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Wikipedia-Lügen: Die zehn hartnäckigsten Wikipedia-Hoaxes

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Erfundene Mörder und anderer Schwindel  

Die hartnäckigsten Wikipedia-Lügen

15.01.2016, 08:23 Uhr | t-online.de

Wikipedia-Lügen: Die zehn hartnäckigsten Wikipedia-Hoaxes. Die zehn hartnäckigsten Wikipedia-Lügen. (Quelle: t-online.de)

Die zehn hartnäckigsten Wikipedia-Lügen. (Quelle: t-online.de)

Fiktive Attentäter, erfundene Länder oder Kriege, die nie stattgefunden haben. Nicht alles, was sich in der Wikipedia findet, entspricht der Wahrheit. Die größte Stärke des Online-Lexikons ist gleichzeitig ihre Schwäche: Da alle mitmachen dürfen, können sich auch Witzbolde dort austoben. Sorgfältig aufbereitet, hält sich mancher dieser Hoaxes jahrelang. Wir haben die hartnäckigsten Wikipedia-Lügen zusammengestellt.

Im Jahr 1640 gipfelte der Bicholim-Konflikt in einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Portugal und dem indischen Maratha-Reich. Der Krieg dauerte ein knappes Jahr, endete mit einem Friedensvertrag und verhalf der indischen Region Goa dazu, als eigener Bundesstaat anerkannt zu werden. Nur hat es diesen Konflikt niemals gegeben.

Ein Witzbold hatte sich diese sehr komplexe und mit 4500 Wörtern fundiert ausformulierte Geschichte ausgedacht und sie in der Online-Enzyklopädie veröffentlicht. Erst im Dezember 2012 flog dieser Schwindel nach fünfeinhalb Jahren auf.

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Die zehn hartnäckigsten Wikipedia-Lügen

Jeder darf bei Wikipedia mitschreiben

Wikipedia lebt von der gigantischen Schaar von Autoren, die ihr Wissen in Artikelform packen und auf der Online-Enzyklopädie veröffentlichen. Jeder kann sich als Autor anmelden, neue Artikel schreiben und vorhandene bearbeiten. Nie gehört ein Artikel einem Autor alleine, denn das "kolaborative Schreiben" ist der Grundgedanke hinter Wikipedia.

Wikipedia setzt zur Überprüfung des Wahrheitsgehaltes von Artikel auf die schiere Masse von Autoren und vertraut darauf, dass ein Autor Fehler eines anderen bemerkt und korrigiert. Artikel werden ständig überarbeitet, mit neuen Quellen und Belegen ergänzt und weiter entwickelt.

Keine Zugangskontrolle

Für Wikipedia anmelden kann sich jeder ohne das persönliche Angaben nötig wären. Ein Benutzername und ein Passwort genügen, bereits die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Die Echtheit einer Person wird nicht überprüft. So ist es für unseriöse Zeitgenossen kein Problem sich anonym anzumelden.

Investiert ein Scherzbold viel Mühe in "seinen" Artikel, schreibt diesen seriös und sorgt mit einigen Links und Literaturverweisen für den Anschein, dass seine Geschichte mit ausreichend guten Quellen belegt ist, dann kann es dauern, bis der Scherz als solcher enttarnt wird. Die langlebigste Wikipedia-Fälschung hat sich immerhin acht Jahre gehalten, bis sie gelöscht wurde.

Neben den reinen Scherzen und Fälschungen gibt es auch amüsante Irrtümer, bei denen echte Tatsachen oder Personen um falsche Informationen ergänzt wurden. Der bekannteste Irrtum auf der deutschen Wikipedia-Seite ist der Vorname Wilhelm, der Ex-Verteidigungsminister Freiherr zu Guttenberg angedichtet wurde.

Weitere spannende Themen finden Sie auf unserer Digital-Startseite.

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