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So senken Sie den Stromverbrauch Ihres PCs?

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Stromverbrauch PC senken  

Runter mit den Stromkosten

| Detlef Meyer, t-online.de

So senken Sie den Stromverbrauch Ihres PCs?. Ein PC kann richtig teuer werden – diese Tipps reduzieren den Stromverbrauch. (Quelle: imago)

Diese Tipps reduzieren den Stromverbrauch von PC, Router und Co. (Quelle: imago)

Eine Studie der Energie Agentur.NRW belegt: Ein Viertel des Stromverbrauchs gehen auf das Konto von PC, Drucker, WLAN-Router und Co. – noch vor Kühlschrank und Waschmaschine. Wir erklären, wie Sie den Stromverbrauch von Computer und Router in den Griff bekommen und so einiges an Geld sparen können.  

Energie sparen können Sie grundsätzlich auf zwei Arten: Durch die Anschaffung besonders energiesparender PC-Komponenten und durch kluge Verwendung der vorhandenen Ausstattung.

Stromverbrauch steigt

Vor 15 Jahren lag der Durchschnittsverbrauch für Computer, Fernseher und Co. noch bei sieben Prozent. Nur jeder vierte Haushalt besaß überhaupt einen PC. Heute entfallen knapp 25 Prozent des Stromverbauchs auf Rechner, Router, SAT-Receiver und vieles mehr.

Längere Nutzungszeiten, mehr Geräte und größere Bildschirme seien der Hauptgrund für den steigenden Energieverbrauch, schreibt die Energie Agentur.NRW. Etwa fünf Stunden am Tag wird der PC genutzt, die Standby-Zeiten liegen bei knapp neun Stunden täglich.

Sparen mit alter PC-Hardware

Wenn Ihr PC schon einige Jahre alt ist, Sie aber mit seiner Leistung im Grunde noch zufrieden sind, ist der Verzicht auf einen neuen PC die wohl beste Art, Energie zu sparen. Für die Herstellung eines einzigen Computers müssen nämlich etwa 3000 kWh Energie aufgewandt werden: Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch eines kleinen Haushalts.

Daher ist es sinnvoll, diesen Energieaufwand auf eine möglichst lange Nutzungsdauer zu verteilen. Aber auch auf der eigenen Stromrechnung kann sich die Weiternutzung eines Altgerätes positiv bemerkbar machen – wenn es das richtige ist.

Alte PC verbrauchen oft weniger Strom

Computer, die schon vor zehn Jahren vorwiegend für Büroaufgaben eingesetzt wurden, also mit einer einfachen OnBoard-Grafikkarte und einem Prozessor zwischen ein und zwei GHz ausgerüstet sind, verbrauchen oft nur zwischen 30 und 50 Watt.

Ein moderner PC mit Mehrkernprozessor kann dagegen gut und gerne 100 Watt verbrauchen. Bei vier Stunden Nutzungsdauer pro Tag und einem Bruttopreis von 0,25 Euro pro kWh verbraucht ein moderner PC (ohne Monitor und sonstige Peripherie) Strom für 36 Euro, während es beim Altrechner durchschnittlich 14 Euro sind.

TFT-Flachbildschirm spart Energie

Ausgespart bleibt bei dieser Rechnung allerdings der PC-Monitor. Hier verbrauchen die guten alten Röhrengeräte um den Faktor vier mehr Energie: Der typische Verbrauch eines Röhrenmonitors mit 20 Zoll Diagonale liegt bei über 100 Watt, während ein gleich großer TFT-Flachbildschirm nur etwa 25 Watt verbraucht. Bei wiederum vier Stunden täglicher Nutzungsdauer kostet die alte Röhre 36 Euro pro Jahr, während der TFT-Bildschirm nur Strom für 9 Euro aus der Leitung saugt.

Bei der Monitornutzung ist auch der Stromverbrauch im Standby-Betrieb zu beachten. Eine Studie des Unternehmens MMD fand 2013 heraus, dass fast zwei Drittel aller Monitore nach dem Herunterfahren des Arbeitsplatz-PCs nicht ausgeschaltet werden. Bei 28 Millionen Arbeitsplatzcomputern in 2012 in Deutschland und einem Einsparpotenzial von bis zu 26 Euro Stromkosten pro Monitor pro Jahr ergeben sich somit Gesamtkosten von über 480 Millionen Euro, die vermeidbar wären, errechnete die Studie.

Damit verbunden ist ein höherer Kohlendioxid-Ausstoß: Bei konsequentem Ausschalten des Monitors können jährlich bis zu 1,6 Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert werden, errechnete die Studie.

Neukauf: Notebook schlägt Desktop-PC

Vor der Anschaffung eines PC sollten Sie überlegen, welche Leistungsmerkmale für Sie wichtig sind: Wenn Mobilität dabei an erster Stelle steht, dann herzlichen Glückwunsch: Selbst die Boliden unter den Notebooks kommen selten über eine Leistungsaufnahme von 50 Watt hinaus.

