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General-Motors-Rückruf: Auch die Europa-Version des Chevrolet HHR betroffen

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General-Motors-Rückruf  

Auch die Europa-Version des Chevrolet HHR betroffen

02.04.2014, 08:52 Uhr | AFP, dpa

General-Motors-Rückruf: Auch die Europa-Version des Chevrolet HHR betroffen . GM-Rückruf aufgrund fehlerhafter Zündschlösser: In Europa müssen 2630 Exemplare des Retro-Mini-Vans Chevrolet HHR in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)

GM-Rückruf aufgrund fehlerhafter Zündschlösser: In Europa müssen 2630 Exemplare des Retro-Mini-Vans Chevrolet HHR in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)

Die Opel-Mutter General Motors hat nach ihrem Massenrückruf wegen defekter Zündschlösser die Aktion nochmals ausgeweitet. Über eine Million weitere Autos beorderte das Unternehmen nun zurück. Damit steigt die Anzahl der zurückgerufenen Fahrzeuge auf insgesamt 6,3 Millionen.

Der US-Autobauer GM hat weitere 1,3 Millionen Wagen in die Werkstätten gerufen. Nach Pannen mit der Zündung, die schon zum Rückruf von 2,3 Millionen Autos geführt hatten, seien nun Probleme mit der Servolenkung der Grund, teilte das Unternehmen mit. In zahlreichen in den Jahren 2004 bis 2010 gebauten Modellen könne der Bremskraftverstärker ausfallen, wodurch das Unfallrisiko steige. Betroffen von dem Problem sind Autos der Typen Chevrolet Malibu und Chevrolet Cobalt sowie der Pontiac G6, wie der Konzern mitteilte.

Zündschlösser mit Totalausfall

Bei den Problemen mit den Zündschlössern werden nach den Modelljahren 2003 bis 2007 auch alle jüngeren Fahrzeuge der gleichen Typen in die Werkstätten gebeten. Bei den Autos von 2008 bis 2011 wurden zwar verbesserte Zündschlösser verbaut, doch fürchtet die Opel-Mutter, dass alte Teile bei Reparaturen verwendet worden sind.

UMFRAGE
Wie oft waren Sie schon mit Ihrem Fahrzeug von einer Rückruf-Aktion betroffen?

Vom General-Motors-Rückruf wegen zu schwacher Zündschlösser ist in Deutschland der Chevrolet HHR betroffen. Von der Baureihe, die hier seit 2011 nicht mehr angeboten wird, wurden in Europa nach Unternehmensangaben lediglich 2630 Fahrzeuge der Modelljahrgänge 2008 bis 2011 verkauft. Die Kunden werden angeschrieben und die Zündschlösser kostenlos ausgetauscht. Bis dahin sollte nur der Zündschlüssel und nichts anderes am Schlüsselring befestigt werden, rät Chevrolet.

Auch Opel GT Roadster betroffen

Etwa 95.000 Zündschlösser seien an Händler und Werkstätten verkauft worden, teilte das Unternehmen am späten Freitag (Ortszeit) in Detroit mit. Es sei nicht möglich, den Verbleib aller Bauteile nachzuvollziehen. Deshalb habe man sich zu einem Rückruf aller Wagen entschlossen. "In Sicherheitsfragen gehen wir kein Risiko ein", sagte Konzernchefin Mary Barra. "Vorsichtshalber rufen wir deshalb auch die restlichen Modelljahre zurück."

Kurz nach Barras Amtsantritt hatte GM im Februar die ersten Wagen zurückbeordert, schloss aber schon bald darauf weitere Wagen ein. Nun, nach einem Monat, ist der Rückruf drei Mal so groß. Die meisten betroffenen Autos sind Chevrolets, Pontiacs und Saturns, die in den USA verkauft wurden. Aber auch das verwandte Modell Opel GT Roadster braucht neue Zündschlösser. GM teilte zunächst nicht mit, wie viele Opel nach dem neuerlichen Rückruf insgesamt betroffen sind. Zuvor waren es 2300 in ganz Europa.

Mindestens 13 Todesfälle

GM muss sich den Vorwurf anhören, das Problem ein Jahrzehnt lang ignoriert zu haben, nachdem die Zündschlösser schon in der Entwicklung nicht richtig funktionierten. Es kann passieren, dass der Zündschlüssel von selbst in die Aus-Position zurückspringt, vor allem wenn schwere Dinge am Schlüsselbund hängen. Das schaltet neben dem Motor auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags ab. Das Unternehmen selbst geht von 13 Todesfällen bei Unfällen aus, Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

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GM begeht "Kardinalfehler" bei Typenbezeichnung

GM müht sich, ein Image-Desaster wie beim millionenfachen Toyota-Rückruf 2009/2010 zu vermeiden. Mehrfach wandte sich Barra an die Öffentlichkeit. In dieser Woche muss sie gleich zwei Mal vor Ausschüssen des US-Kongresses Rede und Antwort stehen. Es laufen mehrere Klagen von Unfallopfern und Autobesitzern, die den Wert ihrer Wagen geschmälert sehen. Anwälte forderten dabei auch den Rückruf der neueren Typen.

GM hatte zwischendurch die Konstruktion der Zündschlösser verbessert. Das Fachmagazin Automotive News hatte unter Berufung auf einen früheren GM-Ingenieur berichtet, dass der Autobauer den "Kardinalfehler" begangen habe, dem neuen Bauteil keine neue Teilenummer zu geben. Deswegen sei es nicht möglich, die Typen von außen zu unterscheiden. Mit den neueren Wagen seien keine tödlichen Unfälle bekannt, erklärte der Konzern.

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