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Geldanlagen für Kinder: "Öko-Test" rät von Sparplänen mit Risikoschutz ab

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Geldanlagen für Kinder: "Öko-Test" rät von Sparplänen mit Risikoschutz ab

27.04.2012, 17:31 Uhr | t-online.de

Das Sparschwein ist out - heutzutage legen Eltern das Geld für Ihre Kinder in Fondssparplänen an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Sparschwein ist out - heutzutage legen Eltern das Geld für Ihre Kinder in Fondssparplänen an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Windel, Schnuller, Sparplan - Eltern können gar nicht früh genug beginnen, ihren Kindern einen finanziellen Grundstock für die Zukunft aufzubauen.Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" analysierte 37 Bankangebote und 26 Fondssparpläne, die speziell als Geldanlage für Kinder ausgerichtet sind. Alle Angebote wurden mit einer monatlichen Sparrate von 150 Euro und einer Laufzeit von 18 Jahren berechnet. Wir sagen, welche Anlageformen sich eignen und wo Kostenfallen lauern.

Große Unterschiede bei Banksparplänen

Banksparpläne bieten laut "Öko-Test" Sicherheit und gute Rendite. Doch auch bei dieser Anlageform gibt es große Unterschiede: Beim besten Angebot im Vergleich waren am Ende 13.112 Euro mehr auf dem Kinderkonto als beim schlechtesten. Das sind 28 Prozent Differenz. Auf Rang 1 landete das "Rendite-Sparen" der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft mit 47.018 Euro, gefolgt vom "Jugend und Flexi-Sparen" des Spar- und Bauvereins Hannover und dem "Umwelt-Sparvertrag" der Umweltbank. Schlusslicht des "Öko-Test"-Rankings ist ein Angebot der Sparda-Bank Hannover ("Sparbuch als Taschengeldkonto") mit einem Sparguthaben von 33.906 Euro am Ende der Laufzeit.

Fondssparpläne eher bei langer Laufzeit sinnvoll

Eine etwas höhere Rendite lasse sich mit einem Fondssparplan erwirtschaften - allerdings mit höherem Risiko, weil die Börsenkurse zeitweilig absacken können. Fondssparpläne seien geeignet, wenn das Geld für mindestens zehn Jahre unangetastet auf dem Konto liegen könne, so "Öko-Test". Die 26 geprüften Angebote erzielten nach 18 Jahren zwischen 48.734 und 52.010 Euro. Zwölf Sparpläne kamen am Ende über die 50.000-Euro-Marke, darunter mehrere Produkte der Anbieter AVL- und AAV-Investmentfonds.

Lohnender Kompromiss: zwei Drittel Sicherheit, ein Drittel Risiko

Eltern, denen die schwankenden Börsenkurse für das Startkapital ihrer Sprösslinge zu unsicher sind, rät "Öko-Test" zu einer Doppelstrategie: Zwei Drittel der monatlichen Sparrate in einem gut verzinsten Banksparplan anlegen und ein Drittel in einem Fondssparplan. Bei günstigem Verlauf sei die Rendite am Ende etwas höher als beim besten Banksparplan.

Achtung, Kostenfalle!

Bei der Auswahl eines Fondssparplans darf man sich nicht von hohen Rendite-Versprechen locken lassen. Unter Umständen fressen Ausgabeaufschlag, Depotkosten und Kontogebühren bis zu 1,5 Prozent der Rendite auf, warnt "Öko-Test". Günstigere Konditionen als Hausbanken böten oft Direktbanken oder Fondsvermittler.

Tagesgeldkonten nur als kurzfristige Geldanlage

Einige Banken bieten auch Tagesgeldkonten speziell für Kinder an. Der Vorteil ist, dass Höhe und Häufigkeit der Einzahlungen im Gegensatz zu Sparplänen flexibel sind und jederzeit Geld entnommen werden kann. Der Haken: Bei Zinsen von 1,20 bis 1,75 Prozent liegt der Ertrag unter der Inflationsrate. "Tagesgeldkonten für Kinder lohnen sich derzeit nur für die Kurzfristanlage," urteilen die Verbraucherschützer.

"Öko-Test" rät von Sparplänen mit Risikoschutz ab

Wenig rentabel sind laut "Öko-Test" viele Verträge mit Risikoschutz. Dabei sollen die Kinder abgesichert werden, wenn den Eltern etwas passiert. In diesem Fall führt dann der Versicherer den Vertrag weiter. Manche Versicherer bieten solche Kombipolicen auch mit Unfallschutz und Krankenzusatzversicherungen für die Kinder an.

"Doch so putzig auch die Namen dieser Angebote klingen, wie etwa die 'Teddy-Police' oder die Kinderpolice 'Max Schlaubär' - die Abschlusskosten und Vermittlerprovisionen sind manchmal so hoch, dass am Ende oft nicht einmal die eingezahlten Beiträge herauskommen."

Das ausführliche Testergebnis mit verschiedenen Beispielrechnungen ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Öko-Test" erschienen.

Quelle: t-online.de

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