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Kontroll-Leuchten im Auto: Das bedeuten die Warnsignale

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Bei Rot schnell handeln  

Das bedeuten die Kontroll-Leuchten im Auto

02.10.2015, 17:52 Uhr | ADAC, t-online.de

Kontroll-Leuchten im Auto: Das bedeuten die Warnsignale. Kennen Sie diese Kontroll-Leuchten? (Quelle: t-online.de)

Kennen Sie diese Kontroll-Leuchten? (Quelle: t-online.de)

Kontroll-Leuchten gibt es mittlerweile unzählige in modernen Autos. Sie sind meist rot oder gelb - aber wissen Sie wirklich, was die Lämpchen bedeuten - und wie man sich bei Aufflackern zu verhalten hat? Der ADAC hat eine Übersicht über die wichtigsten Kontroll-Leuchten erstellt, die Autofahrer kennen sollten.

Kontrollleuchten: Mehrere Dutzend Symbole

Farbe und Form der Symbole werden weitgehend durch ISO-Normen geregelt, von denen jedoch Abweichungen möglich sind. "Insgesamt gibt es rund 70 bis 80 verschiedene Symbole, von denen meist 50 verwendet werden", sagt Steffen Kutter vom Fahrzeugzulieferer Bosch.

Generell folgen die Kontrollleuchten in ihrer Farbgebung dem Ampel-System. Hieraus lässt sich auch die Priorität des angezeigten Zustandes oder Fehlers ablesen. "Grün steht dabei für Hinweise wie beispielsweise 'Licht an' oder 'Fahrtrichtungsanzeiger eingeschaltet', während gelb und rot auf Warnmeldungen, Fehler und Störungen hindeuten", erläutert Philipp Heise vom Auto Club Europa (ACE).

Rot ist gefährlich

"Die roten Warnlampen bergen das höchste Gefährdungspotenzial für Fahrzeug und Fahrer", so der Experte weiter. Rot kann, muss aber nicht immer gefährlich sein. So hat ein rotes Ausrufezeichen im Kreis zwei Bedeutungen. Es kann anzeigen, dass die Handbremse noch angezogen ist.

Leuchtet es allerdings nach gelöster Handbremse immer noch, kann ein Bremsversagen drohen, weil die Bremsflüssigkeit gesunken ist oder die Beläge bis auf das Metall abgefahren sind. Dann muss sofort der Pannendienst gerufen werden.

Bei roter Ölkanne ist (fast) alles zu spät

Anders bei der roten Ölkanne. Hier müssen Autofahrer immer handeln. Befindet sich unter der Kanne eine Zick-Zack-Linie und die Schrift "MIN", muss der Ölstand an der nächsten Tankstelle kontrolliert werden, ansonsten droht ein Motorschaden. Ist hingegen nur eine rote Ölkanne zu sehen, ist es eigentlich schon zu spät: Der Motoröldruck ist zu niedrig. Es muss sofort angehalten und Öl nachgefüllt werden.

In den meisten Fällen ist auch ein Werkstattbesuch notwendig. Einprägen sollten sich Autofahrer auch die roten Symbole, die die Überhitzung des Motors, Probleme mit der Stromversorgung oder Störungen der Rückhaltesysteme anzeigen.

Was die Kontrollleuchten im Auto bedeuten

Der ADAC hat eine Übersicht über die wichtigsten Symbole erstellt, die Autofahrer kennen sollten.

Was die Kontrollleuchten im Auto bedeuten. (Quelle: ADAC)


Gelb ist nicht ganz so gefährlich

Bei manchen gelben Symbolen wird der Autofahrer zu Handlungen aufgefordert, die die Sicherheit erhöhen. Ein stilisiertes Auto beim Schleudern zeigt die Aktivierung von ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und damit schwierige Straßenverhältnisse an. Hier heißt es, vorsichtig zu lenken und das Tempo zu verringern.

Leuchtet die gelbe Motorkontroll-Leuchte, gibt es Probleme mit der Motorsteuerung, zudem kann der Schadstoffausstoß erhöht sein. Möglicherweise ist auch die Lambdasonde defekt oder ein Marder hat ein Kabel beschädigt - in jedem Fall ist hier ein umgehender Werkstattbesuch angezeigt, um weitere Schäden zu vermeiden.

Ebenfalls gelb ist die Leuchte für Probleme mit dem Reifendruck - ein Ausrufezeichen verbunden mit dem Symbol eines platten Reifens. Eventuell liegt eine Reifenpanne vor; wenn sie aber nach einem Reifenwechsel auftaucht, kann der Grund auch harmlos ein und nur die Kalibrierung der Pneus fehlen.

Blick in die Betriebsanleitung lohnt sich

Welche Bedeutung die Kontroll-Leuchten haben, steht in der Betriebsanleitung bzw. im Bordbuch. Die Symbole unterscheiden sich allerdings bei verschiedenen Fahrzeugmodellen und ihr Sinn ist nicht immer verständlich. Das macht es für den Autofahrer schwierig, richtig zu reagieren.

Der ADAC-Experte Hubert Paulus ist daher auch für eine rigorose Vereinfachung der Warnleuchten im Cockpit. "Im Grunde reichen drei aus: Rot für sofort oder möglichst rasch anhalten, Gelb (auf den nächsten Parkplatz oder in der Werkstatt anhalten) und Grün für ein geringes Problem beziehungsweise Weiterfahrt möglich."

In einer darunter liegenden Ebene sollte dann per Texteinblendung erklärt werden, welche Funktion betroffen ist und was der Autofahrer tun sollte. "Noch besser wäre sogar, wenn das System dem Autofahrer sagt, was los und was zu tun ist", sagt Paulus. Dann müsste kein Autofahrer mehr anhalten und im Handbuch nachlesen, was eine Leuchte bedeutet.

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