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Russland: Putin setzt offenbar Kampfroboter in Syrien ein

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Ferngesteuerte Panzer  

Putin setzt offenbar Kampfroboter in Syrien ein

01.02.2018, 12:32 Uhr | t-online.de, hd, pdi

Russland testet Kampfroboter von Kalaschnikow (Screenshot: Bitprojects)
Russland testet Kampfroboter von Kalaschnikow

Der russische Kampfroboter Soratnik, zu deutsch "Kampfgefährte" wird vollständig ferngesteuert und wurde bereits im Syrien-Konflikt getestet.

Kampfroboter Soratnik: Russland testet neues Militärgerät von Kalaschnikow. In Syrien wurde das unbemannte Gefährt bereits bei Missionen eingesetzt. (Quelle: Bitprojects)


Eine dunkle Zukunftsvision ist wahr geworden: Russische Roboter-Panzer sollen im Syrien-Konflikt kämpfen. Während sich der Kreml in Schweigen hüllt, zeigt ein Video den Panzer im Test.

Das Gerücht ist nicht neu. Russische autonome Robotereinheiten sollen in Syrien kämpfen. Berichte darüber sind nicht bestätigt, aber laut russischer Militärblogs sollen Robotereinheiten in Syrien den Vorstoß bemannter russischer Panzereinheiten gedeckt haben. Bislang deuten lediglich Bilder in den sozialen Netzwerken auf die Richtigkeit dieser Informationen hin.

Offiziell wurde noch kein Einsatz eines solchen offensiven Waffensystems in einem Krieg dokumentiert. Vom russischen Verteidigungsministerium gibt es zum Einsatz in Syrien keinen Kommentar.

Der Roboter-Panzer heißt „automatisiertes Kampfsystem Soratnik“, das bedeutet "Kampfgefährte". Er kann Ziele selbstständig finden und auf sie feuern.

Das Geheimprojekt der Waffenschmiede Kalaschnikow wurde auf der russischen Rüstungsmesse "Army 2016" nahe Moskau erstmals vorgestellt. Seitdem wurde es von der russischen Armee ausgiebig getestet. Mit einigem Erfolg offenbar auch in Syrien.

Das Fahrzeug sieht mit seinem Kettenantrieb aus wie ein kleiner Panzer und ist mit 3,50 Meter nur so lang wie ein VW Golf. Die Breite beträgt zwei Meter, die Höhe deutlich unter zwei Meter.

Den Feuerbefehl gibt ein Mensch per Fernbedienung

Der Kampfgefährte ist mit verschiedenen Waffen bestückt, wie einem Maschinengewehr, und kann maximal 40 Km/h schnell fahren. 400 Kilometer schaft er angeblich ohne Nachtanken. Ziele erfasst er automatisch. Den Feuerbefehl gibt ein Soldat per Fernbedienung. Ähnlich wie bei den unbemannten Flugdrohnen, die die USA seit Jahren in Konflikten einsetzen. Auch die US-Firma "Boston Robotics" arbeitet an menschenähnlichen Robotern, die allerdings keine Waffen tragen.

Laut dem Hersteller Kalaschnikow soll der Kampfroboter aber auch "vollautonom", also selbstständig feuern können. Neben Russland arbeiten auch die USA, China oder Israel an solchen Systemen. Russland versucht, im Bereich der autonomen Waffensysteme, die USA einzuholen und investiert auch in der Drohnenentwicklung viel Geld.

Warnung vor "Killer-Robotern"

Menschenrechtler und Wissenschaftler warnen seit Längerem vor dem Einsatz von "Killer-Robotern", die eigenmächtig über Leben und Tod entscheiden können. Dahinter steht die Befürchtung, dass Computer und Roboter eines Tages selbstständig über Leben und Tod von Menschen entscheiden könnten.

Eigene Recherchen
Artikel auf "20min.ch"
Berichte über Einsatz in Syrien



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