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Künstliche Intelligenz von Google lässt Siri dumm dastehen

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Entwicklerkonferenz I/O  

Google lässt Siri dumm dastehen

18.05.2017, 11:48 Uhr | rk

Künstliche Intelligenz von Google lässt Siri dumm dastehen. Google Logo Geräte Android Assistant (Quelle: Google)

Googles Künstliche Intelligenz ist die klügste (Quelle: Google)

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O hat der Internetriese den fundamentalen Richtungswechsel von Mobilität hin zu Künstlicher Intelligenz verkündet und die Durchdringung aller Lebensbereiche vorgeführt. Googles Supercomputer sehen, lesen, hören, erkennen und übersetzen, bestellen und organisieren auf allen Geräten, die man sich vorstellen kann. 

"Es ist unsere Hauptaufgabe, die Informationen der Welt zu organisieren", erklärte Google-Chef Sundar Pichai auf der Hausmesse des gigantischen Unternehmens. In dieser Woche habe man die 2-Milliarden-Marke für registrierte Geräte durchbrochen aber viel wichtiger als Mobiles Computing werde Künstliche Intelligenz (KI). Sie soll die Probleme der Welt lösen. Angeführt werden die Früherkennung von Brustkrebs und die Erfindung von Wirkstoffen in der Medizin, Direkt-Übersetzung von Textnachrichten, die Vermittlung von Arbeitsstellen und eine Sprachassistenz im Alltag, die stark an Star Trek erinnert.

"Wir erfinden alle unsere Produkte neu"

Auf der Eröffnungsveranstaltung präsentiert Google dabei größtenteils vollendete Tatsachen. Für die enorme Rechenleistung, die Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Neuronale Netze benötigen, wurden die Rechenzentren aufgerüstet. Ein eigens für die hochgradig parallelisierten Berechnungen entworfener Tensor-Prozessor erledigt seine Aufgabe nun in zweiter Generation um den Faktor 30 schneller. Die Rechenpower bietet Google auch als Service an, für eigene und fremde Dienste.

Damit lässt sich das Verhalten von Molekülen voraussagen, Brustkrebs kann präziser und früher erkannt werden und Googles Erkennung wandert von Texten zu Bildern und Sprache. Sehr schnell, noch im Sommer, sollen viele der Technologien auch im deutschen Alltag ankommen.

Google Rechenzentrum (Quelle: Google)Google Rechenzentrum mit Tensor Processing Units für Künstliche Intelligenz (Quelle: Google)

Der Google Assistant und Google Lens 

Mit einem Smartphone lassen sich beispielsweise Sprachbarrieren ausräumen. Die Bilderkennung Google Lens übersetzt auf Wunsch fremdsprachige Hinweisschilder wie Speisekarten oder Wegweiser. Sie müssen nur mit der Kamera drauf zeigen, die Informationen zum Bildinhalt blendet Google ein. Per Software erkennt Google, auf welche Blume die Kamera gerade gerichtet ist, vor welchem Restaurant Sie stehen oder welche Kollegen Sie gerade fotografiert haben. Mit einem Klick sind ein Florist in der Nähe, eine Platzreservierung oder die Einladung zu einem online geteilten Fotoalbum verfügbar.

Veranstaltungsplakate oder Firmenschilder führen den Nutzer direkt zu Terminen, Öffnungszeiten oder Ticketreservierungen. Wer will, kann auch gleich per Sprachkommando zahlen, sofern irgendwann mal ein Zahlungsmittel bei Google eingerichtet wurde.

Google Tag Cloud für Photos (Quelle: Google)Die Google Lens Bilderkennung assoziiert automatisch Begriffe für eine Suche (Quelle: Google)

"Google zeige mir das Foto, wo Tom die Kerzen auf der Torte ausbläst"

Nicht nur die Bilderkennung von Google ist extrem weit fortgeschritten, das gilt auch für Sprache und Kontext. Google weiß, was auf Bildern zu sehen ist. Bei der Frage nach bestimmten Menschen oder Ereignissen berücksichtigt die Software frühere Anfragen, Positionsdaten, Termine, aktuelle Verkehrsdaten und geht in einigen Fällen sogar proaktiv auf Nutzer zu: "Um für das Fußballspiel ihrer Tochter rechtzeitig anzukommen, sollten Sie jetzt losfahren".

Google Assistant Screenshots (Quelle: Google)Mit Google Lens werden Pflanzenarten, Geschäfte und Router-Passwörter erkannt (Quelle: Google)

Der Lautsprecher Google Home wird mit diesem Dienst ab Sommer in Deutschland in Konkurrenz zu Amazons Echo treten. Man erreicht den Assistenten auch über das Smartphone oder die TV-Fernbedienung, alle Geräte hören immer mit und warten auf ihr Codewort. Angesprochen, rufen sie dann die Mutter an oder bestellen das Lieblingsgericht. Wessen Mutter oder favorisiertes Essen muss derjenige nicht mehr mit dazusagen, das erkennt Google am Stimmmuster von bis zu 6 Benutzern im Haushalt. Der Anruf erfolgt unter der persönlichen Nummer und ist kostenfrei - vorerst jedoch nur in den USA möglich.

Googles VPS erkennt die Position in Innenräumen anhand visueller Daten (Quelle: Google)Googles VPS erkennt die Position in Innenräumen anhand visueller Daten (Quelle: Google)

Auch auf Apple iPhones, PCs und TVs mit Jobbörse

Sowohl Amazon als auch Apple können mit Alexa und Siri keine vergleichbare Fähigkeiten vorweisen. Google erstellt Kalendereinträge auf Basis abfotografierter Notizen und To-Do-Listen, es führt Buch mit Hilfe von Kassenbons oder sucht abfotografierte Bücher für Sie. "Die Plattform kann mit der Komplexität umgehen", verkündet Google. Geräte- und herstellerübergreifend will sich Google um alle digitalen Belange kümmern. Die KI sei immer hilfs- und gesprächsbereit. Mit Hilfe der Bilderkennung kann Google Sie zu gewünschten Produkten im Baumarkt oder aber zum Bewerbungsgespräch für den kommenden Job führen.

Auch wenn Googles KI im Englischen noch einen deutlichen Vorsprung genießt, rücken zunehmend auch andere Sprachräume in den Fokus. Den Anfang machen Frankreich, Deutschland und Japan in diesem Sommer.

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