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Anzeigen im TV-Menü  

Philips-Fernseher bekommen bald mehr Werbung

26.01.2017, 14:26 Uhr | yba, t-online.de

Philips-Fernseher bekommen bald mehr Werbung. Werbung auf Fernsehern der Marke Philips sollen auch für den Hersteller lukrativ werden. (Quelle: imago/STPP)

Werbung auf Fernsehern der Marke Philips sollen auch für den Hersteller lukrativ werden. (Quelle: STPP/imago)

Der TV-Hersteller TP-Vision will auf seinen smarten Fernsehern der Marke Philips künftig mehr Werbung anzeigen. In den TV-Menüs sollen Anzeigen erscheinen, die auf die Nutzer zugeschnitten sind. Die notwendige Software ist auf den meisten Geräten bereits vorhanden.

Die Konkurrenten traditioneller Fernsehwerbung rüsten auf. Ab sofort bietet der chinesische Hersteller TP-Vision Werbekunden einen neuen Platz auf seinen Philips-Fernsehern an. Die Anzeigen sollen auf der Benutzeroberfläche des TV-Menüs erscheinen. Ein erster Test ist mit internetfähigen Fernsehern aus dem Jahr 2013 geplant. Spätere Modell-Reihen sollen folgen.

Die Werbeflächen werden von TP-Vision schon seit Längerem für Werbung in eigener Sache genutzt. Ab sofort können aber auch Dritte die Werbefläche buchen. Hierzu hat der Konzern eine Partnerschaft mit dem Vermarkter Improve Digital geknüpft, der für die Personalisierung der Anzeigen zuständig ist.

Georg Wilde, TP-Visions Pressesprecher für Deutschland, stellte auf Anfrage von t-online.de jedoch klar: "Es wird keine direkte Insertionen von Werbung in laufende Programminhalte geben". Auch in den Apps werde TP-Vision keine eigene Werbung schalten.

Weiß mein Fernseher, was ich esse?

Paulo Lopes, ein anderer Sprecher von TP-Vision, hatte versucht, der Niederländischen Rundfunkstiftung "NOS" die Vorteile von personalisierter Werbung schmackhaft zu machen. "Werbung muss relevant sein, dann irritiert sie auch nicht", sagte Lopes und nannte als Beispiel einen Veganer, der keine Werbung für Fleisch sehen möchte.

Ganz so glücklich war das Beispiel wohl nicht. Denn der Fernseher wisse nichts über die Essgewohnheiten seiner Nutzer, versicherte Wilde im Gespräch mit t-online.de. Die Auslieferung der personalisierten Werbung sei nach den Kriterien Land, Sprache und TV-Modell möglich. Das System könne auch erfassen, welche Apps geöffnet werden und auf welche TV-Sender der Nutzer umschalte. Die dabei gesammelten Nutzerdaten seien anonymisiert, erklärte Wilde.

Datensammelei abschalten

Wer dessen ungeachtet lieber auf die personalisierte Werbe-Funktion verzichten will, könne jederzeit die Erfassung seiner Daten stoppen, indem er das Setzen von Cookies unterbindet. Die Werbeanzeigen verschwinden dadurch aber nicht aus dem Menü – sie sind lediglich nicht mehr personalisiert.

Den ersten Vorstoß mit Werbeanzeigen im TV-Menü wagte Samsung. Seit Ende letzten Jahres zeigt der Marktführer seinen europäischen Kunden interaktive Werbeanzeigen auf seiner Benutzeroberfläche an. In den USA ist dieses Geschäftsmodell bereits seit Längerem üblich. Auch hier verschwinden die Werbeanzeigen erst, wenn der Fernseher vom Internet getrennt wird.

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