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Geräte für Senioren: Handys, Hausnotruf und Apps

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Smartphones und Gesundheits-Apps  

Diese Geräte sind top für Ältere

06.06.2017, 09:56 Uhr | Axel Schoen, t-online.de

Geräte für Senioren: Handys, Hausnotruf und Apps. Großvater und Enkelin nehmen ein Selfie mit einem Smartpone auf. (Quelle: imago)

Technik verbindet: Großvater und Enkelin machen Selfies mit dem Smartphone. (Quelle: imago)

Fummelige Bedienung, winzige Schrift: Viele Geräte und Anwendungen sind für ältere Menschen nicht optimal. Doch auch im besten Alter gehören Smartphones und Co. selbstverständlich zum Alltag.

Eltern, Oma und Opa wollen den Kontakt zu ihren Enkeln und Kindern halten, wenn diese zum Beispiel ein Praktikum im Ausland machen. WhatsApp und E-Mails erleichtern dabei die Kommunikation und helfen große Entfernungen zu überbrücken.

Durch den demographischen Wandel wächst die Gruppe älterer Menschen weiter - und damit auch der Bedarf an für Senioren optimierte Geräte.

Leben ohne Smartphone kaum vorstellbar

Eine Studie des Branchenverbandes Bitkom ergibt, dass fast ein Drittel der Menschen ab 65 Jahren ein internetfähiges Handy besitzen. Für die Hälfte der Senioren erleichtert es den Alltag. 25 Prozent der Älteren können sich sogar ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. „Smartphones wie auch Apps und mobile Webseiten sind in den vergangenen Jahren immer benutzerfreundlicher geworden und dadurch auch für ältere Menschen, die unter Umständen noch wenig Erfahrung mit digitalen Technologien haben, immer attraktiver“, sagt Bernhard Rohleder, der Bitkom-Haupt-Geschäftsführer. Besonders bei älteren Menschen sind "Phablets" (zusammengesetztes Wort aus "Phone" und "Tablet") wegen ihrer großen Bildschirme beliebt.

Gesundheits-Apps beliebt

Für Senioren spielt das Thema Gesundheit eine wichtige Rolle. Sie fragen im Internet gern nach ärztlichem Rat und sind auf der Suche nach Ernährungstipps. Es gibt Apps die sie beispielsweise an die Einnahme von Medikamenten erinnern. Für Menschen mit Sehbehinderung sind Geräte mit Spracherkennung praktisch, um den Alltag zu meistern. Die Qualität der Gesundheitsportale ist allerdings unterschiedlich gut. 

Frauen sind aktiver

Im Durchschnitt nutzen Menschen aller Altersgruppen ihr Smartphone 82 Minuten am Tag, bei den älteren sind es nur 14 Minuten am Tag. In der Zeit werden gerne Messenger wie WhatsApp genutzt und Nachrichten online gelesen. Ältere Frauen sind deutlich aktiver im Netz, bei Männern herrscht noch Nachholbedarf.

Seniorenhandys

Ältere Menschen können aus einem breiten Angebot an Mobilfunktelefonen wählen. Die Geräte haben meistens besonders große Tasten und Bildschirme. Es gibt Klassiker wie Klapp- und Schiebehandys, aber auch moderne Smartphones. Viele sind für Hörgeräte ausgelegt und bieten Notruffunktionen. Die wichtigsten Nummern, wie die von Kindern, Arzt oder Pflegedienst lassen sich meist leicht erreichen. Einer der großen Anbieter ist Doro aus Schweden.

Stiftung Warentest empfiehlt

Stiftung Warentest bewertete beispielsweise das Einsteiger-Smartphone Doro Liberto 825 LTE mit der Testnote "Gut". Das Android-Handy verfügt unter anderem über einen großen fünf Zoll Bildschirm, GPS-Empfang, einer acht Megapixel Kamera, schnellen Internet-Verbindung per LTE, WLAN und Bluetooth. Allerdings ist dessen Android-Version 5.1 veraltet, aktuell ist 7.1.

Alternative: Auf jedem Android-Handy ab der Version 4.3 funktioniert "Asina" eine stark vereinfachte Benutzeroberfläche für Smartphones. Die 30-tägige Testphase ist kostenlos, danach fallen pro Jahr knapp 100 Euro Gebühren an. Weniger Technikaffine sollten sich von den Kindern oder Enkeln bei der Installation helfen lassen.

Fernbedienung für Senioren

Auf das Wesentliche reduziert sind Senioren-Fernbedienungen, verwirrende Tasten werden weggelassen. Sie verfügen meist nur über einen Ziffernblock. Laut- und Leiste-Tasten und Pfeil-Tasten zum Wechseln der Kanäle und einen An- und Ausschalter. Bei noch einfacheren Versionen fällt auch das Ziffernfeld weg. Die Tasten sind angenehm groß und aufgedruckte Symbole besonders gut zu erkennen.

Notruf- und Ortungssysteme

Es gibt verschiedene Varianten von Notrufgeräten:

  • im Handy integriert
  • im Festnetztelefon integriert
  • mobile und stationäre Geräte
  • GPS-Tracker in Uhren und Schuhen, mit Sturz-Meldefunktion

Wichtig ist, dass solch ein Notruf gut zu erreichen ist. Geräte, die die den Standort übermitteln, nützen nur etwas, wenn der Angehörige oder die demente Person sie auch bei sich trägt. GPS-Uhren können in diesen Fällen eine gute Lösung sein, sie ermitteln den Standort per GPS und teilen ihnen bei Bedarf per Funk an Angehörige oder Pflegedienste mit.

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