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    Google Maps: Bahnverbindungen im Routenplaner

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    Routenplanung  

    Google Maps schlägt jetzt auch Bahnverbindungen vor

    17.09.2012, 17:56 Uhr | dpa, dpa

    Google Maps: Bahnverbindungen im Routenplaner. Google Maps schlägt jetzt auch Bahn-Verbindungen vor (Quelle: Google Maps)

    Google Maps schlägt jetzt auch Bahn- Verbindungen vor (Quelle: Google Maps)

    Bei der Routenplanung ist man oft unsicher, ob es schlauer und schneller ist, das Auto zu nehmen oder mit der Bahn zu fahren. Bislang musste man für die Entscheidung zwei Recherchen durchführen, eine bei der Bahn, eine bei einem Routenplaner. Jetzt geht das alles über Google Maps: Dort wird ab sofort neben den Routen für Autos und Fußgänger auch der Fahrplan der Deutschen Bahn angezeigt.

    Über eine Kooperation mit Google will die Deutsche Bahn (DB) mehr Reisende für sich gewinnen. Der Internet-Riese zeigt in seinem Kartendienst Maps ab sofort den Fahrplan des Verkehrsunternehmens an. Wer eine Route berechnen lässt, könne sich neben Auto- und Fußgängerstrecken auch passende Züge vorschlagen lassen, teilten die Unternehmen am Montag in Berlin mit. Ein Link führt von der Funktion mit der Bezeichnung Transit zum Ticketkauf auf der Bahn-Website. Dort werden auch Verspätungen angezeigt. "Wir scheuen nicht den Vergleich mit anderen Verkehrsträgern", sagte Ulrich Homburg, Bahn-Vorstand für den Personenverkehr.

    Maps zeigt nur Züge der Deutschen Bahn

    Transit umfasst zunächst lediglich Züge der Deutschen Bahn, die Strecken von Konkurrenten des Quasi-Monopolisten und regionalen Verkehrsverbünden sind nicht integriert. Daran werde aber intensiv gearbeitet, sagte der zuständige Google-Manager Raphael Leiteritz. "Google Maps war jahrelang sehr autolastig" – das ändere sich jetzt. Transit ist nach Angaben des Unternehmens für weltweit mehr als 500 Regionen und Städte verfügbar; Schwerpunkte sind Europa, die USA und Ostasien.

    Open-Data-Projekte dürfen Bahndaten nicht nutzen

    Für die Vermittlung von Kunden zahle die Bahn kein Geld, erklärten die Unternehmen. Google fange an, sich über die Monetarisierung von Maps Gedanken zu machen, sagte Leiteritz – dabei stehe Werbung im Mittelpunkt. Einer offenen Verwendung von Fahrplandaten erteilte die Bahn eine Absage – eine "unkontrollierte Abgabe", etwa an Open-Data-Projekte, werde es nicht geben, sagte Ulrich Homburg, Bahn-Vorstand für den Personenverkehr. Das Unternehmen müsse eine qualitativ hochwertige Aufbereitung der Daten gewährleisten.

    Entwickler haben Zugverbindungen selbst extrahiert

    Aktivisten fordern, dass die Informationen für jeden nutzbar in einem maschinenlesbaren Format zur Verfügung gestellt werden, damit beispielsweise Programmierer eigene Anwendungen schreiben können. Allerdings haben Entwickler bereits selbst die Daten verschiedener Verkehrsunternehmen extrahiert und einen Teil davon unter offener Lizenz veröffentlicht.

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