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Yahoo-Hacker knackten Accounts zum Teil ohne Passwort

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Neue Warnung  

Yahoo-Hacker konnten Accounts auch ohne Passwort knacken

16.02.2017, 16:27 Uhr | AFP

Yahoo-Hacker knackten Accounts zum Teil ohne Passwort. Rund eine Milliarde Yahoo-Nutzer ist von einem Datendiebstahl betroffen.  (Quelle: dpa)

Rund eine Milliarde Yahoo-Nutzer ist von einem Datendiebstahl betroffen. (Quelle: dpa)

Der Hackerangriff auf Yahoo wirkt noch immer nach: Das Unternehmen warnt seine Kunden, dass die Hacker manche Nutzerkonten auch ohne Passwort knacken konnten. Alle Betroffenen werden derzeit informiert, sagte ein Yahoo-Sprecher.

Wie viele Kunden-Accounts ohne Passwort geknackt wurden, sagte der Unternehmenssprecher nicht. Aus informierten Kreisen verlautete, die Liste der potenziell Betroffenen sei "einigermaßen endgültig".

Yahoo zufolge bedienten sich die Hacker gefälschter sogenannter Cookies. Damit werden Informationen über die Internetaktivitäten auf dem Computer des Nutzers gespeichert. Durch die Fälschung der kleinen Datenpakete war es den Angreifern demnach möglich, Yahoo-Nutzerkonten ohne Eingabe eines Passworts aufzurufen. Der Unternehmenssprecher versicherte am Mittwoch, die gefälschten Cookies seien "ungültig" gemacht worden und könnten nicht mehr für Angriffe benutzt werden.

Größter bislang bekannt gewordener Datenklau bei Yahoo

Yahoo hatte im Dezember mitgeteilt, dass unbekannte Hacker im Jahr 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Nutzer gestohlen hatten. Bereits im September musste Yahoo einräumen, dass im Jahr 2014 Daten von rund 500 Millionen Yahoo-Nutzern entwendet worden waren.

Die Hacker stahlen unter anderem E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, verschlüsselte Passwörter sowie verschlüsselte oder unverschlüsselte Sicherheitsfragen und deren Antworten. Inzwischen sei die Untersuchung der beiden Angriffe fast abgeschlossen, verlautete am Mittwoch aus informierten Kreisen.

Hackerangriffe lassen Yahoo-Kaufpreis sinken

Die massenhafte Datenklau belastete auch die geplante Übernahme des Yahoo-Kerngeschäfts durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon. Im Januar wurde die angestrebte Frist zum Abschluss des Geschäfts vom ersten auf das zweite Quartal 2017 verschoben.

Am Mittwoch berichteten mehrere US-Medien, die beiden Firmen hätten sich auf eine Senkung des Kaufpreises von ursprünglich 4,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) um 250 bis 300 Millionen Dollar geeinigt. Weder Yahoo noch Verizon wollten sich auf Nachfrage dazu äußern.

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