Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Erziehung >

Taschengeld 2015: Taschengeldempfehlungen für jedes Alter

...

Taschengeldtabelle 2015  

Kinder schon früh an den Umgang mit Geld gewöhnen

24.03.2015, 15:48 Uhr | sca, dpa

Taschengeld 2015: Taschengeldempfehlungen für jedes Alter . Taschengeld: Wie viel ist für Kinder angemessen?  (Quelle: Archiv)

Wie viel Taschengeld ist für Kinder angemessen? (Quelle: Archiv)

Manche Kinder kennen im Umgang mit Geld kein Maß. Teure Spielsachen werfen sie achtlos in die Ecke und der Markenpulli aus der Frühjahrskollektion ist ihnen schon im Sommer zu "uncool". Eltern sollten ihren Kindern daher schon früh die Verantwortung für bestimmte Geldbeträge überlassen. Sobald ein Kind rechnen kann, sollte man ihm auch zutrauen, mit Taschengeld umzugehen, lautet eine gängige Empfehlung. Die Redaktion von t-online.de hat die wichtigsten Fakten rund ums Taschengeld zusammengestellt und unsere Leser gefragt, wie sie das Thema Taschengeld handhaben.

Warum Taschengeld?

Taschengeld ist wichtig, damit Kinder so früh wie möglich den Umgang mit Geld üben. Spätestens wenn sie in die Grundschule kommen, sollten sie regelmäßig Taschengeld bekommen, denn dadurch lernen sie, den Wert von Dingen einzuschätzen und Geld einzuteilen. Positiver Nebeneffekt: Dabei üben Kinder auch das Rechnen.

Im Hinblick auf die Finanzen im späteren Leben ist der Umgang mit Taschengeld eine wichtige Lektion für Kinder. Sie lernen, Entscheidungen zu treffen: Ist eine Anschaffung sinnvoll und nötig oder nicht? Wie wichtig dieser verantwortungsvolle Umgang ist, belegen Zahlen: Zehn Prozent aller 20- bis 24-Jährigen in Deutschland sind verschuldet.

Betrag festlegen und dann konsequent bleiben

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) aktualisiert regelmäßig die Taschengeldempfehlungen. Dabei wird auch die Inflationsrate berücksichtigt. Erziehungswissenschaftler raten, Kindergarten- und Grundschulkindern das Taschengeld wöchentlich auszuzahlen. Erst ab einem Alter von zehn Jahren seien Kinder in der Lage, einen ganzen Monat zu überblicken und sich das Geld einzuteilen.

Ältere Kindergartenkinder ab vier oder fünf Jahren können etwa 50 Cent Taschengeld pro Woche erhalten, mit dem sie zum Beispiel ein Eis im Sommer oder kleine Spielsachen finanzieren. Die Beträge sollten sich pro Altersjahr um 50 Cent oder einen Euro steigern. Bei der Einschulung seien 1,50 Euro bis zwei Euro pro Woche angemessen. Für Zehnjährige empfiehlt das DJI einen monatlichen Betrag von etwa 13 Euro.

Ab 14 Jahren gibt das DJI eine größere Spanne vor, die sowohl die wachsenden Selbständigkeit der Jugendlichen, als auch den finanziellen Spielraum der Eltern berücksichtigt.

Bei Jugendlichen kann man beispielsweise eine bestimmte Summe im Monat in eine Dose stecken, von der sie sich Hosen und Pullover kaufen dürfen. Im Geschäft kann das Kind dann frei entscheiden: Möchte ich lieber zwei günstige Hosen oder einen etwas teureren Pullover kaufen? Eltern müssen allerdings auch damit umgehen können, dass das Kind einen Winter lang in der Sommerjacke herumläuft, weil es sich im Herbst lieber eine Markenjeans leisten wollte.

Das Jugendinstitut weist darauf hin, dass die Taschengeldempfehlungen nur Richtwerte seien. "Die Höhe des Taschengelds sollte individuell in jeder Familie ausgehandelt werden. Je nach Familiengröße und Anzahl der Kinder, Entwicklungsstand des Kindes und den Einkommensverhältnissen kann es höher oder niedriger Werte sein", heißt es.

Taschengeld-Tabelle 2015:

AlterTaschengeld
unter 6 Jahre 0,50 Euro pro Woche
6 - 7 Jahre1,50 bis 2 Euro pro Woche
8 - 9 Jahre2 bis 3 Euro pro Woche
10 -11 Jahre13 bis 16 Euro pro Monat
12 -13 Jahre20 bis 22 Euro pro Monat
14 -15 Jahre25 bis 30 Euro pro Monat
16 -17 Jahre35 bis 45 Euro pro Monat
18 Jahre 70 Euro pro Monat

Eltern-Umfrage: Viele geben gar kein Taschengeld

Die Redaktion von t-online.de hat bei Eltern nachgefragt: Gut 26.000 Leser haben in einer Online-Abstimmung mitgeteilt, ab welchem Alter ihre Kinder Taschengeld bekommen haben beziehungsweise bekommen würden.

37,2 Prozent würden Taschengeld erst ab sechs oder sieben Jahren auszahlen. Damit widerspricht ein Großteil der Leser dem Vorschlag der Jugendämter, bereits ab einem Alter von vier bis fünf Jahren Taschengeld in geringer Menge zu geben. Taschengeld in diesem Alter befürworten nur 10,6 Prozent. 18,5 Prozent der Leser sind für Taschengeld ab einem Alter von acht oder neun Jahren, und 20,6 Prozent sind der Meinung, dass es Taschengeld erst ab dem zehnten Lebensjahr geben sollte. Mit 3414 Stimmen (rund 13 Prozent) ist auch der Anteil derjenigen überraschend hoch, deren Kinder gar kein Taschengeld bekommen.

