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CES: Autos, PCs und Duschköpfe hören jetzt aufs Wort

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Sprachassistenten auf der CES  

Auto, PC und Duschkopf hören jetzt aufs Wort

10.01.2018, 12:00 Uhr | AP, dpa-tmn, dpa-AFX, t-online.de

In Las Vegas hat die wichtigste Technik-Messe der Welt begonnen. 4.000 Firmen buhlen bis zum 12. Januar um das Interesse von Medien, Kunden und Investoren. (Screenshot: Reuters)
Künstliche Intelligenz und neue Trends auf der CES

In Las Vegas hat die wichtigste Technik-Messe der Welt begonnen. 4.000 Firmen buhlen bis zum 12. Januar um das Interesse von Medien, Kunden und Investoren.

In Las Vegas hat die wichtigste Technik-Messe der Welt begonnen. (Quelle: Reuters)


Die diesjährige Technik-Messe CES wird zur Kampfarena digitaler Sprachassistenten. Vor allem Amazon und Google liefern sich einen Showdown. 

Geht es nach den Herstellern, sollen Kühlschränke, Lichtschalter, Computer und sogar Autos bald schon aufs Wort hören. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas führen sie vor, wie digitale Sprachassistenten auf allen möglichen Alltagsgeräten funktionieren. Vor allem zwei Anbieter, Amazon Alexa und Google Home, haben ihre Marktpräsenz merklich ausgebaut. 

Bereits vor einem Jahr war Amazon mit seinen vielen Partnerschaften der klare CES-Sieger – und lockte damit Google aus der Reserve. Der Internetkonzern ist erstmals seit Jahren wieder groß auf der Technik-Messe präsent, um die Werbetrommel für seinen Google Assistant zu rühren. 

Der Suchmaschinen-Gigant wird sich anstrengen müssen, denn Amazon bringt sein Assistenzsystem namens Alexa bereits auf unzähligen Alltagsgeräten unter. Zu den in Las Vegas vorgestellten Neuheiten zählen zum Beispiel Fernseher, Lautsprecher, Kühlschränke, Öfen, Lichtschalter, Rauchmelder und ein Badezimmerspiegel, die alle auf das Signalwort "Alexa" reagieren. 

Lenovo zeigt neue X1-Thinkpads mit Sprachassistent Alexa

Die beiden neuen Laptops Thinkpad X1 Carbon und X1 Yoga von Lenovo zum Beispiel lassen sich dank einer neuen Fernfeld-Mikrofon-Array auch durch Sprache steuern. Das kann, muss aber nicht Alexa sein. Dadurch wäre es zum Beispiel möglich, über den Laptop kompatible Geräte im Heimnetz per Sprache zu steuern oder Einkäufe über die Plattform des Onlineriesen zu erledigen.

Die neuen Thinkpad-Topmodelle sollen im April in den Handel kommen. Preise nannte Lenovo noch nicht.

Toyota baut Amazon-Sprachassistenten in Fahrzeuge ein

Sogar der japanische Autobauer Toyota will den Sprachassistenten Alexa noch in diesem Jahr in einige seiner Fahrzeugmodelle einbauen. Der Dienst soll es Autofahrern ermöglichen, per Sprachbefehl Musik abzuspielen oder dem smarten Zuhause vor der Ankunft mitzuteilen, wenn die Heizung hochgedreht werden soll. 

Auch das chinesische Start-up Byton plant eine Sprachsteuerung für sein "Auto der Zukunft", das erst 2020 auf den Markt kommen soll. Ein Prototyp des elektrisch betriebenen Fahrzeugs wurde auf der CES vorgestellt.

Das Auto werde per Gesichtserkennung zu öffnen sein. Steuern lasse es sich unter anderem mit dem digitalen Assistenzsystem Alexa von Amazon, mit Gesten und Berührungen. Die Funktionen sollen sich mithilfe künstlicher Intelligenz ständig fortentwickeln. Das Auto "wird besser, je besser es dich kennt", sagte Byton-Präsident Daniel Kirchert.

Die vernetzte Duschbrause: Apple versucht es mit Haustechnik

Andere Sprachassistenten wie Apples Siri oder Cortana von Microsoft spielen auf der diesjährigen CES eher eine Nebenrolle. Da wäre zum Beispiel die vernetzte Duschbrause, die über Apples Homekit-Plattform per iPhone-App oder Siri gesteuert werden kann. 

Apple verpasste das Weihnachtsgeschäft mit der auf "Anfang 2018" verzögerten Auslieferung seines HomePods – eines Lautsprechers mit der vom iPhone bekannten Sprachassistentin Siri, der zudem eine hochwertige Musikwiedergabe bieten soll. Wie dramatisch für Apple diese Verzögerung ist, bleibt unklar.

Weit abgeschlagen: Samsungs Sprachassistent Bixby

Auch Samsung versucht bisher vergeblich, seinen eigenen Sprachassistenten Bixby zu etablieren. Der Dienst wird schließlich bisher nur auf Koreanisch und Englisch angeboten. 

Amazon gelang der Durchbruch in dem Markt mit seinem vernetzten Lautsprecher Echo. Die Echo-Produktfamilie aus Geräten mit und ohne Kameras wird inzwischen immer größer – und war laut Amazon auch ein Renner im Weihnachtsgeschäft, auch wenn der Onlinehändler nach wie vor keine konkreten Verkaufszahlen nennt.

Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Canalys sicherte sich Amazon mit dem Echo rund zwei Drittel der weltweiten Verkäufe smarter Lautsprecher. Der Großteil vom Rest ging an Googles Konkurrenzmodell Home.

Das Geschäft mit smarten Lautsprechern ist insgesamt noch recht überschaubar. Denn trotz der großen Absatzerfolge gibt es noch jede Menge Haushalte, die erst überzeugt werden müssen.

Quellen: 

- Nachrichtenagenturen AP, dpa

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