzeuge ab Werk so ausgerüstet sein müssen, dass sie mit normgerechten Kraftstoffen auch bei niedrigsten Temperaturen (mindestens minus 25 Grad Celsius) betriebsbereit bleiben. Das kann beispielsweise mit einer leistungsfähigen Filterheizung problemlos erreicht werden.

Außerdem müssen die Mineralölhersteller auch in ganz Deutschland Dieselqualitäten anbieten, die eine Verwendungsfähigkeit in Fahrzeugen ohne Filterheizung bis mindestens minus 25 Grad Celsius sicherstellen. In Österreich und skandinavischen Ländern sind derartige Qualitäten bereits handelsüblich.

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