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WOT: Firefox und Chrome schmeißen "Web of Trust" raus

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Nach Datenskandal  

Firefox und Chrome schmeißen WOT raus

05.11.2016, 08:25 Uhr | Yaw Awuku, t-online.de

WOT: Firefox und Chrome schmeißen "Web of Trust" raus. Web of Trust steht im Verdacht, die Daten von Millionen Anwendern auszuspähen. (Quelle: dpa)

Web of Trust steht im Verdacht, die Daten von Millionen Anwendern auszuspähen. (Quelle: dpa)

Der Datenskandal um die millionenfach heruntergeladene Browser-Erweiterung "Web of Trust" (WOT) hat erste Konsequenzen. Für die Browser Firefox und Chrome ist das Add-on nicht mehr verfügbar. Dagegen sind deutsche Datenschützer in Fällen wie diesen offenbar machtlos.

Die Browser-Erweiterung WOT habe gegen die Richtlinien für Add-ons verstoßen, teilte der Firefox-Hersteller Mozilla in einer Stellungnahme mit, die t-online.de vorliegt. "Wir haben Beschwerden über das Add-on Web of Trust erhalten, die mit der Transparenz dessen Arbeitsweise zusammenhängen", schreibt ein Mozilla-Sprecher. Daher habe man sich entschieden, WOT so lange aus dem eigenen Download-Portal für  Firefox-Add-ons zu entfernen, bis der Hersteller entsprechende Anpassungen gemacht habe.

Es ist anzunehmen, dass andere Browser-Hersteller bald nachziehen. Von der Add-on-Plattform für den Google-Browser Chrome ist WOT bereits verschwunden. Allerdings ist die Android-App von WOT in Google Play noch verfügbar.

Deutscher Datenschutz offenbar machtlos

Ob die Betreiber von WOT rechtliche Konsequenzen fürchten müssen, ist derzeit noch unklar. Zwar verstößt die vom NDR beschriebene Datensammelei gegen das deutsche Datenschutzgesetz, aber "welche Datenschutzbehörde hier zuständig ist, können wir nicht mit Sicherheit sagen", erklärte Ulrich Kühn von der Datenschutzbehörde Hamburg auf Anfrage von t-online.de.

Das Unternehmen WOT Services sitzt in Finnland. Demnach wären auch finnische Datenschutzbehörden zuständig. Daher könne man die örtlichen Behörden auch nur auf die Probleme hinweisen. "Welche Sanktionsmöglichkeiten das finnische Datenschutzrecht bietet, ist mir nicht bekannt", so Kühn.

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