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Radarwarner als App oder im Navi: Wann Sie erlaubt sind

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Im Ausland: Bis zu 6 Monate Haft  

So teuer können Radarwarner im Auto werden

11.07.2017, 10:51 Uhr | dpa-tmn

Radarwarner als App oder im Navi: Wann Sie erlaubt sind. Sind Blitzerwarner in Deutschland erlaubt? (Quelle: dpa/Jens Büttner)

In Deutschland ist es verboten, im Auto Radarwarnfunktionen vom Navi oder sogenannte Blitzer-Apps fürs Handy zu nutzen. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Autofahrer sollten in Deutschland keine Radarfallenwarner benutzen. Es ist verboten, im Auto Radarwarnfunktionen vom Navi oder sogenannte Blitzer-Apps fürs Handy zu nutzen. Das kann bis zu 75 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen, teilt der Tüv Rheinland mit. 

Blitzerwarner-Nutzern drohen normalerweise 75 Euro Bußgeld. "Wer allein im Auto sitzt und von der Polizei mit aktiviertem Radarwarner im Navi oder Handy erwischt wird, hat natürlich schlechte Karten – der kann sich kaum herausreden", sagt Schäpe.

Warner dürfen auch einkassiert werden

Theoretisch dürfe die Polizei diese Geräte dann sogar beschlagnahmen. "Aus der Praxis ist mir aber kein Fall bekannt, in dem das geschehen ist." Anders bei speziellen Radarwarnern, die keine andere Funktion haben: "Die sind strikt verboten und werden einkassiert", weiß ADAC-Jurist Dr. Markus Schäpe. Bei Navis oder Handys wäre das unverhältnismäßig.

Blitzerwarner: Beifahrer darf Gerät betreiben

"Die Straßenverkehrsordnung verbietet nur dem Fahrer, ein Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen", verweist Schäpe. "Folglich kann ein Beifahrer nicht bestraft werden, wenn er sein eigenes Navigationsgerät mit aktiviertem Blitzerwarner oder ein Smartphone mit entsprechender App im Auto anbringt." Solange der Fahrer nicht darüber Bescheid weiß, dass sein Mitfahrer die Warnfunktion nutzt, könne er nicht bestraft werden.

Im Ausland drohen bis zu sechs Monate Haft

In Belgien, Frankreich, Luxemburg und Spanien beispielsweise darf ein Navi vor stationären Blitzern warnen. Doch warnt die Prüfgesellschaft vor vielen Grauzonen und hohen Strafen. Am besten informieren sich Autofahrer ganz genau über die jeweils geltenden Bestimmungen – etwa auf den Webseiten der Autoclubs, Botschaften, Konsulate oder Fremdenverkehrsämter. Im Zweifel gehen sie lieber von einem Verbot aus.

Für ebenfalls in Deutschland verbotene spezielle Radarwarngeräte drohen im Ausland drakonische Strafen: Wer in Tschechien damit erwischt wird, muss mit bis zu 7000 Euro Strafe rechnen. Zwischen einem und sechs Monaten Haft können in Luxemburg, Schweden und Belgien dafür verhängt werden.

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