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Portrait Peter Meyer: Der Präsident des ADAC steigt aus

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Portrait Peter Meyer  

Der Präsident des ADAC steigt aus

10.02.2014, 15:05 Uhr | Von Sebastian Raabe und Sabine Dobel, dpa

Portrait Peter Meyer: Der Präsident des ADAC steigt aus. ADAC-Chef Meyer steigt aus (Quelle: dpa)

ADAC-Chef Meyer steigt aus (Quelle: dpa)

Peter Meyer wollte den Autoclub so gerne selbst aus seiner größten Krise führen. "Wenn der Wind von vorne kommt, muss man das auch mal aushalten können", sagte der Vereinsfunktionär vor wenigen Wochen noch als ADAC-Präsident der "Bild"-Zeitung. Doch nun mag er es nicht mehr aushalten.

Peter Meyer bleibt dem ADAC wohl erhalten

"Für Fehler und Manipulationen von hauptamtlichen Führungskräften, denen gemäß ADAC Satzung die Besorgung der laufenden Geschäfte obliegt, möchte ich nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden", lässt Meyer am Montag ausrichten. Doch er geht nicht ganz: Chef des ADAC Regionalclubs Nordrhein will er bleiben.

Freiwillig hat Meyer seinen Posten ohnehin nicht geräumt. Er kam nur seiner eigenen Ablösung zuvor. Auch deswegen beklagte Meyer in seiner Mitteilung die "fehlende Gefolgschaft" der Gremien des ADAC. Die hatten seine Amtsenthebung nur kurz zuvor auf den Weg gebracht. Sein Regionalclub liefert in der Mitteilung noch nach: Die "erfahrenen Angriffe und Diffamierungen seiner Person belasteten nicht nur den ADAC, sondern auch seine Familie".

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Großspuriges Auftreten

Die hatte Meyer stets aus der Öffentlichkeit halten wollen. Einblicke ins Private gab er selten. Viel lieber sprach Meyer über Autos und über das, was im Autoland Deutschland aus Sicht des Clubs falsch läuft: zu schlechte Straßen, zu hohe Steuern oder Spritpreise. Sein Auftreten hat dem Westfalen und dem Club nicht nur Freunde gemacht.

Seit 2001 Präsident des ADAC

Seit 2001 war er Präsident des ADAC und damit einer der wichtigsten Autolobbyisten des Landes. Fast 19 Millionen Mitglieder vertritt der zweitgrößte Autoclub der Welt, entsprechend breitbrüstig gab sich auch der Präsident. Gerne sprach er Klartext, oft fröhlich und mit dem unverkennbaren Klang seiner Heimatregion. ADAC-Mitglied ist er schon seit fast 45 Jahren. Meyer trat 1970 in den ADAC ein, fünf Jahre vor seiner Hochzeit. Über die Jahre hat ihm sein Engagement für den Autofahrerclub den Spitznamen Vereinsmeyer eingetragen.

Meyer, am 27. Juli 1949 in Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen geboren, wohnt in Mülheim an der Ruhr. Er ist passionierter Jäger und hat zwei Kinder; doch sein Privatleben trug Meyer kaum nach außen. Immerhin, über eine Leidenschaft sprach er gerne: Oldtimer. Im Radio-Interview des Hessischen Rundfunks schwärmte er vor wenigen Monaten für einen alten Horch, der ihm für Veranstaltungen von der VW-Autostadt in Wolfsburg zur Verfügung gestellt werde. "Ein tolles Auto und ein richtiges Herrenfahrzeug (...) Allerdings: Gangschaltung, keine Servolenkung, große Reifen, richtige Arbeit beim Steuern."

Meyer und die Krise des ADAC

Harte Arbeit war der ADAC für Meyer zuletzt auch. Nur gesteuert, sagen Kritiker, habe Meyer zu wenig und zu spät. Stattdessen sei der Club mit ihm an der Spitze durch die Krise geschlingert. Anfangs hatte Meyer versucht, sich aus der Debatte um den Skandal bei der ADAC-Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" herauszuhalten. Als der Wirbel anhielt, sprach er vom "Fehlverhalten eines einzelnen Mitarbeiters" und schasste Kommunikationschef Michael Ramstetter.

Dann geriet er selbst in die Schlagzeilen: Mehrfach soll er zu Terminen auch mit Rettungshubschraubern geflogen sein. Später kündigte Meyer eine tiefgreifende Reform des Clubs an. Und unbedingt wollte er selbst der oberste Reformer sein - gegen alle Widerstände. Doch daraus wird nichts. Der 64-Jährige tritt ab und überlässt seinen Nachfolgern keinen bestellten Hof, sondern eine Großbaustelle. Für den Pannenhilfeverein müssen nun andere Helfer gefunden werden.

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