Beim Taschengeld klare Regeln setzen

Wichtiger als die Höhe des Taschengeldes ist, dass Eltern und Kinder klare Regeln zum Verwendungszweck vereinbaren. Man kann beispielsweise verabreden, dass man dem Kind Schulsachen wie Stifte und Blöcke kauft, dass es sie aber selbst ersetzen muss, wenn es sie verliert. Bei der Bemessung des Taschengelds sollte man ein bisschen großzügig sein. "Kosten die Klebebildchen, die ein Kind sich wöchentlich kauft, einen Euro, sollte man fünfzig Cent mehr geben. So haben die Kinder etwas Spielraum und können auch mal für größere Wünsche sparen", meint die Erziehungsberaterin Claudia König.

Das sollten Eltern beim Taschengeld beachten

Für den Lerneffekt ist aber auch wichtig, dass Eltern immer an die Auszahlung des Taschengelds denken, ohne erinnert zu werden. Auch sollten die Kinder das Taschengeld unabhängig davon bekommen, ob sie lieb waren, ob sie gute oder schlechte Noten in der Schule geschrieben haben und auch unabhängig von der Sorgfalt, mit der sie die Hausaufgaben erledigt haben. Taschengeld ist keine Belohnung und auch keine Bestrafung.

Ist das Taschengeld einmal verteilt, sollten Eltern sich zurücknehmen. "Wenn das Kind das Geld zu Hause vergessen hat oder schon ausgegeben hat, sollte man ihm nicht 'ausnahmsweise' wieder etwas finanzieren. Nur so lernt es auf Dauer, die Verantwortung für seine Ausgaben zu übernehmen", betont König.

"Interesse für das Thema Geld wecken"

Das Projekt "Money und Kids" (MOKI), das mit Kindern an nordrhein-westfälische Schulen arbeitet, hat sich zum Ziel gesetzt, die Finanzkompetenz von Kindern zu stärken. "Man muss bei den Kindern Interesse für das Thema Geld wecken“, sagt Kirsten Schlegel-Matthies, Professorin an der Universität Paderborn. Im Supermarkt sollen Kinder zum Beispiel lernen, Preise zu vergleichen oder sie suchen zu Hause nach Sparpotenzialen, wie unnötigem Stand-by-Betrieb von Fernseher und Stereo-Anlage. "Die Kinder sollen eine Vorstellung davon bekommen, welche Einnahmen realistisch sind, wo man sparen kann und was die Dinge kosten", sagt die Wissenschaftlerin.

Offen über Geld reden

Besonders wichtig, um den Umgang mit Geld zu lernen, ist, was vielen Eltern schwer fällt: Offen über die Einnahmen- und Ausgabenseite des Haushaltes zusprechen. Um ein Gespür für Ein- und Ausgaben zu bekommen, sollten Eltern ihre Kinder mit zum Einkaufen nehmen, sie einbeziehen, wenn größere Anschaffungen in der Familie geplant sind und auch aus der Höhe ihres Gehaltes kein Geheimnismachen. "Es wird zu wenig über Geld gesprochen, die meisten Kinder wissen nicht, was ihre Eltern verdienen", hat Schlegel-Matthies festgestellt.

Sparbuch und Girokonto

Ab acht Jahren sollten Kinder zusätzlich zum Taschengeld auch ein Sparbuch bekommen. So machen Sie erste Erfahrungen mit Geld und Zinsen. Größere Geldbeträge sollten stets auf dem Sparbucheingezahlt werden. Es ist auch eine erste Einführung in die Buchführung. Mit 14 bis 16 Jahren ist dann auch ein Jugend-Girokonto sinnvoll. Vor Verschuldung brauchen Eltern in dem Fall keine Angst zu haben, denn ein Dispo-Kredit darf Minderjährigen nicht ohne weiteres eingeräumt werden.

In unserer "Eltern-Welt" finden Sie alles, was Eltern bewegt: Jetzt Fan werden und mitdiskutieren!

ratgeber.t-online.de: Dürfen Kinder mit ihrem Taschengeld kaufen, was sie wollen?

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Katze in Not 
Diesen Rettungsversuch kann man kaum mitansehen

Ein Feuerwehrmann versucht mehrmals die Mieze von einem Hochhaus zu retten. Video

Anzeige
Zeitreise durch den Mutterleib 
Das passiert nach der Befruchtung

Schwangerschaftskalender zeigt die faszinierende Entwicklung des ungeborenen Lebens. mehr


Shopping
Shopping 
Hochfunktionale Outdoor-Bekleidung für Groß & Klein

Mode für die nasskalte Jahreszeit: Kinderregenstiefel mit Plüschfutter für 14,95 €. bei tchibo.de

Shopping 
Trachtenneuheiten für einen unvergesslichen Auftritt

Ob traditionell oder modern – die beliebtesten Oktoberfesttrends finden Sie im Trachten-Special.

Shopping 
Entdecken Sie Modetrends ab Größe 42

Neue Farben und tolle Schnitte für große Größen - Jetzt auf happy-size.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITBAURCECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige