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Unimog S - unverwüstlich und erfolgreich

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Unimog S - unverwüstlich und erfolgreich

27.01.2017, 13:25 Uhr | Press-Inform

Unimog S - unverwüstlich und erfolgreich. Der Unimog ist so alt wie die Bundesrepublik. Eine Baureihe ragt aus der ruhmreichen Historie heraus. WANTED.DE zeigt die legendendären Modelle. (Quelle: Hersteller)

Der Unimog ist so alt wie die Bundesrepublik. Eine Baureihe ragt aus der ruhmreichen Historie heraus. WANTED.DE zeigt die legendendären Modelle. (Quelle: Hersteller)

Kaum ein Lastwagen hat eine so bewegte Geschichte wie der Unimog. Den Klassiker gibt es schon so lange wie die Bundesrepublik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Prototypen entwickelt. 1948 begann die Serienproduktion. Am bekanntesten ist die Baureihe 404. Bis heute war kein anderer Unimog erfolgreicher.

Wer an einen Unimog denkt, dem kommt unweigerlich der Unimog S der Baureihe 404 in den Sinn. Der ovale Kühlergrill, die beiden geradezu niedlichen Rundscheinwerfer, ein betont langer Radstand von 2,90 beziehungsweise 2,70 Metern und betont kurze Überhänge – nicht nur die äußeren Merkmale konnten überzeugen. Zwischen 1955 und Anfang der 80er-Jahre war der 404er in vielen Streitkräften im Einsatz, denn mit seinem Allradantrieb, viel Bodenfreiheit und den zusätzlichen Sperren an Vorder- und Hinterachse gibt es abseits befestigter Pisten kein Halten.

Im härtesten Gelände nicht zu stoppen

Als eine der ersten entschied sich die Schweizer Armee in den späten 50er Jahren für das schwäbische Allzweckmesser auf vier Rädern. Andere Streitkräfte, darunter auch die deutsche Bundeswehr und das österreichische Bundesheer, kamen in den 60ern ebenso auf den Geschmack des vielfältig einsetzbaren Geländelasters wie Katastrophenschutz, Feuerwehren oder Rettungsdienste. Es sprach sich schnell herum, dass die Baureihe 404 auch im härtesten Gelände nicht zu stoppen war. Allein zur Bundeswehr gingen bis 1980 insgesamt 36.000 Fahrzeuge, mehr als Hälfte der Gesamtproduktion von über 65.000 Stück.

Wenn es eng wird, krabbelt der 2,9 Tonnen schwere Lastesel Berge hoch, die sonst allenfalls Traktoren erklimmen können oder wuselt sich durch Sand, Wasser oder Schlamm. Sechs Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge holen aus dem 2,2 Liter großen Sechszylinder-Benziner der Baureihe M 180 mit seinen 82 PS und 143 Newtonmeter maximalem Drehmoment das Beste heraus. Das Triebwerk ist solide, langlebig und leicht zu reparieren.

Auf der Autobahn schafft der olivgrüne Koloss mit seinem niedrig verdichteten Doppelvergaser beinahe Tempo 100 - genug für die Überlandpassage zum nächsten Manöver oder den nächsten Einsatz im Krisengebiet. Anfang der 70er-Jahre wuchs der Hubraum des Sechszylinders (Baureihe M 130 mit zwei Doppelvergasern) auf 2,8 Liter und die Leistung auf 110 PS.

Lenkung ohne Servounterstützung

Trotz seiner Gesamtlänge von 4,60 bis 5,03 Metern lässt sich der Allradler auch im härtesten Gelände problemlos manövrieren – vorausgesetzt man ist es gewohnt, ohne Servounterstützung unterwegs zu sein. Denn im Stand oder bei langsamer Fahrt drücken die beinahe drei Tonnen Leergewicht spürbar auf die Vorderachse mit ihren mächtigen Geländereifen im Format 10.0-20. Das weiche Geläuf erschwert die Richtungsänderungen ebenso wie die überraschend flache Sitzposition. Denn auf den flachen Stühlen liegt man im Fahrerhaus mehr als dass man aufrecht sitzt.

Nicht für die Langstrecke

Von den fehlenden Langstreckenqualitäten wissen Zehntausende von Wehrpflichtigen ein Lied zu singen. Der Verstellbereich der beiden Sitzgelegenheiten ist dabei ebenso überschaubar wie das Platzangebot in den beiden schmalen Nischen für Fahrer und Beifahrer. Das spindeldürre Dreispeichen-Lenkrad passt perfekt in den 50er-Jahre-Lkw-Charme, den fünf kleine Runduhren und die Drehschalter auf dem Armaturenbrett verbreiten. Allradantrieb und Sperren werden wie beim Ur-Unimog der Baureihe 401 über grobschlächtige Hebel auf dem Mitteltunnel zugeschaltet. Die Übersichtlichkeit im unwegsamen Terrain ist prächtig, denn der 404er endet genau dort, wo der Blick endet. Vor der leicht rundlichen Motorhaube helfen Unkundigen Rangierstandarten mit weißen Peilkugeln auf der Spitze. Wenn die Kugeln anfangen zu wackeln, geht der Fahrweg aus. Dann helfen auch die Portalachsen nicht mehr.

Schalter zweisprachig beschriftet

Typisch für die Schweizer Armee ist, dass die wichtigsten Schalter in der Armaturentafel zweisprachig, in deutsch und französisch, beschriftet sind. Schließlich sollte es zu Krisenzeiten im Fall der Fälle nicht zu ungewollten Fehlbedienungen kommen. So steht unter dem Fahrschalter das französische Pendant Allumage oder unter Anlasser schlicht übersetzt Démarreur. Nicht nur der Aufbau der 404er-Ladefläche lässt sich abbauen, sondern auch der Führerstand verliert mit zahllosen Handgriffen seinen beschützendes Planendach. Wenn es für die Verladung im Fluggerät noch flacher sein muss, lässt sich auch die Frontscheibe nach vorne klappen und er Unimog S 404 wird zur variablen Offroad-Flunder.

Üppiges Angebot auf dem Gebrauchtmarkt

Aufgrund der breiten Einsatzgebiete bei den verschiedensten Streitkräften und Organisationen ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt überaus umfangreich. Fahrzeuge mit überschaubaren Laufleistungen von unter 50.000 Kilometern gibt es bereits ab 5000 Euro. Viele Fahrzeuge wurden auf 3,5 Tonnen abgelastet. Im Normalfall liegt das Gesamtgewicht bei 5,5 Tonnen.

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