26.10.2012, 15:47 Uhr | jhof
Windows 8 kommt ohne Media Center daher (Quelle: dapd)
Ab heute ist Windows 8 auf neuen Computern oder als kostenpflichtiges Update verfügbar. Anders als beim Vorgänger ändert sich für den Nutzer eine Menge – etwa, dass ein nacktes Windows 8 keine Video-DVD abspielt. Wer trotzdem Filme ansehen will, muss das fehlende Media Center installieren oder sich mit Tricks behelfen.
Der Media Player von Windows 8 spielt nativ keine Video- undBlu-ray-Discs mehr ab – ihm fehlen die dafür notwendigen Audio- und Video-Codecs. Nur wer zeitig auf das neue Betriebssystem wechselt, kann das fehlende Media Center Pack kostenlos bei Microsoft herunterladen und installieren.
Die Version Windows 8 Pro geht bei Microsoft bis zum 31. Januar 2013 als Download zum Einführungspreis für knapp 30 Euro über den Ladentisch. Zusätzlich kann jeder Windows-8-Käufer bis Januar ein Multimedia-Zusatzpaket kostenlos herunterladen und installieren. Microsoft bietet das Media Center über den Windows Store als Zusatzpaket an, das später nur noch gegen Aufpreis erhältlich sein wird. Ohne das Media Center kann der Software-Player von Windows 8 keine Video-DVD abspielen, weil die entsprechenden Codecs in der Basisversion fehlen. Es ist allerdings problemlos möglich, die Codecs oder einen anderen Multimediaplayer nachträglich zu installieren.
Je nach Windows-8-Version bietet Microsoft ab Februar 2013 zwei Möglichkeiten, um alle fehlenden Codecs zu ergänzen. Über die Systemsteuerung können Besitzer von Windows 8 das Windows 8 Pro Pack nachinstallieren, Nutzer von Windows 8 Pro das Windows 8 Media Center Pack. In beiden Fällen ergibt die Kombination aus Basisversion und Zusatzpaket das Endprodukt Windows 8 Pro mit Media Center. Beide Pakete sind kostenpflichtig, einen genauen Preis nannte Microsoft bislang nicht. Windows-Chef Steven Sinofsky wies unlängst darauf hin, dass die meisten optischen Laufwerke mit Zusatzsoftware ausgeliefert werden, die Filme von DVD oder Blu-ray abspielen könne.
Außerdem gibt es weiterhin kostenlose Möglichkeiten, auch Windows 8 die DVD-Wiedergabe beizubringen. So hat die Freeware VLC Player die notwendigen Codecs bereits integriert. Das ist nicht bei jeder alternativen Abspielsoftware der Fall, viele Player nutzen die in Windows integrierten Codecs – können also auch nicht mehr als der Windows Media Player.
Die Tatsache, dass die Windows-Grundversion keine DVDs abspielt, ist für langjährige Windows-Nutzer keine Überraschung. Das nackte Windows XP konnte mit den Silberlingen auch nichts anfangen und war auf zusätzlich installierte Codecs angewiesen. Dies änderte sich erst mit Einführung der Windows Media Center Edition 2004, zuletzt war das Media Center ein Bestandteil der Windows-Versionen Ultimate und Home Premium gewesen.
26.10.2012, 15:47 Uhr | jhof
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