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Facebook arbeitet an einer Technik zum Gedankenlesen

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"Gedanken wie Fotos oder Videos teilen"  

Weiß Facebook bald, was wir denken?

21.04.2017, 12:18 Uhr | AFP

Facebook arbeitet an einer Technik zum Gedankenlesen . Facebook-Entwicklerkonferenz F8 (Quelle: dpa/Andrej Sokolow)

Facebook präsentiert auf seiner Entwicklerkonferenz F8 ein Projekt, mit dem Menschen Worte aus ihrem Gehirn an Computer senden können. (Quelle: Andrej Sokolow/dpa)

Kein Witz: Das Online-Netzwerk arbeitet an einer Technik zum Gedankenlesen. Der US-Datenriese stellte bei seiner Entwicklerkonferenz F8 ein Projekt vor, das es Nutzern ermöglichen soll, Nachrichten zu verfassen, ohne sie zu schreiben.

Ziel sei es, Gedanken direkt in Sprache zu übersetzen, sagte Facebook-Managerin Regina Dugan am Mittwoch im kalifornischen San José. Es solle ein System erschaffen werden, das hundert Wörter pro Minute direkt aus dem Gehirn in einen geschriebenen Text umwandelt.

So könnten Nutzer Kurznachrichten oder E-Mails versenden, ohne sie in ihr Smartphone einzutippen. Mit der neuen Methode würde dies etwa fünf Mal schneller gehen. An dem Projekt arbeiten nach Angaben von Facebook mehr als 60 Experten, unter ihnen Wissenschaftler und Ingenieure. "Wir haben gerade erst losgelegt", sagte Dugan.

Gedanken lesen ohne Elektronen

Um Computer mit Gedanken zu steuern, sind bislang Elektroden notwendig, die operativ in den Kopf eingepflanzt werden. Facebook will nach eigenen Angaben Sensoren entwickeln, die auf dem Kopf getragen werden.

Es gehe nicht darum, "wahllos Gedanken zu lesen", betonte Dugan. "Wir reden von Gedanken, die man teilen will; Wörter, die zum Sprachzentrum des Gehirns gesandt wurden." Eines Tages werde es möglich sein, einen Gedanken wie Fotos oder Videos zu teilen, erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Langfristiges Ziel sei die Entwicklung einer "tragbaren Technologie" für den Massenmarkt.

Bedenken von Datenschützern

Ob die Technik sich durchsetzt, ist eine andere Frage. Besonders in Deutschland sind die Bedenken von Datenschützern sehr groß. Diese hatten bereits Projekte wie "Google Street View" zum Stillstand gebracht.

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