13.02.2013, 17:06 Uhr | t-online.de
Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus. (Quelle: Symbolbild INSADCO/imago)
Das Polizeipräsidium Frankfurt und Microsoft warnen vor Anrufen von Telefon-Betrügern, die sich als Techniker von Microsoft ausgeben. Diese behaupten, einen schweren Virenbefall des Computers des Angerufenen festgestellt zu haben. Für die Reparatur per Fernwartung wollen die Täter dann Geld kassieren.
Das Polizeipräsidium Frankfurt verzeichnete in den letzten Wochen einen Anstieg entsprechender Betrugsanzeigen. Die Opfer berichten jeweils vom Anruf eines vermeintlichen Microsoft-Technikers. Der englischsprachige Anrufer behaupte, vom "Technical Support Department" in London aus anzurufen, weil man festgestellt habe, dass der Computer des Angerufenen mit Viren verseucht sei. Alternativ wird behauptet, es wären zu viele Spam-E-Mails auf dem Rechner zu finden.
Der Betrüger fordert den Angerufenen auf, eine Fernwartungs-Software namens Ammyy Admin zu installieren, damit der falsche Techniker einen Fernwartungszugang zum PC erlangen und diesen dann angeblich reparieren kann. Für diese Dienstleistung wird im gleichen Gespräch auch die Zahlung einer Servicepauschale in Höhe von 150 Dollar oder Euro eingefordert. Meist werden auch gleich die Kreditkartendaten verlangt.
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Ammyy Admin ist tatsächlich eine offizielle Software zur Fernwartung von Computern. Wenn das Opfer die Software wie gefordert installiert und dem Anrufer den Zugang gewährt, kann dieser den Computer fernsteuern, also auch Dateien austauschen, weitere Programme aus der Ferne installieren und so Spionagesoftware oder anderen Schadcode einschleusen. Das Polizeipräsidium Frankfurt geht davon aus, dass die Angreifer über die Software nach wertvollen Daten suchen, etwa Kreditkarten.
Microsoft hat viele dieser Anrufe ausgewertet und festgestellt, dass diese nicht – wie behauptet – aus Großbritannien kommen, sondern aus den USA, China, Indien oder von den Bahamas. Die Rufnummer ist jeweils unterdrückt, meist sieht der Angerufene nur eine 00 im Display seines Telefons. Microsoft empfiehlt Betroffenen, sofort Betrugsanzeige bei der Polizei zu stellen. Die Frankfurter Polizei rät, keine Daten am Telefon herauszugeben, sondern direkt wieder aufzulegen. Der Software-Konzern stellte erstmals im Herbst 2011 solche Betrugsversuche fest und warnt jetzt vor einem erneuten Anstieg der Anrufe. Microsoft erklärte, wie solche Betrugsversuche von legitimen Anrufen des Microsoft-Supports unterschieden werden können:
Quelle: t-online.de
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