Die meisten Tablets verbrauchen sogar weniger als 10 Watt, und kosten damit pro Jahr (wieder vier Stunden tägliche Nutzungsdauer und einen Strompreis von 0,25 Euro pro kWh vorausgesetzt) gerade einmal 3,60 Euro Strom.

Auch beim Desktop-PC lässt sich Energie sparen

Aber auch der Desktop-PC bietet, je nach bevorzugter Nutzung, erhebliches Einsparpotential: Ein Vierkern-Prozessor verbraucht bei Volllast 10 bis 20 Watt mehr Energie als ein Zweikern-Prozessor, und eine separate, leistungsstarke Grafikkarte bis zu 100 Watt mehr als eine OnBoard-Lösung.

Wenn Sie einen PC fast ausschließlich für Büroaufgaben nutzen, Fotos bearbeiten und sich Diashows und Videos ansehen, ist ein simpler Zweikerner mit OnBoard-Grafik völlig ausreichend. Bearbeiten Sie allerdings regelmäßig Videos, legen auf HD-Auflösung wert oder sind Freund grafisch anspruchsvoller Computerspiele, müssen Sie tiefer in die Tasche greifen.

Energie sparen mit der Grafikkarte

Auch die Wahl der Grafikkarte im PC kann helfen, Stromkosten zu senken. Während die Hersteller selten direkt verraten, wie viel Strom ihre Grafikkarten unter normalen Bedingungen verbrauchen, hat sich im Marketing ein Wert etabliert, aus dem sich die Energieeffizienz zumindest indirekt schließen lässt: TDP, ausgeschrieben Thermal Design Power.

Dieser Wert gibt die maximale thermische Verlustleistung an: Je höher der Wert, desto mehr Energie geht in Form von Wärme verloren, statt sich in grafischer Leistung niederzuschlagen. Neben den von den Herstellern gern zitierten Benchmarks ist die TDP deshalb ein wichtiges Vergleichskriterium.

Was bei Netzteilen zu beachten ist

Strom sparen lässt sich auch durch die Wahl eines energieeffizienten Netzteils. Häufiges Missverständnis: Ein 300-Watt-Netzteil verbraucht nicht zwingend mehr Strom als ein 250-Watt-Netzteil, der Wert gibt vielmehr an, wie viel Leistung es dem PC maximal zur Verfügung stellen kann. Grundsätzlich sollte die Leistung eines Netzteils so gewählt werden, dass sie mindestens zwanzig Prozent über der aller zu versorgenden Komponenten liegt.

Ein Merkmal, an Hand dessen Sie die Energie-Effizienz eines Netzteils beurteilen können, ist dagegen das Prüfsiegel der Initiative 80 Plus, das nur dann zugeteilt wird, wenn ein Netzteil bei 20, 50 und 100 Prozent Last jeweils einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent erzielt. Für die höheren Zertifizierungen "80 Plus Bronze", "80 Plus Silver", "80 Plus Gold" und "80 Plus Platinum" sind die Anforderungen an den Wirkungsgrad jeweils stufenweise erhöht, und zwar nach folgender Tabelle:

 

Wirkungsgrad bei  

20% Auslastung

50% Auslastung

100% Auslastung

80 Plus  

80%  

80%

80%

80 Plus Bronze   

82%  

85%  

82%

80 Plus Silver 

85% 

88% 

85%

80 Plus Gold  

87%

90%

87%

80 Plus Platinum 

90%   

94% 

91%

 

Energie sparen unter Windows

Wie viel Energie ein PC verbraucht, hängt nicht nur von seiner Hardware ab, sondern auch davon, wie er genutzt wird – und vor allem, was passiert, wenn er zwar eingeschaltet ist, aber eigentlich gar nicht gebraucht wird.

Wahre Energieschleudern sind anspruchsvolle Bildschirmschoner. Die sorgen nicht selten dafür, dass der Energieverbrauch sogar noch ansteigt: CPU, Grafikkarte und Monitor treibt so ein Bildschirmschoner zu Höchstleistungen. Wie viel Energie Sie sparen, wenn Sie statt komplexer Animationen in Arbeitspausen den Bildschirm einfach nur schwarz werden lassen, hängt natürlich davon ab, wie viele Pausen Sie machen.

Per Rechtsklick auf den Desktop und den Menüeintrag Einstellungen respektive (seit Windows Vista) Anpassen gelangen Sie zum Bildschirmschoner-Dialog. Wie Sie von dort aus den Energieverbrauch Ihres PC noch weiter drosseln können, erfahren Sie in der Foto-Show Energie sparen unter Windows.

Energie sparen am WLAN-Router

Moderne Router verfügen über eine Nachtschaltung, die nachts, wenn der PC ausgeschaltet ist und Anwender schlafen, den Betrieb beenden. Über die Benutzeroberfläche können Sie Uhrzeiten festlegen, in denen der Router die WLAN-Funktion abschaltet, sofern kein Gerät im Funknetzwerk aktiv ist. Tipp: In Single-Haushalten lässt sich die Nachtschaltung auch tagsüber aktivieren, wenn man ohnehin auf der Arbeit ist.

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