Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet >

Smartphones: Was Eltern Kindern nicht verbieten dürfen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Soziale Medien, Smartphones  

Was Eltern ihren Kindern verbieten dürfen - und was nicht

12.06.2017, 10:10 Uhr | hd, dpa-tmn

Smartphones: Was Eltern Kindern nicht verbieten dürfen. Viele Kinder nutzen Smartphones. Eltern sehen das oft kritisch. (Quelle: imago)

Viele Kinder nutzen Smartphones. Eltern sehen das oft kritisch. (Quelle: imago)

Ob Facebook, Instagram oder Snapchat: Eltern dürfen die Aktivitäten ihrer Kinder in den sozialen Medien nur bedingt kontrollieren. Ab 13 Jahren dürfen Eltern ihnen nicht mehr verbieten, einen Zugang zu einem sozialen Netzwerk einzurichten, so der Deutsche Anwaltverein. Experten raten dazu, mit Kindern über die Nutzung zu sprechen und technische Hürden zu errichten. 

Nur bei Jüngeren können Eltern den Zugang sperren lassen. Wie Kinder ab 13 Jahren die sozialen Medien nutzen, dürfen Mütter und Väter nicht kontrollieren. "Die Persönlichkeitsrecht des Kindes wiegen in diesem Fall schwerer als die Erziehungsrechte der Eltern", sagt Swen Walentowski.

Experten raten dazu, das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu suchen, und im Zweifelsfall Kindersicherungen zu nutzen 

Das Gespräch suchen

Viele Gefahren sind für Eltern nur schwer greifbar, auch weil sich diese Bedrohungen gefühlt im Sekundentakt verändern. Dennoch sollten sie sich regelmäßig über Sicherheitslücken informieren und Kinder mit den Risiken vertraut machen.

Wichtig ist, dass Erwachsenen mit ihren Kindern offen über die Risiken sprechen, die das Internet mit sich bringt. „Eltern sollten ihre Kinder zu einem Dialog darüber ermutigen, was sie im Internet tun oder besser lassen sollten“, erklärt Thomas Uhlemann, Security Specialist beim IT-Sicherheitsanbieter Eset. „So können sie den Nachwuchs dabei unterstützen, auch online verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und sicher zu bleiben.“

Kindersicherungen nutzen

Damit Kinder vor bestimmten Inhalten geschützt sind, können auch technische Schutzmaßnahmen helfen: Viele Anbieter von Apps und Programmen bieten eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man den Zugang altersgerecht einschränken kann. Zum Beispiel können Eltern damit In-App-Käufe blockieren. Mit zusätzlichen Anwendungen können Eltern nicht-altersgerechte Inhalte und Webseiten auf Android-Tablets und -Smartphones deaktivieren oder ihren Sprösslingen Zeiten für Spiele und Spaß-Apps vorgeben.

Auch Cybermobbing ist ein ernstes Thema, mit dem sich Eltern zusammen mit ihren Kindern auseinandersetzen müssen. Laut einer aktuellen JIM-Studie war jedes fünfte Kind schon einmal Opfer von Cybermobbing. Eltern sollten ihre Kinder darin bestärken, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Dazu gehört beispielsweise, Nachrichten zu speichern und beleidigende Inhalte in sozialen Netzwerken zu melden. Wichtig ist zudem, alle Zugänge ausreichend gegen fremden Zugriff zu sichern. Eltern sollten ihre Kinder dazu anhalten, ihre Accounts mit sicheren Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen, und Inhalte in sozialen Netzwerken auf verantwortungsvolle Weise zu teilen.

Tatort-Schauspieler gegen Smartphones bei Kindern

Viele Eltern sehen die Nutzung von Smartphones und Sozialen Medien bei Kindern besonders kritisch. Auch Tatort-Schauspieler Martin Brambach ist gegen Smartphones für Kinder. "Wenn ich der Gesetzgeber wäre, würde ich internetfähige Handys für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verbieten", sagte er der "Bild am Sonntag".

Schauspieler Martin Brambach ("Tatort") würde Smartphones für Kinder unter 16 am liebsten verbieten lassen. (Quelle: dpa/ Henning Kaiser)Schauspieler Martin Brambach ("Tatort") würde Smartphones für Kinder unter 16 am liebsten verbieten lassen. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

Ständiges Lauern auf Likes und Antworten 

Eltern hätten ab einem bestimmten Alter der Kinder keine Chance mehr zu kontrollieren, was sich der Nachwuchs im Internet ansieht. Brambach ("Tatort"), selbst Vater, hält auch soziale Netzwerke für problematisch: "Ständig muss gecheckt werden, ob schon jemand meinen Beitrag bei Facebook geliked hat oder es bei WhatsApp eine Antwort gibt", sagte er der Zeitung.

Der 1967 geborene Schauspieler kennt das aus eigener Erfahrung: "Wir waren mal mit der Familie im Urlaub in der Türkei und saßen auf der Fahrt zum Hotel noch zwei Stunden im Bus." Auf einmal habe seine älteste Tochter "Ja, 20 Leute finden es gut, dass ich in der Türkei bin!" gejubelt. "Ich habe sie nur gefragt: "Hast du auch schon mal rausgeschaut?"

Erlauben Sie Ihren Kindern Smartphones und Soziale Medien? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Trendige Sofas und Couches für jeden Geschmack
reduzierte Angebote entdecken bei ROLLER.de
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Hoover Haushaltsgeräte
OTTO.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017