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Daimler stellt den Super-Scheinwerfer vor

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Über 3000 LED-Lichtpunkte  

Mercedes stellt den Super-Scheinwerfer vor

09.10.2016, 13:50 Uhr | dpa, SP-X

Daimler stellt den Super-Scheinwerfer vor. Der neue LED-Scheinwerfers leuchtet beide Fahrbahnen vollkommen aus, ohne den Gegenverkehr zu blenden. (Quelle: dpa)

Der neue LED-Scheinwerfers leuchtet beide Fahrbahnen vollkommen aus, ohne den Gegenverkehr zu blenden. (Quelle: dpa)

Der beste heute verfügbare LED-Scheinwerfer enthält 84 LED-Lichter. Jetzt hat Daimler zusammen mit Fraunhofer-Instituten, den Chip- und Lampenherstellern Infineon, Osram und Hella ein neues Autolicht entwickelt, das alles andere sozusagen in den Schatten stellen soll.

Scheinwerfer mit über 3000 LED-Lichtpunkten

Der neue Scheinwerfer enthält 3072 LED-Lichtpunkte, von denen jeder einzeln automatisch angesteuert, aus- und eingeschaltet wird. Kern der Technik ist ein Chip in der Größe eines Fingernagels, der auf dieser Fläche 1024 einzeln ansteuerbare Lichtpunkte bietet. In dem Demonstrationsmodell soll die Kombination von drei solcher Chips pro Scheinwerfer eine besonders feine Auflösung erlauben.

Das hochauflösende Licht soll sich an jeden denkbaren Kurvenverlauf optimal anpassen können und dabei dunkle Randbereiche eliminieren. Sensoren im Fahrzeug sollen zudem das Umfeld analysieren, um auch andere Verkehrsteilnehmer gut anzuleuchten, die dann für den Fahrer deutlich besser wahrnehmbar sind.

Dabei sollen die Leuchten allerdings die Köpfe entgegenkommender Verkehrsteilnehmer vom Lichtstrahl aussparen, um Blendungen zu vermeiden. Solch ein variables Fernlicht bräuchte daher auf der Landstraße nie mehr abgeblendet zu werden. Ein ähnliches, wohl aber nicht ganz so exakt steuerbares Licht, bietet Audi beispielsweise mit deiner Matrix-Technik. 

"Die Zukunft gehört LED-Scheinwerfern"

Standard heute ist die Halogenlampe im Auto. Sie wird von den meisten Autoherstellern als Serienausrüstung eingebaut, auch in der Oberklasse. Mercedes-Lichttechnikchef Jörg Moisel sagte: "Halogen wird es lange geben, gerade im preissensiblen Segment."

Xenon-Licht ist heller, aber teurer. "Die Zukunft gehört LED-Scheinwerfern", sagt ADAC-Lichtexperte Burkhard Böttcher. "Xenon ist out." Denn das Vorschaltgerät sei groß, das System anfällig gegen Erschütterungen".

LED-Licht leuchtet heller und weiter, verbraucht weniger Strom und fällt bei einer Fahrt durch ein Schlagloch auch nicht aus. Zudem kann ein Scheinwerfer mit vielen LED-Lichtpunkten die Fahrbahn optimal ausleuchten, ohne andere zu blenden. "Zum Beispiel ein Auto, das schräg vorbeifährt", sagt Böttcher.

Eine Kamera in der Frontscheibe, Infrarotsensoren und das Navi erkennen, wo ein Fußgänger, ein Radfahrer, ein Reh am Straßenrand unterwegs ist, wo eine Kurve kommt oder ein Kreisverkehr. Die Lichtstrahlen werden entsprechend angepasst. "Das Auto wird ein Computer auf vier Rädern", sagt der ADAC-Experte.

Auch Laserlicht hat Vorteile

Teurer ist Laserlicht - gerade für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Die Reichweite des hellen Laserspots ist mit 600 Metern doppelt so groß wie die des LED-Fernlichts, "da wird die Nacht zum Tag", sagt Böttcher. Das hilft bei hohem Tempo auf der Autobahn.

Aber der Laser kann keine Konturen vom Lichtstrahl ausnehmen, nur mechanisch wegschwenken. "Und ich kann den Kurvenverlauf kaum noch nachvollziehen", sagt Böttcher.

Eher für das Design sind organische Leuchtdioden, OLEDs, eine Zukunftshoffnung. Aber OLEDs eignen sich nicht für Scheinwerfer und sind zudem sehr teuer. So könnte die Zukunft tatsächlich dem intelligenten LED-Scheinwerfer gehören.

Auf LED ruhen große Hoffnungen

Branchenanalysten erwarten, dass 2020 weltweit jedes fünfte Neufahrzeug damit ausgerüstet wird. Der Markt für LED-Bauteile in Autoscheinwerfern dürfte damit von heute 350 Millionen auf gut 570 Millionen Dollar steigen.

Von dem Kuchen erhoffen sich Osram und Infineon ein schönes Stück. Einen Chip von der Größe eines Fingernagels mit 1024 einzeln steuerbaren Lichtpunkten zu bauen, sei nicht ganz einfach gewesen, berichten die Projektpartner. Die Elektronik-Steuerung ist jetzt in den Chip integriert. Eine Pionierleistung, sagte Osram-Vorstand Kampmann: "Ich sehe nirgendwo eine vergleichbare Technik."

Und der Scheinwerfer werde bezahlbar sein. In vier Jahren sollen die ersten Autos damit ausgerüstet werden: "Ende des Jahrzehnt ist es realistisch, dass die Technologie auf der Straße ist."

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